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01.05.2018

Der Vogel des Monats: die Pfuhlschnepfe


Pfuhlschnepfe - Limosa lapponica

Die Pfuhlschnepfe ist ein Brutvogel der Tundra und der Moore in der nördlichen Taiga. Den Winter verbringt sie an den Küsten Westeuropas und Westafrikas. Im Mai kann der Vogelfreund große Schwärme dieser in ihr Brutgebiet ziehenden Schnepfenvögel auch auf Baltrum beobachten. Nach ihrem langen Flug rasten sie etliche Tage im nahrungsreichen Watt, erholen und stärken sich, bevor sie weiterziehen in den Nordosten. Einige der noch nicht brutbereiten Vögel verbringen allerdings den ganzen Sommer an den Wattseiten der Ost- und Nordfriesischen Inseln und Halligen.
Mit ihrem langen, leicht gebogenen Schnabel stochern sie im feinsandigen Watt nach Wattwürmern, Muscheln, Schnecken und kleinen Krebstierchen. In ihrem Brutgebiet ernähren sie sich aber hauptsächlich von Insektenlarven und Käfern.
Im Brutkleid kann man die Männchen sofort an ihren leuchtenden rostbraunen Brustfedern erkennen. Die Weibchen, sie sind etwas größer als die Männchen, sind im Gefieder leicht dezenter gekleidet. Aus gutem Grund - so fallen sie auf dem Gelege nicht so leicht den „Eierdieben“ ins Auge.
Erstaunlich und bewunderungswürdig ist, dass es bei der großen Anzahl der Vögel, die sich in die Luft erheben, keine „Flugunfälle“ gibt. Für Zuschauer ein wahres Phänomen.

Bärbel Nannen
Nationalpark-Wartin

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: Nannen
Quelle: Bärbel Nannen