
24.04.2026 - Tanz in den Mai
23.04.2026 - Am Strand tut sich was!
22.04.2026 - Paul Klee Ausstellung geht zu Ende
22.04.2026 - Seehund voll da
21.04.2026 - KSV Jahreshauptversammlung
20.04.2026 - Blümchen & Blüten
20.04.2026 - LitMus im Nationalpark-Haus
20.04.2026 - Baltrum im Fernsehen
19.04.2026 - Das Schild zum Sonntag
18.04.2026 - Fundsachen
16.04.2026 - Rundbrief der Gemeinde
15.04.2026 - 18. Zugvogeltage 10. bis 18. Oktober 2026
14.04.2026 - Dienstag und Mittwoch Champions League
14.04.2026 - 200 Jahre Alte Inselkirche
14.04.2026 - Erweiterte Ruhetage
14.04.2026 - Zeitkapsel gefunden
12.04.2026 - Veranstaltungen
11.04.2026 - Vandalismus
09.04.2026 - Symposium für Füße & Bewegung im Juni
09.04.2026 - Saisonstart Auf Hoher See
09.04.2026 - Baltrum zuhause
09.04.2026 - Aktenzeichen XY
08.04.2026 - Veranstaltungstipps
07.04.2026 - Osterferien...
07.04.2026 - Königsklasse in der SchirmSeaBar
05.09.2019
Insektenschutz, auch im größeren Stil
NLWKN benennt Wege für mehr Insektenvielfalt auf großen Flächen
Das Insektensterben ist schon lange keine bloße Vermutung mehr. Stille Sommer, ungewöhnlich saubere Windschutzscheiben - die Daten und Fakten der Experten bestätigen den Rückgang sowohl der Anzahl als auch der Vielfalt der Insektenarten in Deutschland. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) stellt in seiner neuen Broschüre „Insektenvielfalt in Niedersachsen - und was wir dafür tun können" auch Maßnahmen für die Förderung der Insektenvielfalt vor, die vorrangig auf größeren Flächen möglich und sinnvoll sind.

Grünes Heupferd auf Margerite (Foto: Hans-Jürgen Zietz, NLWKN)
Heimische Wildpflanzen anstelle von Samentütchen mit vielversprechenden Namen
Bunte Samentütchen in Gartencentern mit Aufschriften wie „Bienenwiese", „Schmetterlingsoase" oder „Nützlingswiese" versprechen eine bunte Blumenwiese und einen idealen Lebensraum für Insekten. Arten- und strukturreiche Wiesen sind aber Gemeinschaften aus heimischen Wildgräsern und Blütenpflanzen, die viele Jahre lang bestehen. Viele Arten der „Blühmischungen aus der Tüte" überdauern dagegen nur ein, höchstens zwei Jahre; andere Arten breiten sich unkontrolliert aus und verdrängen sogar die einheimischen Pflanzen. Die meisten der vermeintlichen „Wildarten" sind ohnehin nur Kultursorten aus großen Saatzuchtbetrieben mit unbekannter Herkunft. Diese Pflanzen sind kaum an die jeweils regionalen Bedingungen angepasst und können die Ansprüche der im Gebiet vorkommenden Insekten nur selten erfüllen.
Viele Insekten, ob Käfer, Wildbienen, Hummeln oder Schmetterlinge, sind aber auf heimische Wildpflanzen angewiesen. Sie nutzen diese Pflanzenarten als Futterpflanze - je nach Art und Entwicklungsstadium Wurzeln, Stängel, Blätter etc. - und sind dabei zudem noch auf einzelne, ganz spezifische Pflanzenarten spezialisiert.
Während zum Beispiel unter den pollen- und nektarsuchenden Insekten einige als Generalisten die verschiedensten Pollenquellen nutzen können, gibt es auch eine Reihe von Spezialisten, die an Pollen bestimmter Pflanzenfamilien gebunden sind. Dazu gehören beispielsweise die Platterbsen-Mörtelbiene die auf Schmetterlingsblütler spezialisiert ist, die Distel-Mauerbiene auf Korbblütler oder die Glockenblumen-Sägehornbiene auf Glockenblumengewächse.
