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News

07.03.2019

Immissionsoptimierte Insel


Am Mittwochabend gab es im Rathaus eine Präsentation von Dr. Peter Nießen vom EMF-Institut (Fachinstitut für Elektromagnetische Verträglichkeit zur Umwelt EMVU) zur derzeitigen Immissionssituation auf Baltrum. Dr. Wolf Herkner erläuterte die rechtlichen Handlungsmöglichkeiten.

 

In der Präsentation wurden die derzeitigen Immissionen der drei Sendemasten (Bilder 1 – 3 in 2 Meter Höhe) in vier Höhen aufgezeigt: Erdgeschoss, 1. Obergeschoss, 2. Obergeschoss, 3. Obergeschoss.

 

Das Fazit von Bürgermeister Berthold Tuitjer:

 

"Die rechtlich vorgeschriebenen Grenzwerte unserer Mobilfunkmasten werden weit unterschritten. Diese Grenzwerte berücksichtigen aber lediglich thermische (Wärmeentwicklung, „Vemeidung eines Sonnenstichs“) aber nicht sog. athermische (Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Krebsrisiko) Effekte. Es wurde mehrheitlich die Meinung gebildet, mit den Mobilfunkbetreibern im Dialogverfahren die Immissionen durch ein vom Rat der Gemeinde Baltrum zu beschließendes Handlungskonzept mit entsprechendem Vorgaben zu optimieren. Vorgestellt wurden Verlegungsszenarien, die die Verlegung in den Bereich Flugplatz beinhalten bzw. eine Zusammenfassung an einem Standort in der Ortsmitte.

Eine kühnes, visionäres, aber in der Immissionsminimierung äußert effektives Vorgehen, wäre die Abschaltung des Datenverkehrs und nur die Bereitstellung von Sprachtelefonie. Dieses würde die Immissionen auf ein Drittel der jetzt herrschenden Belastung senken können. Die Bereitstellung des Datenverkehrs wäre dann nur über WLAN in den Unterkünften möglich und ist geeignet, touristisch den Charakter der Entschleunigung der Insel zu unterstützen. Rechtlich fraglich ist bei der Abschaltung, ob der Datenverkehr mittlerweile zur rechtlich gebotenen "ausreichenden Versorgung der Bevölkerung" gezählt werden muss."

 


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: Präsentation EMF Dr. Nießen
Quelle: Bertholt Tuitjer, Bürgermeister