
22.01.2026 - Krimi-Wochenende im Strandhotel
22.01.2026 - Wir suchen Dich!
21.01.2026 - B.-L.: Fahrplanänderung wegen Ostwindes
21.01.2026 - CDU Baltrum hat neuen Vorsitzenden
20.01.2026 - Kugelstoß
20.01.2026 - Polarlichter über Baltrum
19.01.2026 - Löschung an der Frachterpier
17.01.2026 - Postöffnungszeiten
16.01.2026 - Das Foto des Jahres 2025
15.01.2026 - Nachruf: Helmut Dohrmann
15.01.2026 - 40 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
14.01.2026 - DGzRS-Weihnachtsmarkt-Schiffchen gut gefüllt
13.01.2026 - Moin Baltrum!
13.01.2026 - Wertstoffhof erst Donnerstag
10.01.2026 - SchirmSeaBar trotzt dem Schnee
09.01.2026 - Postzustellung erst wieder Dienstag
09.01.2026 - Vorglühen
09.01.2026 - Teeversand macht Schneepause
09.01.2026 - Frischemarkt nur heute Vormittag
09.01.2026 - Heute kein Schiff
09.01.2026 - Schneesturm
08.01.2026 - B.-L.: Bus on demand
08.01.2026 - Neu: Med. Fußpflege bei BaltrumMed
08.01.2026 - Apotheke
08.01.2026 - KSV-Plan erweitert
26.07.2019
Schnellflieger
Uferschnepfe fliegt in Rekordzeit ins Überwinterungsgebiet
Sender des LIFE-Projekts „Wiesenvögel" dokumentiert Ankunft in Mali
Eine junge Uferschnepfe namens „Christiansieneson" hat die mehr als 4.100 Kilometer vom Dümmer ins afrikanische Überwinterungsgebiet, das Innere Nigerdelta in Mali, in Rekordzeit und quasi in einem Rutsch geschafft. Das ergab die Auswertung eines Satellitensenders, den der Jungvogel als eine von 25 Uferschnepfen im Rahmen des LIFE-Projekts „Wiesenvögel" erhalten hatte. Für die Betreuung des Projekts ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) verantwortlich. Seit 2018 wurden am Dümmer im Rahmen des LIFE-Projekts „Wiesenvögel" 25 Uferschnepfen mit Satellitensendern ausgerüstet. Sie sind mit fünf Gramm äußerst leicht und werden wie ein Rucksack getragen.
Anders als die meisten seiner Artgenossen flog „Christiansieneson" die Strecke ohne längere Zwischenstopps und nahm auch nicht die „klassische" Zugroute anderer Sendervögel. Noch am 15. Juli wurde der Jungvogel zur Mittagszeit im Brutgebiet geortet, am 16. Juli überflog er bereits Algerien. Knapp 55 Stunden nach seinem Aufbruch am Dümmer erreichte er schließlich das Innere Nigerdelta in Mali. „Christiansieneson" flog damit durchschnittlich 74 Kilometer pro Stunde.
Auf dem Zugweg und im Brutgebiet senden die Sender Informationen zur Raumnutzung als Mauser-, Schlaf- oder Sammelplatz und zeigen die Bedeutung der unterschiedlichen Rastgebiete auf. Basierend auf diesen Daten möchte das Projektteam auch Anhaltspunkte zu Gefährdungen außerhalb Deutschlands gewinnen. Auf einer Web-basierten Karte unter http://www.wiesenvoegel-life.de/kingofthemeadow.html können die jeweils aktuellen Aufenthaltsorte in „Echtzeit" nachverfolgt werden.
