
14.09.2026 - Heute: Konzert im Strandhotel
14.09.2026 - Montag keine Gelben Säcke
14.09.2026 - Oliver Schütte wird Bürgermeister
13.09.2026 - Blick auf sanfte Wellen tut gut!
12.09.2026 - Wooge holt das Paddel
12.09.2026 - Sonntag wird gewählt!
12.09.2026 - Kleine Freiheit mit Bundesliga
11.09.2026 - B.-L. bittet um Räumung
11.09.2026 - Interview mit den BM-Kandidaten
10.09.2026 - Inselschule macht blau
10.09.2026 - Bundesweiter Warntag
09.09.2026 - Landratskandidatin Ulferts zu Gast auf Baltrum
09.09.2026 - Spätsommerfest des Heimatvereins
08.09.2026 - Lauschiger Sommerabend
08.09.2026 - Champions League in der SchirmSeaBar
08.09.2026 - Heute Konzert mit Morgan Finley
07.09.2026 - Jens Gaiser ist Einzelkandidat für den Rat
07.09.2026 - Mittwoch ist Museumsfest!
07.09.2026 - Saisonverlängerung
06.09.2026 - Hautberatung und 10% Aktion bei Biomaris
05.09.2026 - CDU war aktivste Fraktion im Baltrumer Gemeinderat
05.09.2026 - Cobigolf-Turnier am 26. September 2026
05.09.2026 - De Fleitjes sagen Danke!
04.09.2026 - TenneT: Bau-Update
04.09.2026 - Nature-Writing: Landfall
05.09.2019
Insektenschutz, auch im größeren Stil
NLWKN benennt Wege für mehr Insektenvielfalt auf großen Flächen
Das Insektensterben ist schon lange keine bloße Vermutung mehr. Stille Sommer, ungewöhnlich saubere Windschutzscheiben - die Daten und Fakten der Experten bestätigen den Rückgang sowohl der Anzahl als auch der Vielfalt der Insektenarten in Deutschland. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) stellt in seiner neuen Broschüre „Insektenvielfalt in Niedersachsen - und was wir dafür tun können" auch Maßnahmen für die Förderung der Insektenvielfalt vor, die vorrangig auf größeren Flächen möglich und sinnvoll sind.

Grünes Heupferd auf Margerite (Foto: Hans-Jürgen Zietz, NLWKN)
Heimische Wildpflanzen anstelle von Samentütchen mit vielversprechenden Namen
Bunte Samentütchen in Gartencentern mit Aufschriften wie „Bienenwiese", „Schmetterlingsoase" oder „Nützlingswiese" versprechen eine bunte Blumenwiese und einen idealen Lebensraum für Insekten. Arten- und strukturreiche Wiesen sind aber Gemeinschaften aus heimischen Wildgräsern und Blütenpflanzen, die viele Jahre lang bestehen. Viele Arten der „Blühmischungen aus der Tüte" überdauern dagegen nur ein, höchstens zwei Jahre; andere Arten breiten sich unkontrolliert aus und verdrängen sogar die einheimischen Pflanzen. Die meisten der vermeintlichen „Wildarten" sind ohnehin nur Kultursorten aus großen Saatzuchtbetrieben mit unbekannter Herkunft. Diese Pflanzen sind kaum an die jeweils regionalen Bedingungen angepasst und können die Ansprüche der im Gebiet vorkommenden Insekten nur selten erfüllen.
Viele Insekten, ob Käfer, Wildbienen, Hummeln oder Schmetterlinge, sind aber auf heimische Wildpflanzen angewiesen. Sie nutzen diese Pflanzenarten als Futterpflanze - je nach Art und Entwicklungsstadium Wurzeln, Stängel, Blätter etc. - und sind dabei zudem noch auf einzelne, ganz spezifische Pflanzenarten spezialisiert.
Während zum Beispiel unter den pollen- und nektarsuchenden Insekten einige als Generalisten die verschiedensten Pollenquellen nutzen können, gibt es auch eine Reihe von Spezialisten, die an Pollen bestimmter Pflanzenfamilien gebunden sind. Dazu gehören beispielsweise die Platterbsen-Mörtelbiene die auf Schmetterlingsblütler spezialisiert ist, die Distel-Mauerbiene auf Korbblütler oder die Glockenblumen-Sägehornbiene auf Glockenblumengewächse.