Diesen Arten ist außerdem wenig geholfen, wenn Glockenblumen oder Margeriten aus fernen Ländern oder Regionen stammen. Denn es ist nicht gleichgültig, woher welche Pflanzenart stammt, da sich viele Insekten an die heimischen Pflanzenarten angepasst und sich teilweise sogar auf ihre spezifischen Blühzeiträume eingestellt haben. Außerdem wachsen viele Pflanzen besser, wenn das Saatgut aus der Region stammt, in der es gesät wird.
Wenn kurzfristig artenreiche Wiesen oder Saumstreifen angelegt werden sollen und keine geeigneten Spenderflächen für eine Mahdgutübertragung verfügbar sind, sollte eine Einsaat daher nur mit selbst gesammelten Samen oder wenigstens mit jeweils an die Standortbedingungen angepasstem zertifiziertem regionalem Saatgut, sogenanntem „Regiosaatgut" erfolgen.
Heimische Gehölze und Stauden verwenden
Heimische Sträucher und Bäume sind für Insekten genauso wichtig wie heimische Wildkräuter und Gräser. Viele Insekten haben sich auf das Leben auf wenigen Baumarten spezialisiert. An der Vogelkirsche leben zum Beispiel über 100 holzbesiedelnde Käferarten. Viele der größten Käferarten entwickeln sich am und im Eichenholz. Heimische Gehölze stellen darüber hinaus Pollen und Nektar vom frühen Frühjahr bis in den späten Herbst zur Verfügung. Die Blüte der Weiden, die sogenannten „Weidenkätzchen" beginnt bereits Ende Februar, Anfang März und ist die erste große Nektar- und Pollenquelle für Hummeln und Bienen, etwa für die Weiden-Sandbiene. Die Pflege und Anlage von Hecken, Sträuchern und Einzelgehölzen auf Freiflächen und in Gärten werten diese Bereiche für Insekten auf. Heimische Gehölze sind bei standortgerechter Verwendung auch unempfindlicher als exotische Sträucher, da sie an die hier vorherrschenden Klimabedingungen angepasst sind.
Beispiele für „gartentaugliche" heimische Gehölze sind: Schlehe, Gewöhnlicher Schneeball, Berberitze, Pfaffenhütchen, Sanddorn, Hartriegel, Vogelkirsche, Hasel, Eingriffeliger Weißdorn, Zitterpappel, Stieleiche, Rotbuche, Grauweide, Silber-Weide, Sal-Weide, Bergahorn, Feld-Ahorn, Winter-Linde.
Streuobstwiesen anlegen und erhalten
Neuanlage, Erhalt und Pflege von artenreichen, extensiv genutzten, also wenig bis gar nicht gedüngten und selten gemähten Wiesen oder Weiden mit hochstämmigen Obstbäumen, sogenannte Streuobstwiesen, bieten Insekten unterschiedliche Teillebensräume in enger Verzahnung. Bei der Pflanzung neuer Obstbäume sollten möglichst verschiedene, auch regionale Obstsorten einbezogen werden. Sie haben zudem den Vorteil, dass sie mit ihren unterschiedlichen Blütezeiten besonders lange Nektar und Pollen bieten. Abgestorbene Obstbäume oder Äste sollten als Fortpflanzungsstätte für Bienen oder holzbewohnende Käfer möglichst in der Fläche verbleiben oder an einem sonnigen Ort abgelagert werden
„Mahdgutübertragung" auf großen Grundstücksflächen
Artenreiche Wiesen mit einem vielfältigen Angebot an möglichst heimischen Wildpflanzenarten verbessern das Nahrungsangebot für Insekten und bieten ihnen ganzjährig Nist- und Überwinterungsplätze. Erreicht werden kann das zum Beispiel durch das Ausbringen von Mahdgut aus geeigneten artenreichen Wiesen auf eine geeignete Fläche.
Spender- und Empfängerflächen sollten möglichst eng beieinanderliegen, idealerweise in derselben Gemeinde, und ähnliche Standorteigenschaften haben. Der Zeitpunkt der Mahd der Spenderfläche richtet sich nach der Samenreife der Wiesenpflanzen, die übertragen werden sollen. Eine Mahd in den frühen Morgenstunden ist am ertragreichsten, da die Samen durch den Tau besser anhaften. Als gewünschter Nebeneffekt können hierbei neben den Pflanzenarten auch vorhandene Insekten oder deren Entwicklungsstadien mit in die Flächen eingebracht werden. Diese Variante eignet sich - naturgemäß - besonders für große Grundstücksflächen.
