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17.07.2020

Coastal Rowing


Im Juni war das erste Küstenruderboot auf der See vor Baltrum unterwegs – Überfahrten nach Norderney und Langeoog eingeschlossen. Coastal Rowing wird wohl bald auch olympische Sportart. Um so schöner für Baltrum, dass der Trend schon auf Baltrum angekommen ist, findet Heinrich Esslinger, der der Insel im September noch einmal einen Besuch abstatten will. Ansonsten war das Wasser  – zweite Junihälfte, 18 Grad, d.h. es ging ohne Neo – unerwartet abwechselungsreich: ganz ruhig zwischen Strand und erster Sandbank, auf und ab parallel zum Stand ohne Sandbank, ruhige Dünung vor den Sandbänken und teilweise heftig in der Ee bei den Überfahrten zu den Nachbarinseln. 

 

"Coastal Rowing" (das Ding muss einen Namen haben!) unterscheidet "eigentlich alles bis auf die Ausführung des Ruderschlages" vom klassischen Rudern, so beschreiben es erfahrene Coastal Ruderer. Stabilere, breitere und wendigere Boote ermöglichen die "Wildwasser-Variante" des Ruderns und dabei das "Surfen auf den Wellen".
So wie das Mountainbiking raues Gelände und neue Abenteuer für die Radfahrer erschlossen hat, eröffne das Coastal Rowing („Küsten-, Brandungs- oder Rauwasserrudern“) dem Ruderer neue Möglichkeiten und Touren auf lebhafteren Gewässern, ist bei diversen Recherchen im Internet zu lesen.

 

Aufgrund ihrer Bauweise und großen Stabilität auf dem Wasser seien die wendigen Boote besonders auch für Ruder-Anfänger, Wieder- & Quereinsteiger und als Ruderboote für die Freizeit interessant. Es sei daher auch das passende Boot für den Urlaub am Strand, heißt es im Werbetext. Die Boote sind aus Fiberglas oder Karbon. Der Bug ist etwas höher gebaut, so dass das Boot wellengängig ist, und das Heck ist offen, selbstlenzend. Wenn man so will, ein sechs Meter langes und 35 Kilogramm schweres Rennruderboot für die Küste mit Anleihen bei der Bauart eines Eisbrechers (vorn) und Trockendocks (hinten). Das Ergebnis ist – man glaubt es nicht, wenn man es nicht gesehen, oder besser auch, gefahren hat – unfassbare Eleganz! schwärmt Esslinger.

 

Das macht ja wieder Lust aufs Rudern! Schade, dass uns Kajak-Uwe in diesem Jahr nicht am Baltrum-Strand ist. Bestimmt hätte es ein Plätzchen trotz des schmalen, sturmgebeutelten Terrains für ihn gegeben. Badeturm und Volleyballnetz haben es zu guter Letzt, will heißen zur absoluten Hochsaison, auch noch geschafft...


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: Ruth Diederichs
Quelle: Heinrich Esslinger | Silke Harms, Fast Sports