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04.07.2019

Baltrum-Linie gewinnt in zweiter Instanz


Oberlandesgericht weist Klage der ehemaligen Gesellschafterinnen ab

 

Aurich / MARI

 

Die Baltrum-Linie ging im Streit mit drei ehemaligen Gesellschafterinnen auch in zweiter Instanz als Siegerin hervor. Das Oberlandesgericht Oldenburg bestätigte das Urteil der Handelskammer des Landgerichts Aurich, die die Klage der Gesellschafterinnen abgewiesen hatte. Allerdings erzielten die ehemaligen Gesellschafterinnen einen Teilerfolg. Die vom Landgericht verhängte Vertragsstrafe wurde aufgehoben. Die Frauen müssen die Summe von 13.875 Euro pro Person nicht zahlen.

Die ehemaligen Gesellschafterinnen hatten ihre Anteile an der Baltrum-Linie an die AG Ems, die unter anderem den Fährverkehr nach Borkum durchführt, verkauft. Die ehemaligen Anteilseignerinnen blieben der Baltrum-Linie allerdings insofern treu, als sie von der AG Ems als treuhänderische Verwalterinnen eingesetzt wurden. Mit diesem neuen Status nahmen die Frauen an den Gesellschafterversammlungen der Baltrum-Linie teil.

Die Neßmersieler Reederei befürchtete, dass die Konkurrenzreederei AG Ems auf diese Weise geschäftliche Planungen und Projekte der Baltrum-Linie ausspionieren könnte und schloss die Frauen von der Versammlung aus, wogegen die ehemaligen Gesellschafterinnen klagten. In der mündlichen Gerichtsverhadlung vor dem Landgericht waberte unterschwellig der Verdacht der Vorbereitung einer feindlichen Übernahme durch den Gerichtssaal. Direkt erhoben wurde dieser Vorwurf aber nicht.

Ob das Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg rechtskräftig ist, konnte noch nicht geklärt werden.

 

Ostfriesischer Kurier 3. Juli 2019, Seite 1


 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Ostfriesischer Kurier
Quelle: Ostfriesischer Kurier vom 3. Juli 2019