
18.10.2026 - Gospeltage auf Baltrum
16.10.2026 - Aufgussnachmittag im SindBad
13.10.2026 - Konzert mit Shakti & Matze fällt aus!
13.10.2026 - ZVT: Wanderung in den Wilden Osten
13.10.2026 - Ein unvergessliches Erlebnis
13.10.2026 - Mittwoch: Auf Hoher See!
13.10.2026 - Nächsten Dienstag ShantyChor!
13.10.2026 - Champions League in der SchirmSeaBar
13.10.2026 - Postfiliale schließt zum 31. Oktober
13.10.2026 - Heute: Beckenbodengymnastik für Männer
13.10.2026 - Das Tor der Sieben Inseln
13.10.2026 - Öffnungszeiten Postfiliale
12.10.2026 - Ausblick: Seehund über Jahreswechsel geöffnet
09.10.2026 - Zugvogeltage eröffnet
08.10.2026 - Coming of Age
07.10.2026 - Letzte Klappe! Tante Wanda
06.10.2026 - Grundwassererkundung per Hubschrauber
06.10.2026 - Heute singt der ShantyChor!
05.10.2026 - Rote Herbstpracht
05.10.2026 - Dienstag keine Rote Tonne
02.10.2026 - Kunst mol kieken hat am Wochenende auf
02.10.2026 - Nipptied fällt aus
02.10.2026 - Musik verbindet
02.10.2026 - Letztes Geleit
01.10.2026 - Neue Kinderspielhaus-Zeiten
13.01.2025
Een Leserbreev
Een Leserbreev
van Edzard Meyer
Ich bin nun schon seit gut vier Jahren Buteninsulaner, dennoch gestattet Ihr mir bitte ein paar subjektive Gedanken aus der Ferne zur Entwicklung der Insel, die ich hier so entspannt beobachte. Ik hebb ja Tied, und zudem bin ich auch noch mit im „Geschäft“ (Inselmarkt) – von daher ist für mich die Entwicklung für die zukünftige Strategie des Inselmarktes natürlich von großer Bedeutung.
Auffallend sind für mich die schrumpfenden Gästezahlen, die m. E. nicht nur, aber auch gleichzeitig mit dem sukzessiv schrumpfenden Angebot an Gästebetten zu tun haben. Seit vielen Jahren gehen immer mehr Häuser in Privateigentum, in Dauermietwohnungen oder kompletten Leerstand über. Hotels schließen komplett oder fahren ihr Angebot teilweise zurück. Zunehmend bieten einige Unternehmen ihr Angebot nur noch in in einer erweiterten Hauptsaison an, welches bedeutet, dass in den Nebensaisonzeiten keine Gäste angenommen werden. Ein jeder Unternehmer wird seine privaten und durchaus verständlichen Gründe für diese Rückschritte haben, aber diese Entwicklung nimmt ein Ausmaß an, welches für das kleine Baltrum ruinös werden könnte, wenn das so weitergeht. Das Strandcafé ist kein Zugpferd mehr, kein Töwi mehr, die Post und das Kino schließen, der Inselmarkt fährt gezwungenermaßen in Sachen Backwaren sein Angebot zurück und, ach, im nächsten Jahr könnte der Seehund seine Pforten schließen. Die Kaufkraft, die Gästebeiträge, die Steuern schwinden und somit ist in der Folge auch die ohnehin klamme Gemeinde nicht mehr gut in der Lage, die Infrastruktur einigermaßen zu erhalten, geschweige denn auszubauen.
Natürlich gibt es auch sehr positive Signale, wie die neuen Angebote am Strand durch den mutigen Unternehmergeist einiger junger Baltrumer. Der Wuppdi-Park, super! Sehr gut auch, dass das Kulturgut Pferdeinsel als Attraktion erhalten bleibt. Auch die vielen ehrenamtlichen Angebote der Insulaner in den verschieden Gruppierungen sind einfach Weltklasse! Ganz sicher machen diese bravourösen Aktivitäten Baltrum zusätzlich liebenswert. Aber die Frage ist, ob dies ausreichend ist, um die Konjunktur wieder zu beleben?
