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17.04.2022

Ostern gibt es ungeheuer viele schöne bunte Eier


Ostern gibt es ungeheuer viele, schöne bunte Eier,
die, zu jedermann Vergnügen, meistenteils in Nestern liegen,

wo sie, im Gebüsch verborgen, jedes Jahr am Ostermorgen

ohne größere Beschwerden denn auch stets gefunden werden.

 

Nun hat sich der Osterhase in der eiseskalten Phase

dieses Winters ungelogen Rheumatismus zugezogen,

deshalb hat er Hilfe nötig. Die Verwandschaft ist erbötig
unverzüglich einzuspringen, um die Eier rumzubringen.
Leider sind die Vettern, Tanten wie der Rest der Anverwandten

aus der Hauskarnickelgruppe eine flatterhalfte Truppe,
und drum geht die ganze Chose auch gewaltig in die Hose.


Die Karnickel nämlich spielen lieber Fussball mit den vielen

Eiern, statt sie unter Hecken in den Nestern zu verstecken.
Fassungslos sieht Meister Lampe überall nur Matschepampe
sowie Eierbruch in Haufen. Ach, es ist zum Haareraufen!
Er verjagt mit Schimpf und Schande zornig die Karnickelbande

macht, obwohl vom Arzt verboten, sich dann selber auf die Pfoten,

um den Ostereiersegen in den Nestern abzulegen;
und er fühlt sich echt belämmert, weil ihm die Erkenntnis dämmert,

man lässt anspruchsvolle Sachen nicht durch Aushilfskräfte machen...

 

Die Moral von alledem: Helfer sind zwar angenehm,

doch nur, was man selber tut, wird mit Sicherheit auch gut!

 

Christel Sauerborn

 


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: Bärbel Nannen
Quelle: Bärbel Nannen | Christel Sauerborn (1944–2018)