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01.05.2018

Zukunftstag Baltrum III.


Und hier die Berichte der beiden Baltrumer Schülerinnen, die am 26. April 2018 ihren Zukunftstag als Nationalpark-Rangerinnen verbracht haben.

Ein Tag als Nationalpark-Rangerin
von Lena Wach

"Am Zukunftstag 26.04.2018 hatte ich die Möglichkeit, einen Tag lang im Nationalpark Wattenmeer eine Nationalpark-Rangerin zu spielen. Mit dem Fahrrad sind wir vom einen zum anderen Ende der Insel gefahren und haben viel erlebt, dabei haben wir uns relativ gut angefreundet. Los ging es am Nationalparkhaus, wo wir uns getroffen haben. Von dort aus sind wir ein Stück mit dem Fahrrad gefahren und haben mit dem Spektiv Austernfischer und Brandgänse beobachtet. Als wir gesehen haben, welche Unterschiede die Schnäbel der Austernfischer haben können, sind wir weiter östlich gefahren und haben das Spektiv und das Fernglas zur Hand genommen, womit wir Gruppen von Austernfischern, Ringelgänsen, Brandgänsen und Weißwangengänsen beobachtet haben. Nicht einmal der Katastrophenweg konnte uns davon abhalten, bis zum Rand der Insel zu fahren und Vögel zu beobachten. Dort stand uns nichts im Wege, ein Foto zu machen. Weiter ging es dann in Richtung Oststrand, wo wir eine kleine Pause einlegten. Als wir uns alle sattgegessen hatten, gingen wir zum Oststrand, um nachzuschauen, ob dort schon verschiedene Vogelarten brüten, welches nicht der Fall war. Wir haben wieder viele Fotos gemacht und sind dann direkt zum Nordstrand gefahren, wo wir das Highlight des Tages erlebt haben, welches ein brütender Sandregenpfeifer mit Vollgelege (ein Nest mit vier Eiern, also maximale Anzahl an Eiern) gefunden haben, dort wurde direkt am Nachmittag abgezäunt. Leider war danach nur noch der Heimweg drin.
Es hat sehr viel Spaß gemacht zu dritt um die Insel zu radeln!"

Lena Wach




Zukunftstag 26.04.18
von Anne Helm

"Für den Zukunftstag habe ich mir dieses Jahr den Beruf „Nationalparkranger“ ausgesucht. Anette Müller ist auf Baltrum für den Nationalpark Wattenmeer zuständig und hat angeboten, Kinder über die Insel zu führen und ihnen Natur und Tiere zu zeigen. Außer mir war noch Lena Wach dabei.

Wir haben uns um 08.00 Uhr beim Nationalparkhaus getroffen. Dann sind wir hinunter an den Hafen gegangen, wo wir durch ein Spektiv Vögel beobachten konnten, die sich auf den Salzwiesen versammelt hatten. Es war für mich sehr spannend, die Vögel einmal so aus der Nähe betrachten zu können.
Von ca. 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr sind wir mit dem Fahrrad über die ganze Insel gefahren und waren am Süd-, Ost- und Nordstrand. Ich habe noch einige neue Vogelarten und ihre Besonderheiten kennen gelernt, wie z. B. den Löffler mit seinem löffelförmigen Schnabel. Außerdem haben wir viele Möwen, Austernfischer, Gänse und Enten gesehen. An den Stränden konnte man wegen des Windes sehr gut erkennen, wie Dünen entstehen. Zwischendurch haben wir eine kurze Picknick-Pause gemacht, in der wir gefrühstückt und uns kurz ausgeruht haben.
Zum Schluss haben wir ein kleines Highlight erlebt: Am Nordstrand haben wir das Nest eines Sandregenpfeifers gefunden. Diesen Brutvogel hatte Anette Müller schon vorletztes Jahr hier auf Baltrum beobachten können, und es ist toll, dass es nun bald wieder Nachwuchs gibt! Damit der Vogel in Ruhe brüten kann und nicht von Touristen gestört und vertrieben wird, wurde der Bereich noch am selben Abend abgesperrt.
Es war ein toller, aufregender aber auch anstrengender Tag. Ich finde die Arbeit der Rangerin sehr interessant! Mir gefällt an dem Beruf, dass man viel draußen ist, sich bewegt und vor allen Dingen, dass man die Tiere und die Umwelt schützen kann."

Anne Helm

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Zukunftstag für Mädchen und Jungen

In Deutschland wird im Rahmen eines bundesweiten Aktionsprogramms seit 2001 jährlich der „Girls' Day" durchgeführt. In vielen Bundesländern wird dieser Tag als „Girls' Day" veranstaltet, um speziell Mädchen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu motivieren. Niedersachsen gestaltet diesen genderorientierten Tag nicht nur als „Girls' Day", sondern als „Zukunftstag für Mädchen und Jungen".

Link -> Niedersächsisches Kultusministerium

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: Müller
Quelle: Anette Müller, Lena Wach, Anne Helm