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10.01.2021

Des Rätsels Lösung


Da hat er sich was angetan, Rolf Meyer, der 1. Vorsitzende der Inselfreunde Baltrum!

Es sind über zwanzig Meldungen mit teilweise rührenden Geschichten über die diversen Beziehungen zu "Stadtlander" eingesandt worden – abgesehen von den auf Facebook zu verfolgenden und sich gegenseitig inspirierenden Kommentaren! Es soll vorgekommen sein, dass an Ort und Stelle die Frau des Lebens kennenzulernen war....

 

Die Auswertung war sehr schwer, fasst Rolf zusammen. Einige hätten sich wegen des Fix- und Foxi-Heftes im Arm des kleinen sechsjährigen Jungen sehr tief in die Materie eingearbeitet, um auf das richtige Jahr zu schließen.

 

Hier nun das Ergebnis. Es möge von Zeitzeugen oder der Inhaberfamilie Stadtlander korrigiert und verbessert werden. Rolf selbst war zum Fototermin noch keine zwei Jahre alt und somit erst den dritten Sommer auf der Insel...

 

Dienstleistungen

 

1. Fotokästen, nur andeutungsweise ganz links im Bild:
Es war tägliche Pflicht, die kleinen Aufnahmen (deshalb schaut die Frau auch so genau), die Tag für Tag bei der Anreise, am Strand oder auch bei den Abendveranstaltungen im Strandhotel Wietjes gemacht wurden, zu kontrollieren, so wie es später auch bei Baltrum TV und seinem Vorgänger im digitalen Format war. Leider ist so etwas heute aus Datenschutzgründen undenkbar, dafür hat die Digitalisierung zugeschlagen, und jede/r kann seine (Handy-)Fotos der Welt jederzeit zugänglich machen.

 

2. Schaufelverleih
Neben dem Bollerwagenverleih, der auch oft genannt wurde, wurden natürlich auch Schaufeln zum Bauen der lebenswichtigen Burgen verliehen. Das war ein Must Have! Ohne Burg kein Urlaub! Und die Strandburg war natürlich in der ersten Reihe, die dann bei Springflut verteidigt werden musste!
Neben dem Schaufelverleih gab es übrigens auch Bambusstangen als Flaggenmasten, um Flaggen daran zu befestigen. Eine Tradition, die heute nur noch von ganz wenigen Urlaubsfamilien gefrönt wird. Daran hat sich aber niemand erinnert.

 

3. Die Waage, klar.

Übrigens schrieben einige, sie hätten immer hinten einen Fuß drauf gesetzt, damit sie mehr anzeigte bei dem sich Wiegenden – und ganz viele sind froh, dass es so etwas heutzutage nicht mehr gibt, im Urlaub...

 

4. Briefkasten, auch klar.

Der ist jetzt gegenüber. Ob sich der amtliche Verkauf von Postwertzeichen allerdings
unterscheidet von den Mäppchen, die man heute noch kaufen kann? Vielleicht so, dass heute keine Marken mehr vom dem Verkäufer aufgeklebt werden, die vorher mit der Zunge angeleckt wurden. Postwertzeichenverkauf wurde genannt, zählte aber nicht für die Lösung.

 

5. Bildzeitungskasten mit Geldeinwurf

Eine große Tradition. Der ein oder andere musste gestehen, selber im Urlaub
manchmal der Versuchung nicht widerstanden zu haben, dieses Blättchen zu
kaufen. Wenigstens stimmten die Sportergebnisse immer.

 

6. Zeitungsständer außerhalb
Rolf meint, sich daran erinnern zu können. Auf jeden Fall gibt es den heute aber nicht mehr.


Neben dem Bollerwagenverleih wurden als Lösungen noch ganz andere Dienstleistungen genannt, die dem Slogan "Alles trifft sich bei Stadtlander" eine klare Basis gaben. Sie zeigen, welche Mulitfunktionalität solch eine Institution wie Stadtlander auf Baltrum hatte: Kosmetik / Fußpflege / Ball- und Strandspielzeugverleih (?) / Fotoapparatverleih und Filmentwicklung / Passfotos / Apotheke (?) und Bank
(?) / Zeitschriften und Buchverleih. (Und später Fasanenfutter, Anm. d. Red.)

Das hört sich alles nach einer nachhaltigen Kreislaufökonomie an, die es früher schon auf der Insel gab.

 

Und unvergessen: die Doornkaatuhr !!! Hier traf sich die gesamte Jugend der Insel inkl. der Gästejugend allabendlich um 20.00 Uhr und zog dann – "weil die Kajüte, der Inselkeller und das Schienfatt uns damals nicht wollten!" – mit Gitarren, Rolinckbier und eben Doornkaat in die Dünen oder an den Strand.

 

Was  für  eine  Zeit !

 

 

 

 

Jetzt zum Datum des Fotos:

Das war 1959!


Hier hatten einige aus dem Fix- und Foxi Heft geschlossen, dass es 1958 gewesen sein müsste. Der kleine Junge im Bild wurde aber erst Ostern 1959 eingeschult, und die Dias stammen eben aus 1959. Scheint, dass die Eltern sehr sparsam, oder die Hefte erst mit Zeitverzug auf der Insel erhältlich waren...


So, das wirklich tolle Inselfreundehoodie von Elkline (beste Qualität und fast ausverkauft) hat ganz ganz knapp Conrad Schepers gewonnen! Für das Fix- und Foxi Heft wurde dann doch noch ein kleiner Sonderpunkt vergeben... und das Jahr war ja mit plus-minus eins zu ermitteln.

 

Alle vier andere, die mit sechs Punkten inkl. Jahresangabe fast gleichauf lagen, können Ostern oder im Sommer bei uns Inselfreunden gegen eine kleine Spende (noch besser: gleich eintreten!) auch ein Hoodie bekommen, wenn noch eine passende Größe vorhanden ist. Bitte einfach eben per eMail melden!! Übergabe wird geregelt, wenn Ihr wieder auf die Insel dürft.

 

Ich wünsche uns allen einen tollen Sommer!


Rolf


Inselfreunde Baltrum e.V

 

 


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: Familie Meyer
Quelle: Rolf Meyer, Inselfreunde Baltrum e.V.