Diesen Arten ist außerdem wenig geholfen, wenn Glockenblumen oder Margeriten aus fernen Ländern oder Regionen stammen. Denn es ist nicht gleichgültig, woher welche Pflanzenart stammt, da sich viele Insekten an die heimischen Pflanzenarten angepasst und sich teilweise sogar auf ihre spezifischen Blühzeiträume eingestellt haben. Außerdem wachsen viele Pflanzen besser, wenn das Saatgut aus der Region stammt, in der es gesät wird.
Wenn kurzfristig artenreiche Wiesen oder Saumstreifen angelegt werden sollen und keine geeigneten Spenderflächen für eine Mahdgutübertragung verfügbar sind, sollte eine Einsaat daher nur mit selbst gesammelten Samen oder wenigstens mit jeweils an die Standortbedingungen angepasstem zertifiziertem regionalem Saatgut, sogenanntem „Regiosaatgut" erfolgen.
Heimische Gehölze und Stauden verwenden
Heimische Sträucher und Bäume sind für Insekten genauso wichtig wie heimische Wildkräuter und Gräser. Viele Insekten haben sich auf das Leben auf wenigen Baumarten spezialisiert. An der Vogelkirsche leben zum Beispiel über 100 holzbesiedelnde Käferarten. Viele der größten Käferarten entwickeln sich am und im Eichenholz. Heimische Gehölze stellen darüber hinaus Pollen und Nektar vom frühen Frühjahr bis in den späten Herbst zur Verfügung. Die Blüte der Weiden, die sogenannten „Weidenkätzchen" beginnt bereits Ende Februar, Anfang März und ist die erste große Nektar- und Pollenquelle für Hummeln und Bienen, etwa für die Weiden-Sandbiene. Die Pflege und Anlage von Hecken, Sträuchern und Einzelgehölzen auf Freiflächen und in Gärten werten diese Bereiche für Insekten auf. Heimische Gehölze sind bei standortgerechter Verwendung auch unempfindlicher als exotische Sträucher, da sie an die hier vorherrschenden Klimabedingungen angepasst sind.
Beispiele für „gartentaugliche" heimische Gehölze sind: Schlehe, Gewöhnlicher Schneeball, Berberitze, Pfaffenhütchen, Sanddorn, Hartriegel, Vogelkirsche, Hasel, Eingriffeliger Weißdorn, Zitterpappel, Stieleiche, Rotbuche, Grauweide, Silber-Weide, Sal-Weide, Bergahorn, Feld-Ahorn, Winter-Linde.
Streuobstwiesen anlegen und erhalten
Neuanlage, Erhalt und Pflege von artenreichen, extensiv genutzten, also wenig bis gar nicht gedüngten und selten gemähten Wiesen oder Weiden mit hochstämmigen Obstbäumen, sogenannte Streuobstwiesen, bieten Insekten unterschiedliche Teillebensräume in enger Verzahnung. Bei der Pflanzung neuer Obstbäume sollten möglichst verschiedene, auch regionale Obstsorten einbezogen werden. Sie haben zudem den Vorteil, dass sie mit ihren unterschiedlichen Blütezeiten besonders lange Nektar und Pollen bieten. Abgestorbene Obstbäume oder Äste sollten als Fortpflanzungsstätte für Bienen oder holzbewohnende Käfer möglichst in der Fläche verbleiben oder an einem sonnigen Ort abgelagert werden
„Mahdgutübertragung" auf großen Grundstücksflächen
Artenreiche Wiesen mit einem vielfältigen Angebot an möglichst heimischen Wildpflanzenarten verbessern das Nahrungsangebot für Insekten und bieten ihnen ganzjährig Nist- und Überwinterungsplätze. Erreicht werden kann das zum Beispiel durch das Ausbringen von Mahdgut aus geeigneten artenreichen Wiesen auf eine geeignete Fläche.
Spender- und Empfängerflächen sollten möglichst eng beieinanderliegen, idealerweise in derselben Gemeinde, und ähnliche Standorteigenschaften haben. Der Zeitpunkt der Mahd der Spenderfläche richtet sich nach der Samenreife der Wiesenpflanzen, die übertragen werden sollen. Eine Mahd in den frühen Morgenstunden ist am ertragreichsten, da die Samen durch den Tau besser anhaften. Als gewünschter Nebeneffekt können hierbei neben den Pflanzenarten auch vorhandene Insekten oder deren Entwicklungsstadien mit in die Flächen eingebracht werden. Diese Variante eignet sich - naturgemäß - besonders für große Grundstücksflächen.
