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19.05.2019

Sonntagsspaziergang


In einem alten Volkslied heißt es unter Anderem: "Es singt und jubelt überall, erwacht sind Feld und Flur...“. Nur konnte man heute die eifrigen Sänger im grünen und blühenden Blätterdach fast nicht erkennen, sondern nur hören. Allen voran die Nachtigall, die tatsächlich nicht nur in der Nacht ihr Lied ertönen lässt, oder sollte man besser sagen, der Nachtigall? Amsel, Fitis, Zilpzalp, Dorngrasmücke, Buchfink, Zaunkönig und etliche andere Singvögel trillern um die Wette. Leichte Nebelschwaden ziehen durch die Dünen, bringen etwas lang ersehnte Feuchtigkeit. Diese zieht den Blick wieder auf die kleinen Schönheiten am Wegesrand, auch wenn die Namen der Pflanzen schon wieder fast tierisch klingen. 

Ob Reiher-Storchschnabel, Hundszunge, Ochsenzunge, Natternzunge = Farn,  Wolfsauge, Löwenzahn oder Gänseblümchen, alle genießen die leichte Feuchtigkeit, die in der Luft liegt. Nicht zu vergessen die kleinen Veilchen, das Vergissmeinnicht in Miniaturform, das Wiesenschaumkraut und das kräftig rote Moos zwischen den Pflastersteinen. Sie alle erfreuen das Auge des Betrachters, auch wenn manch ein Gartenbesitzer sagt:  “Ist doch alles nur Unkraut!“. Genau auch diese Pflanzen sind mit ihren kleinen und großen Blüten eine wichtige Nahrung für unsere immer weniger werdenden Insekten. 

Beim nächsten Gang in die Natur, Augen und Ohren auf!

 

Einen schönen Sonntag wünscht

Bärbel Nannen

 

 

 


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: Bärbel Nannen
Quelle: Bärbel Nannen
Gänseblümschen Hummel auf Löwenzahn Hundszunge Moos Natternzunge Ochsenzunge Noch eine Ochsenzunge Reiherschnabel Storchschnabel Veilchen Wiesenschaumkraut Wolfsauge und nochmal ein Wolfsauge