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27.04.2020

Das Gedicht zum Wochenanfang


von Bärbel Nannen

 

 

Hoffnung 

 

Das Haus ist leer, 

ich finde mich, fast selbst nicht mehr in dieser Leere wieder

und gehe durch die unbewohnten Zimmer – immer wieder.

Das Haus ist leer.

Da kann ich nun in dies und jenes Zimmer gehen und ohne anzuklopfen,

kann mich, ich mag das schon nicht mehr, in jedem Zimmerspiegel selber sehen.

Ja und manches mehr.

Das Haus ist leer, ich bin allein.

Ich könnte, und ich will nicht lügen, und dies zu gleicher Zeit, in dreißig Betten liegen.

Doch frag ich mich: Was hätte ich davon?

Ich bring das Bettzeug lieber in die Sonne.

Ja, denn eines Tages sind die ersten Gäste  nach Corona, sie sind es, DA!

 

Gedicht frei nach Karl Tüttelmann 

 

Bärbel Nannen

 

 

 

Im Osten – von Bärbel Nannen


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Bärbel Nannen: "Im Osten"
Quelle: Bärbel Nannen