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16.03.2021

Ratssitzung 15.3.2021 II.


Bericht des Bürgermeisters

 

 

Das Thema Corona nimmt alles ein und bestimmt alles Tun, Verwaltung, Zeit, Planungen... es hätte viele Zusammenkünfte gegeben, berichtete Harm Olchers bei der Ratssitzung am Montagnachmittag im Kinderspielhaus auf Baltrum. Regelmäßig würden Baltrumer Krisenstab, die Bürgermeister und Marketingleute der Ostfriesischen Inseln und der Landkreis tagen, um sichere Eingaben für eine mögliche Öffnungsstrategie zu besprechen. Nach wie vor steht im Vordergrund, dass es im Notfall keine ausreichende ärztliche Versorgung oder ein Krankenhaus auf der Insel gebe. Es seien Forderungen an die Landesregierung gestellt worden, bei negativem PCR-Test, Impfung oder Genesung eine Öffnung der Inseln für den Tourismus zu ermöglichen und umgekehrt ein Betretungsverbot bei positivem Test aussprechen zu können. Die Beherbergsbetriebe sollen verpflichtet werden, nur negativ Getestete aufzunehmen. Die örtlichen Verwaltungen müssten für die Maßnahmen personelle Unterstützung erfahren für die notwendigen Tests und Kontrollen. Es gebe noch keine Rückmeldung vom Niedersächsischen Städte- und Gemeinde-Bund über das Abrechnungsprozedere mit den Kassenärztlichen Vereinigungen. Über das Wie und Wo und weitere Details eines möglichen Testverfahrens wurde im Laufe der Sitzung immer wieder diskutiert und auf den Krisenstab verwiesen.


Unterdessen hätte sich der Verdacht nicht bestätigt, dass sich auf der Insel unerlaubt Personen aufhielten. Das Kurbeitragssystem würde keine Gäste verzeichnen, und am Hafen seien stichprobenartige Kontrollen durchgeführt worden, vermeldete Bürgermeister Harm Olchers.


Die OFI GmbH (Werbegemeinschaft der Ostfriesischen Inseln) habe eine App für ein Reservierungssystem entwickelt, genaue Infos würden an die Leistungsträger ergehen.


Zu den Finanzen sei zu vermelden, dass der Jahresabschluss 2018 geprüft und 2019 in Arbeit sei. Für 2020 verzeichnet die Kurverwaltung ein Fehl von rund 170.000 Euro. Ein Antrag zum Ausgleich der Finanzlücke an die N-Bank sei gestellt.


20 Flächen über die Insel verteilt seien ausgewählt worden, um sie für eine mögliche Bebauung zur privaten Nutzung zugänglich zu machen, berichtete Olchers weiter. Nach Beurteilung von Domänenverwaltung und NLWKN seien sechs davon übrig geblieben, weitere bedürften noch einer genaueren Prüfung durch den Landkreis Aurich, bzw. Abstimmung durch die diversen Ämter und Behörden.


Ein neuer Strandkorbcontainer lasse noch bis zum Sommer auf sich warten. Das SindBad werde in liebevoller Handarbeit gestrichen. Über die Farbe der Kurbeitragsbude am Hafen solle man sich nicht wundern, die sei gewollt. Die (von alten Strandmauer-Demolierungen angespülten) Steine am Badestrand würden abgetragen, Spaziergänger mögen gerne helfen beim Sammeln oder Aufhäufen.

 

 

FF


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Sabine Hinrichs