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29.01.2019

ADAC Luftrettung Bilanz 2018


Die ADAC Luftrettung hat ihre jährliche Luftrettungsbilanz vorgestellt. So auch für den Sander 24-Stunden-Rettungshubschrauber mit Rettungswinde "Christoph 26", der oft für Baltrum im Einsatz ist. Der "Inselretter" wird in diesem Jahr 40 Jahre alt, denn am 15.11.1979 wurde am heute so genannten Nordwest-Krankenhaus in Sanderbusch der Rettungshubschrauber "Christopher Friesland" der S.O.S. Flugrettung in Dienst gestellt. Im Jahr 1983 übernahm die heutige ADAC Luftrettung gGmbH den Flugbetrieb.



Die Historie des Standortes können Sie hier nachlesen. Dort finden Sie auch die Einsatzzahlen-Statistik der letzten 40 Jahre für "Christoph 26" zusammengestellt.

So wurden im Jahr 2018 1501 Einsätze verzeichnet, was einen leichten Anstieg zum Vorjahr darstellt, als noch 1404 Einsätze geflogen wurden.


Deutschlandweit ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung mit ihren Rettungshubschraubern im Jahr 2018 zu 54.356 Einsätzen gestartet. Damit erreichten die fliegenden Gelben Engel mit täglich rund 150 Notfällen das hohe Niveau des Vorjahres (54.491).



Einsatzursache Nummer eins waren bei den oft lebensrettenden Einsätzen mit 48 Prozent wieder internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen. In elf Prozent der Fälle wurden die Lebensretter zu neurologischen Notfällen (zum Beispiel Schlaganfall) und in 13 Prozent zu Freizeitunfällen (Sport- und häusliche Unfälle) gerufen. Bei elf Prozent war ein Verkehrsunfall die Ursache. Unter den versorgten Patienten waren mit knapp 60 Prozent auch diesmal wieder deutlich mehr Männer als Frauen. Etwa jeder zwölfte Patient war ein Kind oder Jugendlicher.



Gerade in ländlichen Regionen, wo es oft an Notärzten mangelt, ist der Rettungshubschrauber häufig der schnellste und einzige Weg, den Notarzt zeitgerecht zu schwerverletzten oder kranken Menschen zu bringen – und diese schonend in eine geeignete Klinik zu transportieren. „Gegen die Zeit und für das Leben“; heißt dabei die Maxime der Luftretter. Patienten, die innerhalb der „Golden Hour“ in Spezialkliniken gebracht und versorgt werden können, haben deutlich bessere Chancen zu überleben und vollständig zu gesunden.



Bundesweit arbeiten für die ADAC Luftrettung, die ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung ist, mehr als 1000 Personen – darunter rund 160 Piloten, etwa 230 Notfallsanitäter (TC HEMS) und rund 580 Notärzte.In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten.

Bei ihrer Arbeit können die Crews auf die modernsten Rettungshubschrauber zurückgreifen. Mit ihnen wurden 2018 rund 3,3 Millionen Kilometer zurückgelegt. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz betrug rund 30 Minuten. 2018 hat die Luftrettung ihren jüngsten Flottenwechsel abgeschlossen. 17 ältere Helikopter sind durch hochmoderne H145 und H135 ersetzt worden. Diese Maschinen sind leiser, leistungsstärker und nachtflugtauglich. Luftrettung in der Dunkelheit wird immer wichtiger. Mit den ersten Nachteinsätzen in unbekanntem, unbeleuchteten Gelände wurde hier im vergangenen Jahr in Senftenberg in Brandenburg ein neues Kapitel des Rettungsdienstes aus der Luft aufgeschlagen. Möglich sind solche Rettungseinsätze in der Dunkelheit durch spezielle Nachtsichtbrillen. Sie sind Teil eines hochmodernen „Night-Vision-Imaging-Systems“, kurz NVIS genannt.

 

 

 


Autor: Dennis Jost
Fotos: Jörn Fries, ADAC Luftrettung
Quelle: ADAC Luftrettung