Weitere Informationen gibt es in der Broschüre „Insektenvielfalt in Niedersachsen - und was wir dafür tun können" des NLWKN. Interessierte können sie unter https://www.nlwkn.niedersachsen.de/insektenvielfalt/insektenvielfalt-in-niedersachsen--und-was-wir-dafuer-tun-koennen-177015.html herunterladen oder im NLWKN-WebShop bestellen: http://nlwkn-webshop.webshopapp.com/insektenvielfalt.html.
Link -> Download
Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Hans-Jürgen Zietz, NLWKN
Quelle: NLWKN
Baltrum-Online.de ist ein werbefreies und unabhängiges Angebot. Wir berichten ehrenamtlich und frei über die Insel Baltrum und stehen in keinerlei Verbindung zur Gemeinde Baltrum.
Weitere News
24.4.2026
Tanz in den Mai
Nächste Woche feiert Baltrum in den Mai! Ein Fest mit Tanz und Musik auf dem Dorfplatz zwischen Rath...
23.4.2026
Am Strand tut sich was!
DLRG rüstet auf – Strandkorbvermietung hat geöffnet...
22.4.2026
Paul Klee Ausstellung geht zu Ende
Letzte Gelegenheit: 34 Werke im Museum Altes Zollhaus...
22.4.2026
Seehund voll da
Auch Mittagstisch – gut bürgerliches Restaurant an der Inselglocke...
21.4.2026
KSV Jahreshauptversammlung
Ein Jahr voller Highlights und ein neuer Vorstand...
20.4.2026
Blümchen & Blüten
Der Frühling blüht in gelb und blau, ein Augenschmaus für alle...
20.4.2026
LitMus im Nationalpark-Haus
Dienstag, 21.4.2026, Beginn 20 Uhr. Eintritt frei, Spenden fürs NPH...
20.4.2026
Baltrum im Fernsehen
So kommt man auch ins Fernsehen! ...
19.4.2026
Das Schild zum Sonntag
Schilder ohne Worte...
18.4.2026
Fundsachen
Kostenlose Rubrik bei Baltrum-Online / in der Baltrum-App...
16.4.2026
Rundbrief der Gemeinde
R u n d m a i l 3 / 2 0 2 6 ...
15.4.2026
18. Zugvogeltage 10. bis 18. Oktober 2026
Küstenseeschwalbe ist Titelvogel...
14.4.2026
Dienstag und Mittwoch Champions League
Rückspiele in der SchirmSeaBar Heute und morgen finden die Rückspiele der "Champions League" sta...
14.4.2026
200 Jahre Alte Inselkirche
1826 wurde die Alte Inselkirche auf Baltrum geweiht. Zeugnisse gesucht...
14.4.2026
Erweiterte Ruhetage
Verhungernix und Kluntje diese Woche Mittwoch UND Donnerstag zu...
14.4.2026
Zeitkapsel gefunden
Wer hat am 2. Juni 2012 auf Baltrum geheiratet?...
12.4.2026
Veranstaltungen
Diese Woche wird es ruhig, zumindest, was die Anzahl der anwesenden Gäste betrifft. Das Veranstaltun...
11.4.2026
Vandalismus
Chaos auf der Primavera-Terrasse...
9.4.2026
Symposium für Füße & Bewegung im Juni
Die fünftägige Veranstaltung findet vom 22. bis 26. Juni 2026 auf Baltrum statt....
9.4.2026
Saisonstart Auf Hoher See
Von Beate Metz...
9.4.2026
Baltrum zuhause
Inselglocke in Süddeutschland...
9.4.2026
Aktenzeichen XY
Ungelöster Fall um einen in der Nordsee vermissten Hamburger...
8.4.2026
Veranstaltungstipps
Diese Woche noch Theater, Konzerte, Improvisations-Show und Impro-Wattwanderung...
7.4.2026
Osterferien...
Ganz schön was los auf unserer kleinen Insel....
7.4.2026
Königsklasse in der SchirmSeaBar
Heute und morgen von 10 bis Mitternacht durchgehend geöffnet...





