
16.03.2026 - Saisonstart: Nationalpark-Haus
16.03.2026 - Konfirmation 2026
16.03.2026 - Neustart: „Zum Steuerrad"
16.03.2026 - Dienstag: Inselreinigung
15.03.2026 - Saisonstart im Kinderspöölhus
15.03.2026 - Roter Kloot vermisst
14.03.2026 - Ab Sonntag wieder Verhungernix
13.03.2026 - CDU nominiert Kommunalwahl-Kanditaten
13.03.2026 - Das gesunde Baltrumer Nordseeklima
12.03.2026 - Jann Bengen kandidiert für das Bürgermeisteramt
12.03.2026 - Inselschul-Projekt Organspende
12.03.2026 - Café Störtebeker Donnerstag geöffnet
12.03.2026 - Postfiliale am Freitag: nur Abgabe
11.03.2026 - HZV: Verbandsversammlung am 18. März
10.03.2026 - KSV: JHV am 18. April 2026
10.03.2026 - Rat 9.3.26 IV
10.03.2026 - Rat 9.3.26 Teil III
10.03.2026 - Rat 9.3.26 Teil II
10.03.2026 - Ratssitzung am 9. März 2026
10.03.2026 - Konfirmation
09.03.2026 - IUS III
09.03.2026 - IUS II
09.03.2026 - Insulaner unner sück!
05.03.2026 - TenneT: Es geht wieder los!
04.03.2026 - Störtebekers Angebot
17.06.2022
Welterbe-Forum
Wilhelmshaven, 17.06.2022 - Presseinformation der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer
Willkommen zurück – was gibt‘s Neues aus dem Weltnaturerbe Wattenmeer?
Beim 11. Weltnaturerbe-Forum am 16. Juni in Wilhelmshaven warfen die Akteure der Welterbe-Gemeinschaft einen Rück- und Ausblick auf die gemeinsamen Aktivitäten
Seit der Auszeichnung zum UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer 2009 trafen sich die Akteure aus Naturschutz, Kommunen, Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Tourismus und Umweltbildung jährlich zum Weltnaturerbe-Forum – bis zur pandemiebedingten Pause. Die Referentinnen und Referenten beleuchteten daher vor 85 Teilnehmenden, darunter auch Gäste aus Schleswig-Holstein und den Niederlanden, was seit 2020 in Sachen nachhaltiger Tourismus am Wattenmeer erreicht wurde. Das Programm spannte den Bogen von neuen Erkenntnissen über die Gäste und ihre Ansichten, über neue Naturerlebnisansätze und ein Projekt zu fossilfreien Antrieben im Sportbootbereich bis hin zu einem Beispiel, wie die Pflege des kulturellen Erbes der plattdeutschen Sprache Hand in Hand geht mit Bildungsarbeit zum Wattenmeerschutz.
„Der Schutz des Weltnaturerbes und die nachhaltige Entwicklung in der Wattenmeer-Region lebt langfristig nur im Austausch und in Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren“, hob Peter Südbeck, Leiter der einladenden Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, in seiner Einleitung hervor und betonte die besondere Gemeinschaftsleistung und das große Netzwerk als Erfolg des Weltnaturerbes in unserer Region.
Ihren ersten Auftritt als Mitveranstalterin hatte die im Januar gegründete Tourismus Agentur Nordsee (TANO), die das Destinationsmanagement für die niedersächsische Nordsee inklusive Bremerhavens bündeln wird. Der kommissarischen Geschäftsführer Göran Sell unterstrich: „Die TANO setzt sich für einen nachhaltigen Tourismus im Welterbe Wattenmeer ein. Wirklich zukunftsfähig bleibt er nur, wenn er in der Region umweltschonend, sozialverträglich und wirtschaftlich tragfähig gestaltet wird.“
Einen Blick auf die internationale Zusammenarbeit und wie diese verknüpft ist mit regionalen Aktivitäten, warf Bernard Baerends, Leiter des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats (CWSS). Ein Beispiel dafür ist das Interreg VB Nordseeraum-Projektes PROWAD Link mit 15 Projektpartnern aus fünf Nordseeanrainerstaaten, das zum Ziel hat, nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung stärker mit Naturschutz zu verknüpfen. Im Rahmen des Projektes erfolgte 2020/21 eine Befragung von Übernachtungsgästen im dänisch-deutsch-niederländischen Wattenmeergebiet. Henrike Beer vom durchführenden Nordeuropäischen Institut für Tourismus- und Bäderforschung (NIT) in Kiel, gab einen Einblick in die neuesten Erkenntnisse. U. a. wurde auch die Kenntnis und Bedeutung des Status des Wattenmeeres als Weltnaturerbe abgefragt: So gaben 99 % der Befragungsteilnehmer in Niedersachsen an, der Status als Weltanteurerbe sei ihnen bekannt. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass den Menschen Naturschutz sehr wichtig ist, sie die Maßnahmen zum Erhalt des Erbes umfassend unterstützen und auch bereit sind, sich finanziell daran zu beteiligen. So ist die Bereitschaft, mehr Geld für eine Unterkunft mit Umweltauszeichnung auszugeben (28 %) und den Naturschutz vor Ort mit einer Spende zu unterstützen (45 %) auch seit 2017 deutlich gestiegen. Die länderspezifischen Kurzberichte der Gästebefragung sind online veröffentlicht auf https://www.waddensea-worldheritage.org/de/ unter dem Stichwort Ressourcen.
