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30.11.2017

OFI 2.0


Die OFI (Werbegemeinschaft der Ostfriesischen Inseln) soll im kommenden Januar als GmbH auf Borkum gegründet werden. Ob Baltrum der Gesellschaft beitritt, ist von Bedingungen abhängig, die am Dienstagabend bei der Ratssitzung auf Baltrum diskutiert und beschlossen wurden.
Die Kosten seien für Baltrum unverhältnismäßig hoch, hatte bereits der Verwaltungsausschuss befunden. Ein Sockelbeitrag von 30.000 Euro pro Insel schlägt für die kleinen Insel schwerer zu Buche als für die großen. Es entstünde so ein Ungleichgewicht, konstatierte Ratsvorsitzender Jann Bengen (CDU) und fragte sich, wo die Solidarität bleibe. Bei den Reedereien würde nach Beförderungszahlen gerechnet - die Reederei Baltrum-Linie wird so neu mit dabei sein. Um die Gesellschafter gleich zu behandeln, müsste es folgerichtig nach den Übernachtungszahlen gehen, rechnete er vor. Ein Beitritt für Baltrum sei nur nach Überarbeitung der Beitragssatzung möglich, stimmten die übrigen Ratsmitglieder zu. Bürgermeister Berthold Tuitjer hielt dagegen, dass jede Insel gleichermaßen von den Werbemaßnahmen der OFI profitieren würde, was den hohen Sockelbetrag rechtfertige. Gegen seine Stimme beschloss der Gemeinderat den Beitritt zur OFI GmbH unter der Bedingung, die Übernachtungszahlen für den Mitgliedsbeitrag zugrunde zu legen.

Hintergrund:
Die sieben Ostfriesischen Inseln waren viele Jahre Mitglied der Nordsee GmbH, innerhalb dieser sie sich zusätzlich in der Werbegemeinschaft der Ostfriesischen Inseln OFI verständigten und gemeinsame Werbeaktionen durchführten. Die Interessen der Küstenbadeorte und des Ostfriesischen Binnenlandes waren oftmals zu unterschiedlich. 2016 verließen die großen Insel die Nordsee GmbH, zu Ende des Jahres auch Spiekeroog und Baltrum. Im Rahmen eines agenturmoderierten Strategieprozesses erarbeiteten sie die neue Organisationsstruktur, die Beitragsordnung und Inhalte der OFI GmbH i.G..
Gründungs- und Geschäftssitz wird Borkum sein, Geschäftsführer soll Göran Sell von den Borkumer Wirtschaftsbetrieben werden, Sprecher der Norderneyer Kurdirektor Wilhelm Loth. Eine Koordinatorin mit einer halben Marketingstelle soll als Schnittstelle zwischen den Inseln fungieren.

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Hinrichs