Weitere Informationen gibt es in der Broschüre „Insektenvielfalt in Niedersachsen - und was wir dafür tun können" des NLWKN. Interessierte können sie unter https://www.nlwkn.niedersachsen.de/insektenvielfalt/insektenvielfalt-in-niedersachsen--und-was-wir-dafuer-tun-koennen-177015.html herunterladen oder im NLWKN-WebShop bestellen: http://nlwkn-webshop.webshopapp.com/insektenvielfalt.html.
Link -> Download
Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Hans-Jürgen Zietz, NLWKN
Quelle: NLWKN
Baltrum-Online.de ist ein werbefreies und unabhängiges Angebot. Wir berichten ehrenamtlich und frei über die Insel Baltrum und stehen in keinerlei Verbindung zur Gemeinde Baltrum.
Weitere News
14.9.2026
Heute: Konzert im Strandhotel
Frank Muschalle am Montag um 20:30 Uhr im Strandhotel Baltrum...
14.9.2026
Montag keine Gelben Säcke
Personalausfall...
14.9.2026
Oliver Schütte wird Bürgermeister
Die Wahlergebnisse...
13.9.2026
Blick auf sanfte Wellen tut gut!
Zur Ablenkung am Wahltag und zur Überbrückung des Rainy Sunday Afternoon... ...
12.9.2026
Wooge holt das Paddel
Wangerooge gewinnt auf Langeoog den Cup der Sieben Inseln. Baltrum ist auf Rang 6...
12.9.2026
Sonntag wird gewählt!
MOIN Baltrum meldet sich noch einmal...
12.9.2026
Kleine Freiheit mit Bundesliga
Wochenende! Samstag ab 15:30 Uhr und Sonntag um 17.30 Uhr...
11.9.2026
B.-L. bittet um Räumung
Fahrräder, Wippen, Werkzeug muss weg vom B.-L.-Gelände...
11.9.2026
Interview mit den BM-Kandidaten
Reporter-AG der Inselschule stellt große Fragen an Jann Bengen und Oliver Schütte...
10.9.2026
Inselschule macht blau
Kunstausflug zum Nationalpark-Haus Baltrum...
10.9.2026
Bundesweiter Warntag
Donnerstag, 10. September 2026 ...
9.9.2026
Landratskandidatin Ulferts zu Gast auf Baltrum
Pressemitteilung des CDU Gemeindeverband Baltrum...
9.9.2026
Spätsommerfest des Heimatvereins
Ganz schön viel Betrieb im Museum Altes Zollhaus...
8.9.2026
Lauschiger Sommerabend
Weiter, weiter! Wetter, Wetter......
8.9.2026
Champions League in der SchirmSeaBar
Di - Mi - Do! Anstoß um 18.45 und um 21.00 Uhr...
8.9.2026
Heute Konzert mit Morgan Finley
Am 8. September 2026 um 20.30 Uhr in Onnos Kinnerspöölhus...
7.9.2026
Jens Gaiser ist Einzelkandidat für den Rat
Bescheren, nicht Beschweren!...
7.9.2026
Mittwoch ist Museumsfest!
Spätsommerfest am Museum Altes Zollhaus um 14.30 Uhr mit Flohmarkt...
7.9.2026
Saisonverlängerung
Eiländer heute bei Pipos ab 18.30 Uhr...
6.9.2026
Hautberatung und 10% Aktion bei Biomaris
Am Montag, den 07.09. kommt die Chefkosmetikerin von Biomaris nach Baltrum....
5.9.2026
CDU war aktivste Fraktion im Baltrumer Gemeinderat
Pressemitteilung des CDU Gemeindeverbands Baltrum...
5.9.2026
Cobigolf-Turnier am 26. September 2026
Der Kultur- und Sportverein Baltrum lädt ein: Moin zusammen, nach dem großartigen Erfolg im ...
5.9.2026
De Fleitjes sagen Danke!
Für den schönen Inselabend...
4.9.2026
TenneT: Bau-Update
Arbeiten am Nordstrand und im Watt beendet...
4.9.2026
Nature-Writing: Landfall
mit Bildern von Denis Metz...