Ich habe auch kein Rezept, aber was mir auch weiterhin auffällt ist, dass die Übernachtungspreise derart explodiert sind, wie sie für die Destination Baltrum nach meiner Meinung nicht mehr angemessen sind. Weniger Gäste, dafür die Preise anheben um den gleichen Umsatz zu erzielen, kann kein Rezept sein. Auch die Baltrum-Linie ist wie immer kräftig dabei. (Nur die Pferdespedition hat man noch im Zaum!:) In der Wirtschaft greift eigentlich die Formel, dass Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Die Frage ist, ob die Nachfrage auf Baltrum wirklich so hoch ist, dass sich diese Preise rechtfertigen lassen. Wir können uns nun mal nicht mit anderen Inseln vergleichen. (Habe noch zu einigen Stammgästen Kontakt, die mir sagen, dass die Überfahr- und Übernachtungspreise viel zu teuer geworden sind und die sich dadurch zunehmend abgeschreckt fühlen).
Wie erfüllt man die leeren oder fast leeren Immobilien wieder mit Leben? (Ein Gesetz zu dieser Thematik wurde doch nach meiner Erinnerung beschlossen, aber wird es auch angewendet, und was kann es tatsächlich bewirken?)
Als trauriges Beispiel ein ehemalig wunderschönes Hotel mit Schwimmbad, Restaurant und traumhaften Terassencafe liegt seit einigen Jahren brach. Alle sind eigentlich traurig darüber. Natürlich kann man da per Gesetz nichts machen, aber Eigentum verpflichtet doch auch, besonders in dieser Größenordnung. Gibt es denn nicht irgendwelche frische Lösungen in konstruktiver Zusammenarbeit mit Eigentümer, Gemeinde und Ratsleuten, um hier beispielsweise einen Investor zu finden, der dieses Schloss wieder zum Erstrahlen bringen kann? Das allein würde Baltrum schon sehr helfen!
Baltrum braucht eine grundsätzliche Denkweise, die dringend das gesamte Geschäftsmodell Baltrum im Zusammenspiel in den Blick nehmen muss, bzw. Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft tragen muss und nicht auf die eigene private Wirtschaftlichkeit oder Bequemlichkeit gerichtet sein darf.
Apropos Rat... ein Blick von außen, der sicher nicht durchdringend ist: Gibt's den noch oder sind die Ratsleute nur noch Jasager*innen geworden, so nach dem Motto: „Uns Börgmester mokt dat all. Wi hebben keen Tied“ … Eben nur Verwaltungsarbeit ohne störende Einflüsse von außen, nur notwendige Sitzungen, keine Anträge oder Ideen, keine Visionen und in jede Richtung Intransparenz. Überraschend erfahren die Bürger nebenbei die Nachricht über den Abriss des Feuerwehrhauses und den Neubau eines Nationalpark-Hauses. Andere wichtige Infos, wie sich beispielsweise die Übernachtungszahlen im Vergleich zu 2019 (vor Corona) entwickelt haben, gibt es nicht.
Der neue „Marketingstratege“ hat zwar keinen leichten Stand in seinem Job, auch wegen fehlender Geldmittel, aber trotzdem muss die Frage nach gewisser Zeit erlaubt sein, wie der Stand der Dinge ist zu Themen wie „Runder Tisch“ oder Aktionen zur Gästegewinnung und überhaupt, was so läuft unter einer professionellen Federführung.
Baltrum ist die Schönste, sie bleibt das „Dornröschen der Nordsee“, aber seid gewiss und freut Euch drauf: Zum Herbst diesen Jahres kommen sie wieder ans Licht, vermutlich diesmal nur die Herren, wenn es wieder darum geht, einen Sitz als Statussymbol im Gemeinderat zu erhalten.
Ohne Fettnapftreterei kann man sowas nicht schreiben, deshalb: Nichts für ungut!
Allen ein erfolgreiches Jahr 2025!!
Edzard Meyer
Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Sabine Hinrichs
Quelle: Edzard Meyer
Baltrum-Online.de ist ein werbefreies und unabhängiges Angebot. Wir berichten ehrenamtlich und frei über die Insel Baltrum und stehen in keinerlei Verbindung zur Gemeinde Baltrum.
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