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01.02.2019

Strandjern


... hieß es früher, wenn die alten Insulaner den Strand nach brauchbaren Dingen und vor allem nach Holz absuchten, und war nicht nur ein begehrter Zeitvertreib, sondern mitunter lebensnotwendig. Heute ist die Ausbeute mindestens ebenso spannend und ergiebig, wenn auch nicht unbedingt schön. "Die MSC Zoe" hat Anfang Januar in der Nordsee vor der Niederländischen Küste 270 Container verloren. So nach und nach schwappen deren Inhalte scheinbar an die Küste. Auf Baltrum sind es seit einigen Tagen Orchideen und Rosen, schrecklich schön, sozusagen. Doch auch viel anderer Müll treibt an... Neben den Unmengen an Plastikblumen finden sich unzählige kleine Schnipsel Paketband, vor allem im östlichen Strandabschnitt, ein großer Satz Glaslampen, gefährlich scharf zerbrochen. Und Fischernetze - die sind ja nichts Neues.
Eine Gruppe junger Baltrumerinnen und Baltrumer hat sich die vergangenen beiden Tage erbarmt und begonnen, den Strand zu säubern - eine Sisyphusarbeit, wie es scheint. Sie sind nicht die ersten, denn die im Osten aufgestellten Sammelboxen quellen schon über. Heute ging es vom Strandaufgang Liebeshütte im Osten bis zum Hafen in den Westen. Die Beute: Sieben Säcke Müll und ein Plastiksessel.
Die jungen Damen und Herren monierten, dass es zu wenige Mülleimer oder Sammelbehältnisse gibt, vor allem in Strandnähe, und dass selbige zu selten geleert würden.
Mit von der Partie waren Lukas Linn, Natascha Linn, Alexander Grunewald, Marie Bruns-Strenge, Mareike Bruns-Strenge, Ida Hinrichs und Keya Hinrichs.

P.S.:
Bevor die Blumen weggeworfen werden – die Theatergruppe hätte durchaus Verwendung für sie!

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: Bruns-Strenge, Grunewald, Hinrichs
Quelle: Keya Hinrichs