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26.03.2021

Plastikinseln


Wie kommt eigentlich so viel Plastikmüll ins Meer?

 

Rund 20 Prozent des Mülls gelangt durch Fähren, Kreuzfahrtschiffe, Offshore-Plattformen, Fracht- und Fischereischiffen ins Meer. Allerdings stammt der Großteil des Plastikmülls von Land, vor allem aus fünf Ländern: China, Indonesien, den Philippinen, Vietnam und Thailand. Die großen Industrienationen (auch Deutschland) exportieren einen Großteil ihres Plastikmülls nach Südostasien. Da es diesen Ländern an funktionierenden Recycling-Systemen mangelt, landet der Müll oftmals auf Deponien. Somit fängt das Plastikproblem in den Meeren bei unserem Konsumverhalten an!

Über Flüsse gelangt der Plastikmüll dann ins Meer.

Durch Winde und Meeresströmungen verteilt er sich in den Meeren und sammelt sich in fünf großen Müllstrudeln der Ozeane: zwei befinden sich im Pazifik, zwei im Atlantik und einer im Indischen Ozean. Bei den Müllstrudeln handelt es sich um gigantische Plastikinseln. Die größte dieser Inseln, bestehend aus über 1,8 Billionen Plastikteilen, schätzen Forscher*innen etwa so groß wie Mitteleuropa.

 


 

 

 


Autor: Samira Mittring
Fotos: Samira Mittring
Quelle: Nationalpark-Haus Baltrum