Wie mit einem Masterplan das Naturerlebnis Ostfriesische Inseln konzeptionell neu aufgestellt werden soll, stellte Martin Schobert vom Beratungsbüro Saint Elmo’s Tourismusmarketing Innsbruck, am Beispiel Borkum vor. Das Projekt der Nationalparkverwaltung mit der Ostfriesischen Inseln GmbH und der Nordseeheilbad Borkum GmbH will unter anderem mit dem Einsatz von neuartigen Landmarken mutige Schritte in der Informationsvermittlung gehen, die auf einem ganzheitlichen Ansatz von Naturerfahrungen am Wattenmeer basieren.
Als „vergessene Tageszeit“ stellte Dr. Andreas Hänel, Sprecher der Fachgruppe Dark Sky der Vereinigung der Sternenfreunde, das Naturerlebnis Dunkelheit am Beispiel Spiekeroog in den Blickpunkt. Auf Spiekeroog ist noch ein besonders dunkler Sternhimmel zu beobachten. Damit er erhalten bleibt, wurde die öffentliche Beleuchtung so angepasst, dass möglichst wenig künstliches Licht an den Himmel gelenkt wird. Mit dieser Selbstverpflichtung wurde die Insel im vergangenen Jahr offiziell als Sterneninsel gemäß der IDA (International Dark-Sky Association) anerkannt und ergriff Maßnahmen zur Kommunikation dieses Vorzugs. Der Schutz der Dunkelheit ist ein wichtiges Ziel der trilateralen Arbeit zum Weltnaturerbe, und so wurde auf Spiekeroog sehr schnell und erfolgreich ein Meilenstein dieser Aktivitäten umgesetzt.
Wie sich die Pflege des Kulturerbes auch mit Umweltbildung verknüpfen lässt, zeigte Grietje Kammler vom Plattdüütskbüro der Ostfriesischen Landschaft unter anderem am Beispiel Plattdüütskmaant 2021. Da lautete das Motto „Uns Wadd. Uns Platt. Uns Oostfreesland.“ Zum Programm gehörten plattdeutsche Wattführungen und vier Sonderfolgen zum Leben im Watt im Onlinesprachkurs „Löppt“. Die sprachübergreifende Vermittlung von Information, Bildungsinhalten und Freude erfuhr eine enorme öffentliche Resonanz, auf die weiterhin aufgebaut werden soll.
Ein Schlaglicht auf die Möglichkeiten und Hindernisse für eine fossilfreie Klein- und Freizeitschifffahrt warf Christian Bahlke, Mitarbeiter für das Projekt WATTfossilfrei beim Mellumrat e.V.. Es wird daran gearbeitet, mit Sportboothäfen entlang der Küste immer mehr klimaschonende Energieangebote zu entwickeln.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich zum Abschluss der Veranstaltung einig, wie wichtig das persönliche Treffen für die gemeinsame Arbeit ist, als Plattform des Erfahrungsaustausches, zur Weiterbildung und dem Generieren neuer Ideen zum Wohle des Weltnaturerbes Wattenmeer.
Links:
Das Interreg-Projekt PROWAD LINK https://northsearegion.eu/prowad-link
Masterplan Naturerlebnis Borkum https://lebensraum-borkum.de/wp-content/uploads/2022/04/Dat-Borkum-Book_Masterplan.pdf
Sterneninsel Spiekeroog: https://www.spiekeroog.de/sterneninsel/
Plattdüütskbüro: https://www.ostfriesischelandschaft.de/8.html
Das Projekt WATTfossilfrei https://www.mellumrat.de/projekte/wattfossilfrei/wattfossilfrei/
Autor: Sabine Hinrichs
Foto: NLPV
Quelle: Nationalpark-Verwaltung Niedersächsisches Wattenmeer
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