
14.08.2026 - Spende für die Strandsinger
14.08.2026 - Heute nochmal Party an Pipos SurfBude
14.08.2026 - Moin Baltrum hautnah
13.08.2026 - Kamel und Krokodil am Strand
13.08.2026 - Angela Harm-Rehrmann auf Baltrum
13.08.2026 - Laura bei Antje
13.08.2026 - HEUTE Dans & Döns bei Uschi
13.08.2026 - Darius Live am Freitag auf der Promenade
13.08.2026 - HEUTE Abend Crêpes Sucette
13.08.2026 - Darius Live heute ab 16 Uhr bei Pipo
13.08.2026 - Post morgen zu
13.08.2026 - Dünensingen
13.08.2026 - Badezone!
13.08.2026 - Sonnenfinsternis I.
12.08.2026 - Werder Urlaubs Camp Nachlese
12.08.2026 - Spende vom Frischemarkt
12.08.2026 - Gedanken zur Wahl
12.08.2026 - Großartiger Segeltag
12.08.2026 - Erst Sonnenfinsternis, dann MOIN-Klönschnack
11.08.2026 - Heute Kaffeehaus-Musik bei Antje
11.08.2026 - Rundbrief der Gemeinde
11.08.2026 - Heute wieder Alex Koop bei Pipo
11.08.2026 - Post am Mittwoch schon früh auf
11.08.2026 - 90 Jahre Feuerwehr Baltrum
10.08.2026 - Die EINS kommt wieder!
21.03.2023
Krabbenfischerei in Gefahr
SDN stellt sich vor die familiären Krabbenfischer-Familien
Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN) befürchtet ein Sterben der nachhaltigen Küstenfischerei vor Deutschlands Nordseeküste.
Deutsche Nordseeküste.
„Es mag sich merkwürdig anhören“, befürchtet Bürgermeister Gerd-Christian Wagner (Varel), Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN), „aber ohne eine nachhaltige Küstenfischerei hat unsere Nordsee, bei all ihrer industriellen Nutzung, kaum mehr eine Chance, noch wenigstens ein der Natur nahes Refugium zu bleiben!“
Der aktuelle Aktionsplan der EU-Kommission >>>Schutz und Wiederherstellung der Meeresökosysteme für eine nachhaltige und widerstandsfähige Fischerei<<<, der die EU-Mitgliedstaaten zum sofortigen Handeln auffordert, würde mit seiner Umsetzung schlicht das Gegenteil bewirken. Denn mit den Küstenfischern verschwände eine fachkundige Gruppe, die direkt und vor Ort negative Veränderungen der Meeresumwelt nicht nur punktuell, wie die Forschung, sondern tagesaktuell sowie großflächig bemerken und wohl auch öffentlich machen würde. „Und diese negativen Veränderungen seien nicht durch die auf Nachhaltigkeit orientierte Krabbenfischerei des Wattenmeeres verursacht, sondern durch sehr viel größere Bedrohungen wie Schadstoffeinträge, Erwärmung, Plastikmüll, Gammelfischerei, Eutrophierung, Sandentnahmen, militärische Nutzung, Offshore-Windparks, Baggergutverklappungen und vieles mehr“, gibt Wagners SDN-Stellvertreter Ulrich Birstein, im Hauptberuf Kapitän und Seelotse, zu bedenken.
Als kommunal verorteter Umweltverband sehe sich die SDN von daher in der Pflicht, sich schützend vor die betroffenen Familienbetriebe zu stellen, machen die Vorsitzenden klar. Denn eine bei Umsetzung des Aktionsplanes drohende Aufgabe ihrer Betriebe wäre einzig zugunsten von Großbetrieben, die aufgrund größerer Schiffe und geringerer regionaler Bindung, wesentlich intensiver fischen und bei Ausschöpfung des Fanggebietes schlicht weiterziehen würden. „Die derzeitige Form der Küstenfischerei besteht seit Jahrhunderten in Form kleiner und zunehmend kontrollierter Familienbetriebe bei mehr oder weniger gleichbleibend milder Nutzung des Küstenmeeres“, führt Birstein weiter aus. Trotzdem hätte sich die Störung durch die Fischerei selbst in den heutigen Nationalparken als so gering oder gar zu vernachlässigen und kaum nachweisbar erwiesen, dass sich der ökologische Wert sogar zur Anmeldung als Natura2000-Gebiet gerechtfertigt habe. „Damit wird erneut deutlich, dass die Krabbenfischerei im hochdynamischen Wattenmeer keinen entscheidenden Einfluss auf das Ökosystem und auch keinen räumlichen Überschnitt mit empfindlichen Lebensräumen wie Seegraswiesen, Riffen oder Muschelbänken hat“, ergänzt Wagner.
