Suche:
News

25.03.2019

IUS - Familientreffen


Inselfamilienfeier.

Auf Baltrum folgt Norderney


Am 25.03.2019 Von: Klaus Kremer

Zum 23. Mal haben sich jetzt Chöre, Bühnen, Bands, Orchester, Tanzgruppen und mehr der großen Ostfriesischen Inselfamilie zu „Insulaner unner sück“ zum Feiern, Singen, Klönen, Spielen und Musizieren getroffen, in diesem Jahr genau in der Mitte auf Baltrum und sofort war das ganz spezielle Unner-sück-Gefühl wieder da! „Wir sind alle Brüder und Schwestern!“ stellte Udo Bengen fest, der bei der zweiten Abendveranstaltung die Moderation übernommen hatte und beschrieb die Stimmung damit ganz genau. Am Samstagabend wurde die Ausrichterflagge von den Fleitjes und Bürgermeister Berthold Tuitjer an Norderney übergeben. Bürgermeister Frank Ullrichs nahm sie „mit Ehrfurcht“ entgegen und lud alle Inseln für das kommende Jahr vom 6. bis 8. März ein. Baltrum habe ein außergewöhnlich schönes Wochenende vorgelegt, stellte er fest und versprach: „Die Quartiere sind jetzt schon geblockt“. Federführung bei der Organisation wird der Förderkreis Norderneyer Schulen haben.

Es war in der Tat ein sehr harmonisches und herzliches Familientreffen auf Baltrum mit vielen Begegnungen. Bei der Gestaltung des Programms werden die Organisatoren der anderen Inseln genau hin geschaut haben, denn das etwas veränderte Konzept mit Auftritten der zahlreichen Gruppen über den Tag verteilt an verschiedenen Orten hatte sich sehr bewährt. Die Abendveranstaltungen am Freitag und Samstag liefen dadurch entspannt und kompakt ab, zusätzlich führten die Auftritte der Tanzgruppen auf dem Dorfplatz, der Gospelchöre in der Inselkirche und des insularen Nachwuchses in der Inselschule die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder zusammen. Insgesamt war das Treffen hervorragend vorbereitet worden und Baltrum zeigte sich einmal mehr als sehr guter Gastgeber.

Kult ist am zweiten Abend vor der feierlichen Übergabe der Flagge und der gemeinsamen Hymne „Die Sieben zum Verlieben“ der Auftritt des Bürgermeisterchores. Alle sieben Verwaltungschefs waren wieder angereist und hatten unter der Leitung von Andre Ebbighaus intensiv geprobt. Erstmals waren sogar zwei Stücke vorbereitet worden, zur Melodie von „Heute hier - Morgen dort“ beschrieben die Bürgermeister zum Beispiel ihren stressigen und doch schönen Beruf und wurden für ihren Auftritt mit stehenden Ovationen gefeiert.

Den Auftakt des Abends hatten „Zehn im Watt“ von Norderney übernommen, die diesmal nur zu sechst auf der Bühne standen. Als Gastgeschenk hatten sie einen aufblasbaren Maibaum mitgebracht, da Baltrum den von Norderney vor einem Jahr „gestohlen“ hatte. Die Niederdeutsche Bühne von Borkum erinnerte mit Humor an die verlorenen Container der MSC ZOE, anschließend feierte der Männerchor des Verein Borkumer Jungs unter neuer Leitung und erkennbar verjüngt ein Comeback nach kurzer Pause.

Den Wanderpokal für die besten Boßeler gewannen nach Disqualifikation der Borkumer wegen versuchten Dopings des Gegners die Juister. Kaja und Udo Bengen überreichten ihn, bevor der Förderkreis Norderneyer Schulen das Publikum mit „Turne bis zu Urne“ und viel Witz unterhielt.

Dann enterte der Langeooger Shantychor de Flinthörners um Chorleiterin Puppa Peters die Bühne. Die Crew bekräftigte ihren Ruf als „etwas anderer Shantychor“ und feierte mit „Down among the Dead Men“ mit Shantyman Ralf und Gerrits „Can’t hold the good Man Down“ gleich zwei Premieren aus dem neuen Programm, das am 8. April erstmals auf der Bühne im Haus der Insel zu hören sein wird.

Anschließend strapazierten die Spiekrooger Sabbelschnuten die Lachmuskeln der Gäste mit Hockergymnastik und die Döntje Singers von Norderney boten wieder Anekdoten und Geschichten, musikalisch verpackt in stimmungsvolle Lieder.

Etwas ganz besonderes hatten sich Sabine Hinrichs und Udo Bengen dann ausgedacht: Sie versteigerten die komischen Inselvögel, die Karikaturist Denis Metz entworfen hatte, zu Gunsten der Baltrumer Feuerwehr, die das Insulanerfest kräftig unterstützt hatte. Über 1.000 € kamen zusammen, das meiste Geld brachte der Langeooger Vogel ein, der für 200 Euro vom Shantychor ersteigert wurde. Im Nachgang wurde er noch von dem Wangerooger Vogel überboten, der, als er wieder auftauchte 220 Euro einbrachte!

Nach der Übergabe der Flaggen und dem Lied „Die Sieben zum Verlieben“, bei dem niemand sitzen blieb und alle mitsangen, zum Abschluss des „offiziellen“ Teils ging natürlich kaum jemand nach Hause. Es wurde zur Musik der Inselcombo von Wangerooge im großen Festzelt noch lange gefeiert.

Der Langeoogchor De Likedeeler gehörte zu den ersten Gruppen, die bereits am Freitagabend auftraten, der Gospelchor Langeoog war an diesem Wochenende gleich zwei Mal zu hören. Zunächst am Samstagnachmittag in der Inselkirche gemeinsam mit den befreundeten Chören von Borkum und Wangerooge und am Sonntagmorgen an gleicher Stelle im Rahmen des Gottesdienstes.



Link -> Artikel mit vielen Bildern auf Langeoognews.de

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Hinrichs
Quelle: Klaus Kremer, Langeoognews.de