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06.06.2018

Strandaufspülung Langeoog wird fortgesetzt


200.000 Kubikmeter Sand werden östlich des Hauptbadestrandes eingearbeitet

Norden/ Langeoog
Im Auftrag des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) wird zur Zeit die im vergangenen Jahr begonnene Strandaufspülung vor dem Pirolatal fortgesetzt. Sie dient der Sicherung der Dünen vor dem Pirolatal gegen Abbrüche in Sturmfluten. „Wir haben die Entwicklung des aufgespülten Bereiches über den Winter umfangreich vermessen und analysiert. Auf Basis dieser Untersuchungen wird die noch fehlende Sandmenge von circa 200.000 Kubikmeter über eine Strecke von 1,5 Kilometern im oberen Strandbereich eingespült", beschreibt Prof. Frank Thorenz als Leiter der NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney die anstehenden Arbeiten. Der Aufspülbereich beginnt östlich des Hauptbadestrandes, wobei der Strandübergang „Gerk sin Spor" frei zugänglich bleibt. Die Sandentnahme erfolgt wie im letzten Jahr aus der Accumer Ee zwischen Baltrum und Langeoog. „Sandaufspülungen als naturnahe Maßnahmen sind auch international von großer Bedeutung für den Küstenschutz. Deshalb arbeiten wir in dem EU-INTERREG Projekt „Building with Nature" eng mit den niederländischen, belgischen, dänischen und schleswig-holsteinischen Küstenschützern zusammen, um gemeinsam optimale Lösungen für Sandaufspülungen zu entwickeln", ergänzt Thorenz.

Das Vorhaben hat Anfang Juni mit der Reaktivierung der eingesandeten über einen Kilometer langen Dükerleitung begonnen, die vom Strand bis zur Koppelstelle für das Baggerschiff führt. Dazu müssen der Koppelkopf am Ende der Leitung unter Wasser freigelegt und die Landleitungen verlegt werden. „Am Ende der 23. oder am Beginn der 24. Kalenderwoche wird dann das Baggerschiff „Thor" der dänischen Firma Rohde Nielsen A/S die eigentliche Aufspülung fortsetzen. Bei gutem Wetter können die Arbeiten nach etwa sechs Wochen abgeschlossen sein", berichtete Projektleiter Theo van Hoorn.

Für die Durchführung der Maßnahme einschließlich Planungen und Begleituntersuchungen werden zwei Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe des Bundes und der Länder zur Verbesserung des Küstenschutzschutzes eingesetzt.

Langeoog ist als einzige Ostfriesische Insel seeseitig nur durch Schutzdünen gegen Sturmfluten geschützt. Massive Schutzanlagen sind nicht vorhanden. Die insgesamt 20,3 km langen Schutzdünen beginnen auf der südwestlichen Seite der Insel am Flinthörn und erstrecken sich in Richtung Osten bis zum Osterhook.

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Foto: s-press!
Quelle: NLWKN