Außerdem habe sich die Einrichtung der Nationalparke Wattenmeer nicht gegen, sondern gemeinsam mit den Krabbenfischern ergeben. Und die Fischereifamilien würden mit technischen Verbesserungen am Fanggeschirr, Monitoring des Beifangs und eigenen Managementsystemen hart daran arbeiten, ihren eh schon sehr geringen Einfluss auf die Meeresumwelt noch weiter zu minimieren. Und das alles trotz erheblicher Verbesserungen des Zustands der Meeresbiomasse im Nordostatlantik. „Wir vertreten die Auffassung“, so der Stellvertreter weiter, „dass die Krabbenfischerei einfach in Ruhe gelassen werden muss.“ So unterzögen sich viele Betriebe einer MSC-Zertifizierung. Wobei hier immer der Einzelfall betrachtet und bewertet würde. So sei es wissenschaftlich nicht korrekt, dass alle Grundschleppnetze zerstörerisch wären; denn Grundschleppnetz sei nicht gleich Grundschleppnetz, sie unterschieden sich je nach Zielart erheblich. Die Netze der Krabbenfischer würden kaum den Boden berühren und somit nur minimale Spuren im Meeresboden hinterlassen, die schon nach einer Tide nicht mehr auffindbar wären.
Zudem reduzieren sie durch eine innere Netzkonstruktion sogar deutlich den Beifang. Eines der größten Probleme für das Ökosystem im Wattenmeer und für eine nachhaltige Nutzung der Fischbestände stelle hingegen die
Industrie- oder Gammelfischerei dar.
„Anstatt die vielen Erfolge, die gemeinsam mit der Fischerei erreicht wurden, weiter auszubauen, beabsichtigt man nun den Fischereibetrieben und damit einher der regionalen Wirtschaft, den Boden unter ihren Füßen wegzuziehen“, befürchtet Ulrich Birstein. Der einheimische Wirtschaftsbetrieb würde hier zerstört und die Importabhängigkeit gesteigert. „Die in Brüssel glauben doch etwa nicht daran, dass die Europäer aufhören würden, Meeresfrüchte zu essen“, überlegt Birstein.
„Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass die Planer und Entscheider offensichtlich überhaupt keine Ahnung von Krabbenfischerei haben und wie diese im traditionellen Familienbetrieb nachhaltig funktioniert.“ Vielmehr gebe es andere Gewinner dieser die Demokratie gefährdenden und scheinbar ideologischen EU-Politik: die Grundschleppnetzfischerei in Drittländern, außerhalb der EU. Und dabei ließen sich wahrscheinlich faire Fischereiabkommen mit diesen Drittstaaten vermissen. Und das, obwohl doch vor allem Menschen in Entwicklungsländern darauf angewiesen seien, ausreichend Fisch für die Eigenversorgung fangen zu können.
So fordere die Schutzgemeinschaft alle norddeutschen Landesregierungen, die Bundesregierung, den Ministerrat und das Europäische Parlament auf, die überzogenen Forderungen der EU-Kommission abzulehnen, die zum AUS der deutschen Küstenfischerei führen würde und zudem nicht nur das Einkommen, sondern auch die Identität der Küste dauerhaft zerstöre.
Erforderlich sei ein qualifizierter Dialog mit den Fischern, um gemeinsam einen Plan für die zukünftige Ausgestaltung der Küstenfischerei, insbesondere im Wattenmeer, zu entwickeln und kein von oben schleichend verordnetes Berufsverbot. Denn sowohl die tierischen Meeresbewohner als auch die Fischereibetriebe verdienten eine langfristig sichere Perspektive. Und von den verbliebenen Küstenfischereibetrieben wünscht sich die SDN, dass diese zukünftig aktiv den positiven Dialog mit der Gesellschaft suchen, um mehr Kenntnis und Differenzierung in der Bewertung ihrer regionalen und nachhaltigen Arbeit zu ermöglichen. „Ansonsten besteht die große Gefahr, dass an der deutschen Nordseeküste nicht nur Friedrichskoog als absolutes Negativbeispiel eines gestorbenen Fischereihafens daher halten muss“, mahnt Birstein. „Hier versuchen im Sommer wegen Sauerstoffmangel sogar die ausgewachsenen Krabben zu fliehen.“
Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Sabine Hinrichs
Quelle: SDN
Baltrum-Online.de ist ein werbefreies und unabhängiges Angebot. Wir berichten ehrenamtlich und frei über die Insel Baltrum und stehen in keinerlei Verbindung zur Gemeinde Baltrum.
Weitere News
14.8.2026
Spende für die Strandsinger
Gäste, Fleitjes und Inselfreunde spendieren ein neues Akkordeon...
14.8.2026
Heute nochmal Party an Pipos SurfBude
Dirty Frequenz und Shelly ab 21 Uhr...
14.8.2026
Moin Baltrum hautnah
Klönschnack nach der Sonnenfinsternis...
13.8.2026
Kamel und Krokodil am Strand
Sandskulpturen hinter dem Hundestrand...
13.8.2026
Angela Harm-Rehrmann auf Baltrum
SPD-Kreistagskandidatin besucht Rathaus und Nationalpark-Haus...
13.8.2026
Laura bei Antje
Kaffeeterrassenmusik bei feinstem Sonnenschein...
13.8.2026
HEUTE Dans & Döns bei Uschi
Donnerstag ab 21:30 Uhr in Uschis Strandbar mit Tim vom Deich...
13.8.2026
Darius Live am Freitag auf der Promenade
Saxophon Live gibt es auch am Freitag noch einmal mit Darius an der Strandmauer / Sonnenuntergangsba...
13.8.2026
HEUTE Abend Crêpes Sucette
20:00 Uhr Kleinkunstbühne im Kinderspöölhus: Straßenmusik vom Feinsten...
13.8.2026
Darius Live heute ab 16 Uhr bei Pipo
Musikalischer Nachmittag bei feinstem Sonnenschein...
13.8.2026
Post morgen zu
Heute dafür auf von 16 bis 17 Uhr!...
13.8.2026
Dünensingen
Mittwochabends ist in der Saison Dünensingen. In der so genannten Anneliese-Arena erinnert ein Geden...
13.8.2026
Badezone!
Ein Appell der DLRG-Aufsicht am Badestrand...
13.8.2026
Sonnenfinsternis I.
Auf Hoher See...
12.8.2026
Werder Urlaubs Camp Nachlese
URLAUBS CAMP der Werder Fußballschule auf Baltrum begeistert Kinder und Partner gleichermaßen....
12.8.2026
Spende vom Frischemarkt
Pfandbon-Spende an die Inselfreunde für den Tennis-Pavillon...
12.8.2026
Gedanken zur Wahl
Ein Leserbrief von Rolf Meyer...
12.8.2026
Großartiger Segeltag
Sabine Meyer schult wieder die kleinen Baltrumer Nachwuchsseglerinnen und -segler...
12.8.2026
Erst Sonnenfinsternis, dann MOIN-Klönschnack
Kleine Planänderung für HEUTE Abend...
11.8.2026
Heute Kaffeehaus-Musik bei Antje
Mittwoch ab 17 Uhr mit Laura, Piano & Gesang...
11.8.2026
Rundbrief der Gemeinde
Gode Tied sucht Pflegedienstleitung...
11.8.2026
Heute wieder Alex Koop bei Pipo
ab 19 Uhr Beachbar-Good-Vibes...
11.8.2026
Post am Mittwoch schon früh auf
Wegen technischer Neuerung am 11. August 2026 schon ab 8:30 bis 10 Uhr...
11.8.2026
90 Jahre Feuerwehr Baltrum
Hallo Niedersachsen am 10. August 2026: Der 90. Geburtstag...
10.8.2026
Die EINS kommt wieder!
Ab Dienstag fahrplanmäßiger Liniendienst...





