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06.09.2021

CDU stellt sich vor


Eigentlich brauchen sich die Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am kommenden Sonntag den Insulanerinnen und Insulanern gar nicht vorzustellen, denn sie sind den allermeisten persönlich bekannt. Dennoch war es am Montagnachmittag etwas schade, dass so wenige Wahlberechtigte vom Angebot des CDU-Ortsverbandes Gebrauch machten, die Herren Kandidaten auf Herz und Nieren zu prüfen. In die Liegekuhle beim Fresena war eingeladen worden, an frischer Luft mit Schwalbenzwitschern.

Die Kandidaten stellten sich jeweils mit einem Schwerpunktthema vor, für das sie sich besonders einsetzen möchten und folgten damit den Themenpunkten auf ihrem Flyer. CDU-Vorsitzender Torsten Bent hatte die Interessierten mit dem Slogan "Jetzt machen wir... morgen!" begrüßt und identifizierte als Dreh- und Angelpunkt für die Insel die Schaffung einer Marketingleitung. 

Frank Otto liegt das Angebot für Kinder und Jugendliche am Herzen, sowohl für Gäste als auch für die Inselkinder. Der Jugendclub steht da und müsste nun endlich mit Leben gefüllt werden. Halfpipe, Basketballkorb und Volleyballnetz sollten auch für Schietwetter eine Option sein.

Die Parkplätze in Neßmersiel war Thema, die Idee der CDU: Bau und Betreiben eines Parkhauses durch den Hafenzweckverband Neßmersiel-Baltrum. Das Thema war bereits in einer Ratssitzung angeregt worden, nun wolle man mit Energie dem Ziel näher kommen. In den kommenden sieben Jahren - so lange der jetzige Pachtvertrag laufe - sei nicht viel oder nur mit schmerzlichem Aufwand an der bestehenden Situation zu rütteln, doch bis dahin habe man Zeit für gute Planungen, so Torsten Bent.

Galt Heiken stellte die Idee für ein Gesundheitszentrum im SindBad vor. Apotheke und Ärzte könnten dort einziehen, Wohnraum würde frei. Eine andere Option oder ein andere Ort wäre hinter dem Rathaus, wo man zugleich einen barrierefreien Ratssaal schaffen könnte.

Zur Ergreifung unterstützender Maßnahmen zum Erhalt der Oberschule und des Kindergartens sieht sich die CDU Baltrum verpflichtet, es würden ab 2023 drei "ganze" Erzieher/innen gebraucht.

Beim Thema "neue Baugrundstücke für Insulaner" sei die CDU ebenfalls schon weit, stellte Jann Bengen sein Herzensprojekt vor, das bereits im Rat Eingang gefunden hat. Ein "geleastes Grundstück" für Insulaner auf Erbpacht zum Vorzugszins sei hinsichtlich künftiger Betriebsübergaben von enormer Bedeutung für die Insel. Sechs bis acht Grundstücke seien inzwischen als potenzielle Baugrundstücke identifiziert worden, berichtete er.

Zur "Sanierung der Infrastruktur" vertrat er Marc Gloystein, der sich familienbedingt entschuldigen ließ. Das Schwimmbad sei kein Aushängeschild, es fehle überall Geld. Bei den Straßen fielen die schwerer werdenden Fahrzeuge buchstäblich ins Gewicht - wie man dem begegnen wolle, gab es kein Geheimrezept zu hören.

Die allseits aufgebrachte "Saisonverlängerung" fand Jann Bengen schwierig für Betriebe mit Mitarbeitern und forderte die "Stärkung der Vor- und Nachsaison", also Intensivierung des Frühjahrs- und Herbstgeschäftes. Hier schloss sich der Kreis, denn ohne eine gute Marketinglei(s)tung würden künftig weitere strukturelle Lücken im Kurverwaltungshaushalt entstehen, die zu stopfen mit Ende der kapitalisierten Bedarfszuweisung in zwei Jahren unmöglich werden dürften.

 

Warum man die CDU auf Baltrum wählen sollte? Ein übergeordnetes Netzwerk sei ein großer Vorteil bei allen politischen Themen, warb Jann Bengen. Das parteipolitische Konstrukt und damit das große Ziel fehle jeder Wählergemeinschaft, wie auch der langfristige Zusammenhalt. Große Vorhaben könne man nur groß umsetzen.


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: Sabine Hinrichs