
12.09.2026 - Wooge holt das Paddel
12.09.2026 - Morgen wird gewählt!
12.09.2026 - Kleine Freiheit mit Bundesliga
11.09.2026 - B.-L. bittet um Räumung
11.09.2026 - Interview mit den BM-Kandidaten
10.09.2026 - Inselschule macht blau
10.09.2026 - Bundesweiter Warntag
09.09.2026 - Landratskandidatin Ulferts zu Gast auf Baltrum
09.09.2026 - Spätsommerfest des Heimatvereins
08.09.2026 - Lauschiger Sommerabend
08.09.2026 - Champions League in der SchirmSeaBar
08.09.2026 - Heute Konzert mit Morgan Finley
07.09.2026 - Jens Gaiser ist Einzelkandidat für den Rat
07.09.2026 - Mittwoch ist Museumsfest!
07.09.2026 - Saisonverlängerung
06.09.2026 - Hautberatung und 10% Aktion bei Biomaris
05.09.2026 - CDU war aktivste Fraktion im Baltrumer Gemeinderat
05.09.2026 - Cobigolf-Turnier am 26. September 2026
05.09.2026 - De Fleitjes sagen Danke!
04.09.2026 - TenneT: Bau-Update
04.09.2026 - Nature-Writing: Landfall
03.09.2026 - Jens Gaiser lädt am Samstag in die Teestube
03.09.2026 - Elführtje mit MOIN Baltrum
03.09.2026 - Lesung mit Winfried Picard
03.09.2026 - Am Freitag ist Inselabend!
26.07.2019
Schnellflieger
Uferschnepfe fliegt in Rekordzeit ins Überwinterungsgebiet
Sender des LIFE-Projekts „Wiesenvögel" dokumentiert Ankunft in Mali
Eine junge Uferschnepfe namens „Christiansieneson" hat die mehr als 4.100 Kilometer vom Dümmer ins afrikanische Überwinterungsgebiet, das Innere Nigerdelta in Mali, in Rekordzeit und quasi in einem Rutsch geschafft. Das ergab die Auswertung eines Satellitensenders, den der Jungvogel als eine von 25 Uferschnepfen im Rahmen des LIFE-Projekts „Wiesenvögel" erhalten hatte. Für die Betreuung des Projekts ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) verantwortlich. Seit 2018 wurden am Dümmer im Rahmen des LIFE-Projekts „Wiesenvögel" 25 Uferschnepfen mit Satellitensendern ausgerüstet. Sie sind mit fünf Gramm äußerst leicht und werden wie ein Rucksack getragen.
Anders als die meisten seiner Artgenossen flog „Christiansieneson" die Strecke ohne längere Zwischenstopps und nahm auch nicht die „klassische" Zugroute anderer Sendervögel. Noch am 15. Juli wurde der Jungvogel zur Mittagszeit im Brutgebiet geortet, am 16. Juli überflog er bereits Algerien. Knapp 55 Stunden nach seinem Aufbruch am Dümmer erreichte er schließlich das Innere Nigerdelta in Mali. „Christiansieneson" flog damit durchschnittlich 74 Kilometer pro Stunde.
Auf dem Zugweg und im Brutgebiet senden die Sender Informationen zur Raumnutzung als Mauser-, Schlaf- oder Sammelplatz und zeigen die Bedeutung der unterschiedlichen Rastgebiete auf. Basierend auf diesen Daten möchte das Projektteam auch Anhaltspunkte zu Gefährdungen außerhalb Deutschlands gewinnen. Auf einer Web-basierten Karte unter http://www.wiesenvoegel-life.de/kingofthemeadow.html können die jeweils aktuellen Aufenthaltsorte in „Echtzeit" nachverfolgt werden.
Die Auswertung der 2019 im EU-Vogelschutzgebiet Dümmer mit Satellitensender ausgestatteten Vögel zeigt, dass diese deutlich später als die 2018 besenderten Artgenossen aus dem Brutgebiet abziehen. „Dies ist nicht einfach zu erklären und kann unterschiedliche Gründe haben. Möglich wären aber eine gute Nahrungsverfügbarkeit, durch gezielte Aufstauung lange überflutete Flächen, die im trockenen Sommer ein gutes Rast- und Nahrungsgebiet darstellen oder weniger Störungen durch Prädatoren", sagt Christopher Marlow, Doktorand von der Universität Oldenburg, der die Sendervögel im Auftrag des LIFE-Projekts untersucht. Gezeigt hat sich außerdem, dass die diesjährigen Tiere keinen Stopp in den niederländischen Rastgebieten einlegten, völlig anders als im Vorjahr. Woran dies liegt, darüber kann bisher nur spekuliert werden, möglicherweise hat dies mit dem längeren Aufenthalt im Brutgebiet zu tun. Zukünftig erhofft sich Heinrich Belting, Projektleiter des LIFE-Projekts „Wiesenvögel" und Mitarbeiter des NLWKN in der Naturschutzstation Hüde, eine noch intensivere Kooperation mit den niederländischen Kollegen, um solche Zusammenhänge besser erklären zu können.
Die anderen besenderten Jungvögel rasten aktuell noch in Westfrankreich und Spanien. In diesen Gebieten, darunter der Nationalpark „Coto de Doñana" in Südspanien, rasteten auch ein Großteil der 2018 und 2019 besenderten Altvögel. Die Satellitendaten zeigen außerdem, dass die Uferschnepfen in geeigneten Rastgebieten über einen Monat Zwischenrast einlegen können, bis sie weiterfliegen. Die meisten Langstreckenzieher legen je nach Situation Stopps ein, um die verbrauchten Fettreserven zu erneuern und um zu ruhen. In der Nacht wird dann der Vogelzug wieder aufgenommen.
LIFE-Projekt „Wiesenvögel"
Niedersachsen ist das wichtigste „Wiesenvogelland" Deutschlands. Hier brüten hohe Anteile der gesamtdeutschen Brutbestände von beispielsweise Uferschnepfe, Kiebitz, Brachvogel, Rotschenkel, Bekassine und Wachtelkönig. Daher hat das Bundesland auch eine besondere Verantwortung für deren Schutz, nicht nur in Niedersachen und Deutschland, sondern auch in Europa. Dies gilt besonders für die Uferschnepfe. Die westliche Population hat in Europa nur ein sehr kleines Brutverbreitungsgebiet. In den Niederlanden und im westlichen Niedersachsen befinden sich zusammen über 90 Prozent aller Brutpaare dieser Population.
Mit dem Ende 2011 genehmigten LIFE+-Projekt stellt sich das Land Niedersachsen dieser Verantwortung mit Hilfe der Europäischen Union (EU). Bei einem Gesamtvolumen von 22,3 Millionen Euro ist das auf neun Jahre angelegte Projekt das bislang größte Naturschutz-Projekt aus dem LIFE+-Programm der EU in Deutschland. Die EU fördert das Projekt mit 60 Prozent, also rund 13,5 Millionen Euro. 40 Prozent der Kosten trägt das Land Niedersachsen. Auch der Landkreis Leer und die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland beteiligen sich finanziell.
In den kommenden neun Jahren sollen mit diesem neuen Naturschutzprojekt die Kernflächen der Wiesenvogelschutzgebiete Niedersachsens speziell für die heimischen Wiesenvögel entwickelt und gesichert werden. Diese Flächen liegen vor allem in den Landkreisen Wesermarsch, Leer, Aurich, Emsland, Cloppenburg, Vechta, den kreisfreien Städten Emden und Oldenburg sowie an der Unterelbe in Cuxhaven und Stade. Die speziellen Schutzmaßnahmen sind notwendig, da die Bestände der Wiesenvogel-Arten in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen haben. Hauptursache für den Rückgang der Wiesenvögel ist der agrarstrukturelle Wandel der vergangenen Jahrzehnte. Ein weiterer Faktor ist die Flächenentwässerung, denn die meisten Vögel dieser Art benötigen zu Brutbeginn im Frühjahr feuchte und nasse Flächen - für manche müssen Brutgebiete sogar unter Wasser stehen. Derartige Verhältnisse finden sich heute nur noch in sehr wenigen Schutzgebieten.
Mit der Durchführung hat das Niedersächsische Umweltministerium den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) betraut. Als Partner sind die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, das Baltic Environmental Forum Deutschland e. V. sowie die niederländische Naturschutzvereinigung Natuurmonumenten beteiligt.
Link -> Wiesenvogel LIFE
Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Screenshot Wiesenvogel-LIFE
Quelle: NLWKN
Baltrum-Online.de ist ein werbefreies und unabhängiges Angebot. Wir berichten ehrenamtlich und frei über die Insel Baltrum und stehen in keinerlei Verbindung zur Gemeinde Baltrum.
Weitere News
12.9.2026
Wooge holt das Paddel
Wangerooge gewinnt auf Langeoog den Cup der Sieben Inseln. Baltrum ist auf Rang 6...
12.9.2026
Morgen wird gewählt!
MOIN Baltrum meldet sich noch einmal...
12.9.2026
Kleine Freiheit mit Bundesliga
Wochenende! Samstag ab 15:30 Uhr und Sonntag um 17.30 Uhr...
11.9.2026
B.-L. bittet um Räumung
Fahrräder, Wippen, Werkzeug muss weg vom B.-L.-Gelände...
11.9.2026
Interview mit den BM-Kandidaten
Reporter-AG der Inselschule stellt große Fragen an Jann Bengen und Oliver Schütte...
10.9.2026
Inselschule macht blau
Kunstausflug zum Nationalpark-Haus Baltrum...
10.9.2026
Bundesweiter Warntag
Donnerstag, 10. September 2026 ...
9.9.2026
Landratskandidatin Ulferts zu Gast auf Baltrum
Pressemitteilung des CDU Gemeindeverband Baltrum...
9.9.2026
Spätsommerfest des Heimatvereins
Ganz schön viel Betrieb im Museum Altes Zollhaus...
8.9.2026
Lauschiger Sommerabend
Weiter, weiter! Wetter, Wetter......
8.9.2026
Champions League in der SchirmSeaBar
Di - Mi - Do! Anstoß um 18.45 und um 21.00 Uhr...
8.9.2026
Heute Konzert mit Morgan Finley
Am 8. September 2026 um 20.30 Uhr in Onnos Kinnerspöölhus...
7.9.2026
Jens Gaiser ist Einzelkandidat für den Rat
Bescheren, nicht Beschweren!...
7.9.2026
Mittwoch ist Museumsfest!
Spätsommerfest am Museum Altes Zollhaus um 14.30 Uhr mit Flohmarkt...
7.9.2026
Saisonverlängerung
Eiländer heute bei Pipos ab 18.30 Uhr...
6.9.2026
Hautberatung und 10% Aktion bei Biomaris
Am Montag, den 07.09. kommt die Chefkosmetikerin von Biomaris nach Baltrum....
5.9.2026
CDU war aktivste Fraktion im Baltrumer Gemeinderat
Pressemitteilung des CDU Gemeindeverbands Baltrum...
5.9.2026
Cobigolf-Turnier am 26. September 2026
Der Kultur- und Sportverein Baltrum lädt ein: Moin zusammen, nach dem großartigen Erfolg im ...
5.9.2026
De Fleitjes sagen Danke!
Für den schönen Inselabend...
4.9.2026
TenneT: Bau-Update
Arbeiten am Nordstrand und im Watt beendet...
4.9.2026
Nature-Writing: Landfall
mit Bildern von Denis Metz...
3.9.2026
Jens Gaiser lädt am Samstag in die Teestube
Kleine Planänderung bei Einzelkandidat Jens Gaiser: Statt im Düneneck findet das Treffen in der ...
3.9.2026
Elführtje mit MOIN Baltrum
Am Donnerstagvormittag hat die freie Wählergruppe MOIN Baltrum in die Teestube zum Elführtje und Klö...
3.9.2026
Lesung mit Winfried Picard
Am 8. September 2026 um 20 Uhr im Nationalpark-Haus...
3.9.2026
Am Freitag ist Inselabend!
4. September um 20 Uhr, Karten in der Schatzinsel und Abendkasse...