Die Auswertung der 2019 im EU-Vogelschutzgebiet Dümmer mit Satellitensender ausgestatteten Vögel zeigt, dass diese deutlich später als die 2018 besenderten Artgenossen aus dem Brutgebiet abziehen. „Dies ist nicht einfach zu erklären und kann unterschiedliche Gründe haben. Möglich wären aber eine gute Nahrungsverfügbarkeit, durch gezielte Aufstauung lange überflutete Flächen, die im trockenen Sommer ein gutes Rast- und Nahrungsgebiet darstellen oder weniger Störungen durch Prädatoren", sagt Christopher Marlow, Doktorand von der Universität Oldenburg, der die Sendervögel im Auftrag des LIFE-Projekts untersucht. Gezeigt hat sich außerdem, dass die diesjährigen Tiere keinen Stopp in den niederländischen Rastgebieten einlegten, völlig anders als im Vorjahr. Woran dies liegt, darüber kann bisher nur spekuliert werden, möglicherweise hat dies mit dem längeren Aufenthalt im Brutgebiet zu tun. Zukünftig erhofft sich Heinrich Belting, Projektleiter des LIFE-Projekts „Wiesenvögel" und Mitarbeiter des NLWKN in der Naturschutzstation Hüde, eine noch intensivere Kooperation mit den niederländischen Kollegen, um solche Zusammenhänge besser erklären zu können.
Die anderen besenderten Jungvögel rasten aktuell noch in Westfrankreich und Spanien. In diesen Gebieten, darunter der Nationalpark „Coto de Doñana" in Südspanien, rasteten auch ein Großteil der 2018 und 2019 besenderten Altvögel. Die Satellitendaten zeigen außerdem, dass die Uferschnepfen in geeigneten Rastgebieten über einen Monat Zwischenrast einlegen können, bis sie weiterfliegen. Die meisten Langstreckenzieher legen je nach Situation Stopps ein, um die verbrauchten Fettreserven zu erneuern und um zu ruhen. In der Nacht wird dann der Vogelzug wieder aufgenommen.
LIFE-Projekt „Wiesenvögel"
Niedersachsen ist das wichtigste „Wiesenvogelland" Deutschlands. Hier brüten hohe Anteile der gesamtdeutschen Brutbestände von beispielsweise Uferschnepfe, Kiebitz, Brachvogel, Rotschenkel, Bekassine und Wachtelkönig. Daher hat das Bundesland auch eine besondere Verantwortung für deren Schutz, nicht nur in Niedersachen und Deutschland, sondern auch in Europa. Dies gilt besonders für die Uferschnepfe. Die westliche Population hat in Europa nur ein sehr kleines Brutverbreitungsgebiet. In den Niederlanden und im westlichen Niedersachsen befinden sich zusammen über 90 Prozent aller Brutpaare dieser Population.
Mit dem Ende 2011 genehmigten LIFE+-Projekt stellt sich das Land Niedersachsen dieser Verantwortung mit Hilfe der Europäischen Union (EU). Bei einem Gesamtvolumen von 22,3 Millionen Euro ist das auf neun Jahre angelegte Projekt das bislang größte Naturschutz-Projekt aus dem LIFE+-Programm der EU in Deutschland. Die EU fördert das Projekt mit 60 Prozent, also rund 13,5 Millionen Euro. 40 Prozent der Kosten trägt das Land Niedersachsen. Auch der Landkreis Leer und die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland beteiligen sich finanziell.
In den kommenden neun Jahren sollen mit diesem neuen Naturschutzprojekt die Kernflächen der Wiesenvogelschutzgebiete Niedersachsens speziell für die heimischen Wiesenvögel entwickelt und gesichert werden. Diese Flächen liegen vor allem in den Landkreisen Wesermarsch, Leer, Aurich, Emsland, Cloppenburg, Vechta, den kreisfreien Städten Emden und Oldenburg sowie an der Unterelbe in Cuxhaven und Stade. Die speziellen Schutzmaßnahmen sind notwendig, da die Bestände der Wiesenvogel-Arten in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen haben. Hauptursache für den Rückgang der Wiesenvögel ist der agrarstrukturelle Wandel der vergangenen Jahrzehnte. Ein weiterer Faktor ist die Flächenentwässerung, denn die meisten Vögel dieser Art benötigen zu Brutbeginn im Frühjahr feuchte und nasse Flächen - für manche müssen Brutgebiete sogar unter Wasser stehen. Derartige Verhältnisse finden sich heute nur noch in sehr wenigen Schutzgebieten.
