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11.12.2020

Amtshilfegesuch


Die derzeitige Verordnung des Landes Niedersachsen gilt bis 20.12.2020 – für die Zeit darüber hinaus sind noch keine Entscheidungen getroffen. Bis dahin will die Gemeinde aber zumindest ein Amtshilfegesuch an den Landkreis Aurich senden, weil "viele fremde Gesichter" auf der Insel darauf schließen ließen, dass mit Erfindungsreichtum die Situation ausbaldowert würde. Dies stellte Harm Olchers bei der Ratssitzung am Mittwoch Nachmittag im Kinderspielhaus gleich zu Beginn des Punktes 5. "Bericht des Bürgermeisters" fest. Man wolle einen Apell an den Landkreis Aurich und das Land Niedersachsen richten, die Unklarheiten hinsichtlich des Beherbergungsverbotes für Besitzer von Zweitwohnungen zu beseitigen und konkrete Angaben zum Umgang mit Zweitwohnungsnutzern und deren Gäste zu machen. Die Einheimischen seien zunehmend verärgert, dass die Zweitwohnungen offensichtlich zu touristischen Zwecken "missbraucht" würden, wurde unter "Wünsche, Verschiedenes, Anregungen" aus dem Ratsgremium noch einmal thematisiert. Die jetzige Verordnung sei zu "schwammig". Man müsse an die Vernunft und die Loyalität der Eigentümer apellieren, so Olchers. Seiner Auffassung nach dürften eigentlich nur die Eigentümer selbst und eine weitere Person die Wohnung nutzen. Wie es mit "Verwandtenbesuch" über Weihnachten stehe, sei indes noch völlig unklar. Die Verwaltung wolle der Sache "auf den Grund gehen" und zudem ausloten, inwieweit die Polizei für mögliche Kontrollen eingeschaltet werden könne.

 

 

 

Siehe auch Bericht "Zweitwohnungen zum Jahreswechsel" von Stefan Erdmann, Juist Net News

http://www.juistnews.de/artikel/2020/12/4/umgehen-zweitwohnungsbesitzer-das-beherbergungsverbot/

 

... und die Antwort des Landrats am 8. Dezember

http://www.juistnews.de/artikel/2020/12/8/antwort-des-landrates-fur-inseln-wenig-befriedigend/

 

 


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Sabine Hinrichs
Idylle zwei Tage vor dem Lockdown 2