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10.10.2019

Was fliegt denn da?


QR-Codes unterstützen die Zugvogel-Beobachtung

11. Zugvogeltage vom 12. bis 20. Oktober 2019

 

Neuer digitaler Zugang zur bundesweiten Datenbank ornitho.de schafft eine zukunftsweisende Verknüpfung von Wissenschaft, Naturschutz und Naturerlebnis - QR-Codes öffnen interessierten Laien Einblick in aktuelle Beobachtungen von Vogelexperten

 

Pünktlich zum Beginn der 11. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (12. – 20. Oktober 2019) besteht jetzt die Möglichkeit, an interessanten Beobachtungspunkten per Smartphone direkt und tagesaktuell angezeigt zu bekommen, welche Vogelarten an diesem Ort zuletzt beobachtet wurden. Auf Borkum, Juist, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge sowie im Norderland, am Jadebusen, in Butjadingen und an der Wurster Küste haben die Nationalpark-Ranger*innen sogenannte QR-Codes an Infotafeln und Beobachtungshütten angebracht. Wer die quadratischen Schilder mit dem charakteristischen schwarz-weißen Muster mit dem Mobilgerät scannt, erhält eine Verbindung zur Onlineplattform ornitho.de. Alle Beobachtungen, die dort im Umkreis von ein bis drei Kilometern in den beiden vergangenen Wochen gemacht und bei ornitho.de eingegeben wurden, werden sofort angezeigt (QR steht für quick response). Die ersten 20 QR-Codes in zehn Beobachtungsgebieten sind erst der Anfang. Sukzessive soll dieses Angebot auf weitere Gebiete im und am Nationalpark ausgebaut werden.

Ornitho.de ist wird deutschlandweit vom DDA (Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V.) mit Sitz in Münster organisiert und ist Deutschlands größte vogelkundliche Beobachtungsplattform. Aktuell sind dort über 20 Millionen Daten hinterlegt. Dabei ist ornitho.de ein echtes Mitmach-Projekt, bei dem Vogelbeobachter ihre Beobachtungen melden und mit anderen teilen können. „Die gute Neuigkeit: Über die QR-Codes erhalten jetzt auch Vogelinteressierte, die selbst keine Daten eingeben, Zugang zu den Meldungen auf ornitho.de“, erklärt Nationalparkleiter Peter Südbeck. „Vielleicht bekommt die eine oder der andere dadurch auch Lust, sich in die Vogelkunde einzuarbeiten und selbst Teil des großen bürgerwissenschaftlichen Projektes ornitho.de zu werden.“ Ornitho.de ist auch die Datenbasis für den Zugvogeltage-Aviathlon, der am kommenden Samstag losgeht: Bei diesem Wettstreit geht es darum, auf welcher Insel bzw. in welcher Küstenregion während der Zugvogeltage die meisten Vogelarten gesichtet wurden. Auch diese Beobachtungen werden in ornitho.de hinterlegt. Durch die neuen QR-Codes können Zugvogelfans unmittelbar „mitfiebern“, wer das Rennen machen wird.

Vogelbeobachtung an der Küste und auf den Inseln erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit – in den letzten Jahren mit deutlich steigender Tendenz. Die weitläufige Wattenmeerlandschaft mit ihren Wattflächen, Salzwiesen und Dünen bietet einer Vielzahl von Vogelarten ausgedehnte und ungestörte Rast- und Nahrungsgebiete. Die Liste der zu beobachtenden Vogelarten ist lang: etwa 300 Vogelarten lassen sich im Nationalpark beobachten.

 

Während der Zeit des Vogelzuges im Frühjahr und Herbst sind besonders viele Vogelarten und -individuen im Wattenmeer zu sehen. Das lockt Vogelbeobachter und Naturliebhaber, denen während der Zugvogeltage ein vielfältiges Programm aus über 250 Veranstaltungen geboten wird.

 

Standorte der ersten 20 QR-Codes im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer:

•        Borkum: Kiekhütte Reedeheller, Ronde Plate, Hafen

•        Juist: Informations-Hütte Kalfamer

•        Langeoog: Aussichtsplattform Flinthörn

•        Spiekeroog: Info-Pavillon Leegde, Nationalparkhaus Wittbülten

•        Wangerooge: Osthütte Mellumrat, Jever-Plattform

•        Norddeich: Vogelhütte Osthafen

•        Neßmersiel: Vogelbeobachtungsturm am Speicherbecken

•        Jadebusen-Sehestedt: Nationalpark-Station Sehestedt,

          Beobachtungshütte Sehestedter Moor, Salzwiesenpfad

•        Langwarder Groden: Beobachtungshütte, Bohlenweg, Wanderweg am Priel,

          Aussichtsplattform auf dem Vordeich

•        Wurster Küste: Beobachtungshütte Dorum

 

 

Der Borkumer Ranger Simon Potthast beim Test des frisch montierten QR-Codes. Foto: Nationalparkverwaltung


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Foto: NLPV
Quelle: Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer