
01.02.2026 - SchirmSeaBar. Erlebbar. Fällt aus
31.01.2026 - Schneebar? Wunderbar!
31.01.2026 - Schneeberge am Hafen annodazumal
31.01.2026 - Seepferdchen gesucht
31.01.2026 - Alt-Baltrum im Schnee
30.01.2026 - Schnee isch schee
30.01.2026 - Viel Spaß im Schnee seit eh und je!
30.01.2026 - Freitag auch Selbstanlieferung
29.01.2026 - Ostwindwetterlage – Schiffe warten nicht
29.01.2026 - Die Seenotretter, Staffel 2
29.01.2026 - Donnerstag Rest- und Sperrmüll-Annahme
28.01.2026 - Zeugnisferien!
28.01.2026 - Mittwoch keine Gelben Säcke
28.01.2026 - Größter Schneemann
27.01.2026 - Dienstag keine Container
26.01.2026 - B.-L.: Dienstag Fahrplanänderung
24.01.2026 - Stammgäste suchen Stammzellenspender
22.01.2026 - Krimi-Wochenende im Strandhotel
22.01.2026 - Wir suchen Dich!
21.01.2026 - B.-L.: Fahrplanänderung wegen Ostwindes
21.01.2026 - CDU Baltrum hat neuen Vorsitzenden
20.01.2026 - Kugelstoß
20.01.2026 - Polarlichter über Baltrum
19.01.2026 - Löschung an der Frachterpier
17.01.2026 - Postöffnungszeiten
05.09.2019
Insektenschutz, auch im größeren Stil
NLWKN benennt Wege für mehr Insektenvielfalt auf großen Flächen
Das Insektensterben ist schon lange keine bloße Vermutung mehr. Stille Sommer, ungewöhnlich saubere Windschutzscheiben - die Daten und Fakten der Experten bestätigen den Rückgang sowohl der Anzahl als auch der Vielfalt der Insektenarten in Deutschland. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) stellt in seiner neuen Broschüre „Insektenvielfalt in Niedersachsen - und was wir dafür tun können" auch Maßnahmen für die Förderung der Insektenvielfalt vor, die vorrangig auf größeren Flächen möglich und sinnvoll sind.

Grünes Heupferd auf Margerite (Foto: Hans-Jürgen Zietz, NLWKN)
Heimische Wildpflanzen anstelle von Samentütchen mit vielversprechenden Namen
Bunte Samentütchen in Gartencentern mit Aufschriften wie „Bienenwiese", „Schmetterlingsoase" oder „Nützlingswiese" versprechen eine bunte Blumenwiese und einen idealen Lebensraum für Insekten. Arten- und strukturreiche Wiesen sind aber Gemeinschaften aus heimischen Wildgräsern und Blütenpflanzen, die viele Jahre lang bestehen. Viele Arten der „Blühmischungen aus der Tüte" überdauern dagegen nur ein, höchstens zwei Jahre; andere Arten breiten sich unkontrolliert aus und verdrängen sogar die einheimischen Pflanzen. Die meisten der vermeintlichen „Wildarten" sind ohnehin nur Kultursorten aus großen Saatzuchtbetrieben mit unbekannter Herkunft. Diese Pflanzen sind kaum an die jeweils regionalen Bedingungen angepasst und können die Ansprüche der im Gebiet vorkommenden Insekten nur selten erfüllen.
Viele Insekten, ob Käfer, Wildbienen, Hummeln oder Schmetterlinge, sind aber auf heimische Wildpflanzen angewiesen. Sie nutzen diese Pflanzenarten als Futterpflanze - je nach Art und Entwicklungsstadium Wurzeln, Stängel, Blätter etc. - und sind dabei zudem noch auf einzelne, ganz spezifische Pflanzenarten spezialisiert.
Während zum Beispiel unter den pollen- und nektarsuchenden Insekten einige als Generalisten die verschiedensten Pollenquellen nutzen können, gibt es auch eine Reihe von Spezialisten, die an Pollen bestimmter Pflanzenfamilien gebunden sind. Dazu gehören beispielsweise die Platterbsen-Mörtelbiene die auf Schmetterlingsblütler spezialisiert ist, die Distel-Mauerbiene auf Korbblütler oder die Glockenblumen-Sägehornbiene auf Glockenblumengewächse.
Diesen Arten ist außerdem wenig geholfen, wenn Glockenblumen oder Margeriten aus fernen Ländern oder Regionen stammen. Denn es ist nicht gleichgültig, woher welche Pflanzenart stammt, da sich viele Insekten an die heimischen Pflanzenarten angepasst und sich teilweise sogar auf ihre spezifischen Blühzeiträume eingestellt haben. Außerdem wachsen viele Pflanzen besser, wenn das Saatgut aus der Region stammt, in der es gesät wird.
Wenn kurzfristig artenreiche Wiesen oder Saumstreifen angelegt werden sollen und keine geeigneten Spenderflächen für eine Mahdgutübertragung verfügbar sind, sollte eine Einsaat daher nur mit selbst gesammelten Samen oder wenigstens mit jeweils an die Standortbedingungen angepasstem zertifiziertem regionalem Saatgut, sogenanntem „Regiosaatgut" erfolgen.
Heimische Gehölze und Stauden verwenden
Heimische Sträucher und Bäume sind für Insekten genauso wichtig wie heimische Wildkräuter und Gräser. Viele Insekten haben sich auf das Leben auf wenigen Baumarten spezialisiert. An der Vogelkirsche leben zum Beispiel über 100 holzbesiedelnde Käferarten. Viele der größten Käferarten entwickeln sich am und im Eichenholz. Heimische Gehölze stellen darüber hinaus Pollen und Nektar vom frühen Frühjahr bis in den späten Herbst zur Verfügung. Die Blüte der Weiden, die sogenannten „Weidenkätzchen" beginnt bereits Ende Februar, Anfang März und ist die erste große Nektar- und Pollenquelle für Hummeln und Bienen, etwa für die Weiden-Sandbiene. Die Pflege und Anlage von Hecken, Sträuchern und Einzelgehölzen auf Freiflächen und in Gärten werten diese Bereiche für Insekten auf. Heimische Gehölze sind bei standortgerechter Verwendung auch unempfindlicher als exotische Sträucher, da sie an die hier vorherrschenden Klimabedingungen angepasst sind.
Beispiele für „gartentaugliche" heimische Gehölze sind: Schlehe, Gewöhnlicher Schneeball, Berberitze, Pfaffenhütchen, Sanddorn, Hartriegel, Vogelkirsche, Hasel, Eingriffeliger Weißdorn, Zitterpappel, Stieleiche, Rotbuche, Grauweide, Silber-Weide, Sal-Weide, Bergahorn, Feld-Ahorn, Winter-Linde.
Streuobstwiesen anlegen und erhalten
Neuanlage, Erhalt und Pflege von artenreichen, extensiv genutzten, also wenig bis gar nicht gedüngten und selten gemähten Wiesen oder Weiden mit hochstämmigen Obstbäumen, sogenannte Streuobstwiesen, bieten Insekten unterschiedliche Teillebensräume in enger Verzahnung. Bei der Pflanzung neuer Obstbäume sollten möglichst verschiedene, auch regionale Obstsorten einbezogen werden. Sie haben zudem den Vorteil, dass sie mit ihren unterschiedlichen Blütezeiten besonders lange Nektar und Pollen bieten. Abgestorbene Obstbäume oder Äste sollten als Fortpflanzungsstätte für Bienen oder holzbewohnende Käfer möglichst in der Fläche verbleiben oder an einem sonnigen Ort abgelagert werden
„Mahdgutübertragung" auf großen Grundstücksflächen
Artenreiche Wiesen mit einem vielfältigen Angebot an möglichst heimischen Wildpflanzenarten verbessern das Nahrungsangebot für Insekten und bieten ihnen ganzjährig Nist- und Überwinterungsplätze. Erreicht werden kann das zum Beispiel durch das Ausbringen von Mahdgut aus geeigneten artenreichen Wiesen auf eine geeignete Fläche.
Spender- und Empfängerflächen sollten möglichst eng beieinanderliegen, idealerweise in derselben Gemeinde, und ähnliche Standorteigenschaften haben. Der Zeitpunkt der Mahd der Spenderfläche richtet sich nach der Samenreife der Wiesenpflanzen, die übertragen werden sollen. Eine Mahd in den frühen Morgenstunden ist am ertragreichsten, da die Samen durch den Tau besser anhaften. Als gewünschter Nebeneffekt können hierbei neben den Pflanzenarten auch vorhandene Insekten oder deren Entwicklungsstadien mit in die Flächen eingebracht werden. Diese Variante eignet sich - naturgemäß - besonders für große Grundstücksflächen.
Weitere Informationen gibt es in der Broschüre „Insektenvielfalt in Niedersachsen - und was wir dafür tun können" des NLWKN. Interessierte können sie unter https://www.nlwkn.niedersachsen.de/insektenvielfalt/insektenvielfalt-in-niedersachsen--und-was-wir-dafuer-tun-koennen-177015.html herunterladen oder im NLWKN-WebShop bestellen: http://nlwkn-webshop.webshopapp.com/insektenvielfalt.html.
Link -> Download
Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Hans-Jürgen Zietz, NLWKN
Quelle: NLWKN
Baltrum-Online.de ist ein werbefreies und unabhängiges Angebot. Wir berichten ehrenamtlich und frei über die Insel Baltrum und stehen in keinerlei Verbindung zur Gemeinde Baltrum.
Weitere News
1.2.2026
SchirmSeaBar. Erlebbar. Fällt aus
Handball Live-Übertragung fällt am Sonntag wegen Glatteis aus...
31.1.2026
Schneebar? Wunderbar!
Viel Schnee gab es auch 1985 im Januar. Von Bärbel Nannen...
31.1.2026
Schneeberge am Hafen annodazumal
Von Tjark Lierse...
31.1.2026
Seepferdchen gesucht
Citizen Science Projekt...
31.1.2026
Alt-Baltrum im Schnee
Baltrumer Kleinod: Haus Nr. 5 bei der Alten Inselkirche...
30.1.2026
Schnee isch schee
... wenn man von der vielen Räumarbeit absieht....
30.1.2026
Viel Spaß im Schnee seit eh und je!
Auch zu vergangenen Zeiten gab es im Winter reichlich Schnee, Schlitten und Kinder, die sich gerne d...
30.1.2026
Freitag auch Selbstanlieferung
Heute, am Freitag, dem 30. Januar 2026, von 9 bis 12 Uhr....
29.1.2026
Ostwindwetterlage – Schiffe warten nicht
B.-L. bittet um Pünktlichkeit...
29.1.2026
Die Seenotretter, Staffel 2
Alle Videos in der ARD Mediathek...
29.1.2026
Donnerstag Rest- und Sperrmüll-Annahme
29. Januar 2026, von 9 bis 12 Uhr...
28.1.2026
Zeugnisferien!
Mittendrin Fisch öffnet vom 30. Januar bis 3. Februar täglich 12 bis 17 Uhr!...
28.1.2026
Mittwoch keine Gelben Säcke
Es schneit... Anlieferung von 9 bis 12 möglich...
28.1.2026
Größter Schneemann
Es schneit. Die Schneemannsaison hat Hochkonjunktur...
27.1.2026
Dienstag keine Container
Anlieferung schon ab 10 Uhr!...
26.1.2026
B.-L.: Dienstag Fahrplanänderung
Am 27. 1.2026 zwei Schiffe...
24.1.2026
Stammgäste suchen Stammzellenspender
Registrierung über die DKMS und am 7. Februar in Mainz-Laubersheim...
22.1.2026
Krimi-Wochenende im Strandhotel
Bestseller Autorin Gisa Pauly wird vom 26.03.-29.03.2026 auf Baltrum sein....
22.1.2026
Wir suchen Dich!
Charmantes Jobangebot der Inselschule...
21.1.2026
B.-L.: Fahrplanänderung wegen Ostwindes
Fahrten der Reederei Baltrum-Linie verschieben sich Donnerstag und Freitag...
21.1.2026
CDU Baltrum hat neuen Vorsitzenden
Andreas Rothengaß ist Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Baltrum...
20.1.2026
Kugelstoß
Nach Weihnachten ist vor Weihnachten – Kiefernwald-Weihnachtsbaum abgeschmückt...
20.1.2026
Polarlichter über Baltrum
Spektakel auch gen Süd...
19.1.2026
Löschung an der Frachterpier
...
17.1.2026
Postöffnungszeiten
In den Baltrumer Winterferien an bestimmten Tagen...





