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12.04.2021

Sehkunst


Vögel sehen viel mehr als wir!

 

Im Vergleich zu anderen Säugern, die nur ein oder zwei Typen der Fororezeptoren besitzen, können wir relativ gut sehen. Menschen besitzen drei Fotorezeptoren: rot, grün und blau. Diese Zapfen sind die lichtempfindlichen Sinneszellen in der Netzhaut, die uns das Farbsehen ermöglichen. Vögel haben vier Zapfentypen, hinzu kommt nämlich noch die Fähigkeit, dass sie Ultraviolett sehen. Auch besitzen sie viel mehr einzelne Zapfen von jeder Art.

 

Viele Vögel nutzen diese Fähigkeit, um einen Partner zu finden. Andere verwenden sie bei der Nahrungssuche, wie zum Beispiel der Turmfalke: dieser ernährt sich hauptsächlich von Mäusen. Die harngetränkten Pfade der Wühlmäuse reflektieren UV-Licht, sodass der Turmfalke von oben genau sehen kann, wo sich die Mäuse aufhalten. Wenn es besonders stark leuchtet, bedeutet es, dass der Urin noch frisch und die Maus noch nicht weit weg ist. Der Turmfalke rüttelt also fleißig über dem UV-Licht, weswegen er übrigens häufig „Rüttelfalke“ genannt wird. Am Ende ist es aber doch nicht so einfach: selbst ein gekonnter Jäger braucht bis zu sieben Beuteflügen, bis er Erfolg hat.

 


 

 

 


Autor: Samira Mittring
Fotos: Karen Kammer, Samira Mittring
Quelle: Nationalpark-Haus Baltrum