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12.04.2020

Impuls zu Ostern


Impuls zu Ostern

 


Wenn gepredigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt ist, wie sagen dann einige unter Euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist euer Glaube vergeblich. Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.

1. Korinther 15, 12-14.20

 

 

 

Dinge in Frage stellen. Sachverhalte selbst durchdenken. Sich eine möglichst fundierte Meinung bilden. All das gehört zu unserem modernen Leben. Während Zeitungen vor 120 Jahren dreimal die Woche erschienen sind, können wir heute rund um die Uhr im Internet Informationen bekommen. Wir können uns so gut informieren, wie wohl keine Generation vor uns. Es scheint uns selbstverständlich, dass die Medizin in der Lage ist, ein Virus zu entziffern. Und wir alle hoffen darauf, dass möglichst bald auch ein Impfstoff gefunden wird. 

 

Und dann kommt Ostern mit der Auferstehungsbotschaft! Der Herr ist auferstanden!

Auferstehung: „Ist das denn möglich?“ Das ist die Frage, von der viele meinen, dass sie, vor dem Hintergrund der heutigen Informationen, geradezu zwingend notwendig sei. Dabei ist die Frage nicht neu, sie ist bald 2000 Jahre alt, wie uns die Verse aus dem ersten Korintherbrief belegen. Auch damals haben Menschen gezweifelt. Und Paulus, der Verfasser des ersten Korintherbriefes, hat dagegen gehalten. Die Auferstehung war vor 2000 Jahren ein genauso großes Wunder wie heute!

 

Ostersonntag feiern wir das leere Grab. Wir feiern, dass Jesus auferweckt wurde. Dass er durch den Tod gegangen ist: gestorben, begraben, auferstanden. Ja, das lässt sich nur glauben und nicht beweisen. Vielleicht fällt es uns nicht immer leicht an die Auferstehung zu glauben. Aber es lohnt sich!

 

Wir Menschen treffen in unserem Leben viel häufiger als wir meinen Entscheidungen, weil wir etwas „glauben“, weil wir auf etwas vertrauen. Das schönste Beispiel ist der Aktienmarkt. Das stetige Wachstum beruht auf dem „Glauben“, dass es wirtschaftlich immer bergauf geht. Wer das Auf und Ab der vergangenen Wochen beobachtet hat, konnte sehen, wie sehr die Kursentwicklung von Gefühlen, von Vertrauen abhängig ist. Wenn ein großes Hilfspaket geschnürt wurde, ging der Kurs nach oben. Obwohl niemand weiß, wie es in der Corona-Krise weitergeht. Trotzdem vertrauen („glauben“) Menschen darauf, dass sich ihre Investition lohnt.

 

Glaube lebt immer auf eine Hoffnung hin. An die Auferstehung Christi zu glauben, bedeutet die Hoffnung zu haben, dass es nach dem Tod weitergeht. Es ist die Hoffnung, dass Gott unser Leben bestimmt. Das er uns in diesem Leben und darüber hinaus begleitet. 

 

Die Hoffnung haben wir dank der Auferstehung Christi. Und diese Hoffnung strahlt ins Hier und Jetzt! Weil wir wissen, dass Gott auf jeden Fall für uns da ist, können wir unser Leben ohne Angst leben. Weil wir wissen, dass Gott uns bedingungslos liebt, können und sollen wir in unserem Leben Liebe weitergeben. Weil wir auf Gott vertrauen dürfen, können wir Frieden finden und für Frieden in der Welt einstehen.

Die Osterbotschaft ist 2000 Jahre alt und bis heute aktuell: Gott liebt uns und seine Liebe ist stärker als der Tod, stärker als alles, was uns Angst macht! 

 

Der Herr ist auferstanden! Diese Botschaft soll unser Leben verändern! Die Welt soll und wird sich ändern! 

 

Wir sind bereit so vieles zu „glauben“. Warum sollten wir ausgerechnet die Osterbotschaft nicht glauben?

 

 

Ein gesegnetes Osterfest wünscht Ihnen

 

Anna Henken

 


Ostersonntag - Der Tag der Auferstehung des Herrn

Predigttext: 1. Korinther 15, 12-28

Evangelium: Markus 16, 1-8

Psalm: EG 747 Psalm 118, 1.14-29

Lied: EG 99 Christ ist erstanden u. EG 116 Er ist erstanden, Halleluja!

 


Für die Kinder und alle Junggebliebenen

 

Drei kurze Oster-Gedanken

 

1. Das Oster-Ei 

Ein Ei wirkt zu nächst einmal „tot“. Wer es anschaut, kann den Eindruck gewinnen, dass in einem Ei kein Leben ist. Es sieht aus wie ein Stein. Und doch kann aus einem Ei ein Küken schlüpfen. Dadurch ist ein Ei ein Symbol für die Auferstehung von Jesus Christus.

 


2. Das Samenkorn 

Samenkörner, egal ob für Blumen, Kresse oder anderes Gemüse, können über Jahre in einem Schrank liegen. Sie bewegen sich nicht, sie können nicht sprechen oder laufen. Auch Samenkörner wirken „tot“. Wer sie „beerdigt“, also in die Erde legt, erlebt, dass aus dem Samenkorn Leben entsteht. Ein Pflanze wächst. Aus einem scheinbar toten Samenkorn kann eine wunderschöne Blume entstehen. Auch das ist ein Symbol für die Auferstehung von Jesus Christus.

 


3. Die Raupe

Durch ein bekanntes Bilderbuch ist der Futterbedarf einer Raupe vermutlich vielen Kindern, Eltern und Großeltern bekannt. Eine Raupe schlüpft aus einem Ei und frisst sich munter durch ihr Leben. Sie wächst und frisst und wächst und frisst. So lange bis sie sich verpuppt. Dabei spinnt sie einen Faden um sich selbst, so dass ein Kokon entsteht. In diesem Kokon ist die Raupe eingeschlossen. Sie wird ganz starr und wirkt wie tot. Zumeist dauert es zwei bis vier Wochen bis der Kokon sich wieder öffnet und ein Schmetterling herauskommt. Auch das ist ein Symbol für die Auferstehung von Jesus Christus.

 


Eine Bastelanleitung für eine Blume und für einen Schmetterling findet Ihr unter „Aktuell“ auf der Homepage der Baltrumer Kirchengemeinde (www.inselkirche-baltrum.de).

 


Ein gesegnetes Osterfest

wünscht euch 

Johannes Heiber



Link -> www.inselkirche-baltrum.de

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Archiv s-press! (2015)
Quelle: Inselpastorin Anna Henken, Inselpastor Johannes Heiber, ev. Kirche Baltrum