Mit der Durchführung hat das Niedersächsische Umweltministerium den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) betraut. Als Partner sind die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, das Baltic Environmental Forum Deutschland e. V. sowie die niederländische Naturschutzvereinigung Natuurmonumenten beteiligt.
Link -> Wiesenvogel LIFE
Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Screenshot Wiesenvogel-LIFE
Quelle: NLWKN
Baltrum-Online.de ist ein werbefreies und unabhängiges Angebot. Wir berichten ehrenamtlich und frei über die Insel Baltrum und stehen in keinerlei Verbindung zur Gemeinde Baltrum.
Weitere News
22.1.2026
Krimi-Wochenende im Strandhotel
Bestseller Autorin Gisa Pauly wird vom 26.03.-29.03.2026 auf Baltrum sein....
22.1.2026
Wir suchen Dich!
Charmantes Jobangebot der Inselschule...
21.1.2026
B.-L.: Fahrplanänderung wegen Ostwindes
Fahrten der Reederei Baltrum-Linie verschieben sich Donnerstag und Freitag...
21.1.2026
CDU Baltrum hat neuen Vorsitzenden
Andreas Rothengaß ist Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Baltrum...
20.1.2026
Kugelstoß
Nach Weihnachten ist vor Weihnachten – Kiefernwald-Weihnachtsbaum abgeschmückt...
20.1.2026
Polarlichter über Baltrum
Spektakel auch gen Süd...
19.1.2026
Löschung an der Frachterpier
...
17.1.2026
Postöffnungszeiten
In den Baltrumer Winterferien an bestimmten Tagen...
16.1.2026
Das Foto des Jahres 2025
Viele wunderschöne Baltrum-Aufnahmen haben uns erreicht. Wir möchten uns daher nochmal ganz herzlich...
15.1.2026
Nachruf: Helmut Dohrmann
Helmut Dohrmann 1950–2025...
15.1.2026
40 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
Zum Auftakt weißes Schneekleid – Winterbilder von Karen Kammer...
14.1.2026
DGzRS-Weihnachtsmarkt-Schiffchen gut gefüllt
600 Euro und vierundsechzig Cent waren im Sammelschiffchen der DGzRS, das Alfred Scheepker tradition...
13.1.2026
Moin Baltrum!
Wählergemeinschaft Moin Baltrum: Neujahrsempfang am 27. Januar...
13.1.2026
Wertstoffhof erst Donnerstag
Der Wertstoffhof bleibt heute, am Dienstag, dem 13. Januar 2026 geschlossen. Ersatztermin:Donn...
10.1.2026
SchirmSeaBar trotzt dem Schnee
Samstag und Sonntag Bundesliga und heiße Getränke...
9.1.2026
Postzustellung erst wieder Dienstag
Keine Postzuführung bis einschließlich Montag, 12.1.2026...
9.1.2026
Vorglühen
Der Inselmarkt hat auf – und es gibt Glühwein!...
9.1.2026
Teeversand macht Schneepause
Kein Tee-Versand von Baltrum bis Montag...
9.1.2026
Frischemarkt nur heute Vormittag
Freitagnachmittag geschlossen...
9.1.2026
Heute kein Schiff
B.-L.: Alle planmäßigen Fahrten am Freitag gestrichen...
9.1.2026
Schneesturm
Skippers heute ab 17 Uhr: Wer sich durch den Schnee kämpft, bekommt einen Glühwein aufs Haus...
8.1.2026
B.-L.: Bus on demand
Die Reederei Baltrum-Linie teilt mit...
8.1.2026
Neu: Med. Fußpflege bei BaltrumMed
Tel. Terminvergabe Mo–Fr 9–12...
8.1.2026
Apotheke
Freitag wegen Wetter zu! Letzte Abholmöglichkeit heute von 17.30 bis 18.00 Uhr....
8.1.2026
KSV-Plan erweitert
Neue Sparte Hörspiel, donnerstags mit Fanny Langner – Turnhallenbetrieb wieder ab 9.1.2026...





