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29.06.2021

Vogelschlaf


Wie schlafen Vögel eigentlich?

 

Die Watvögel haben ihren Schlafrhythmus an die Gezeiten angepasst, denn sie können nur bei Niedrigwasser im Watt nach Nahrung suchen, und es wäre ja ziemlich ärgerlich, das Festmahl immer zu verschlafen.

Einige Vögel schlafen mit einem offenen Auge im sogenannten „Ein-Aug-Schlaf“. Dabei wird der Kopf rückwärts zum Flügel gewendet, sodass das eine Auge nach innen gerichtet ist. Das andere ist nach außen gekehrt und wird von Zeit zu Zeit geöffnet. So wird die eine Hälfte des Gehirns ausgeruht und die andere Hälfte ist in Alarmbereitschaft. Die Vögel sind dadurch in der Lage, die Umgebung zu beobachten und gleichzeitig zu schlafen. Manche Vögel, wie der Mauersegler, können während des Fliegens schlafen!

 

Einige Vögel, beispielsweise Enten, machen es sich auf dem Boden bequem. Andere hingegen schlafen auf Bäumen. Welchen Trick wenden sie an, um im Schlaf nicht runterzupurzeln? In der Schlafstellung knicken die Vögel die Beine an Knie- und Fersengelenken ein. Die Sehne, die zu den Zehen führt, ist so straff gespannt, dass sich die Zehen mit den Krallen fest um den Ast klammern. Das ist die „Wäscheklammer-Automatik“, die dafür sorgt, dass sie nicht herunter fallen!

 

Wir wünschen einen schönen Abend!

Sie können es ja einmal mit dem „Ein-Aug-Schlaf“ probieren?!

 

 

Das Nationalpark-Haus-Team

 

 




 

 

 


Autor: Samira Mittring
Foto: Sikko Tammena
Quelle: Nationalpark-Haus Baltrum