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News

20.10.2018

Stellungnahme der GfB


zur Nationalpark-Politik der CBU/Baltrum21 Fraktion


Presseerklärung der Wählervereinigung „Gemeinsam für Baltrum“ vom 17.10.18

"Jetzt reicht´s!

Die "GfB- Gemeinsam für Baltrum" ist fassungslos. Wochenlang hatte Jann Bengen (CDU) getrommelt, Baltrum müsse aus dem Nationalpark austreten, hat mit seiner CDU/Baltrum21 Fraktion einen Antrag auf Austritt gestellt, hat dann zurückgerudert und nun soll alles nicht einmal ernst gemeint gewesen sein?

Der Antrag auf Austritt hatte die Wellen hoch schlagen lassen: Beileibe nicht alle Insulaner sind mit Jann Bengen einer Meinung. Sie wurden gar nicht gefragt und waren entsetzt, dass in ihrem Namen Baltrum plötzlich aus dem Nationalpark austreten sollte. Gäste drohten mit Stornierung ihrer Urlaubspläne auf Baltrum. Das Image der naturbelassenen und natürlichen Insel Baltrum wurde deutschlandweit beschädigt und die Nationalpark-Verwaltung wurde grob brüskiert. Letzteres besonders pikant, da Baltrum derzeit die Genehmigung seiner Wassersportzonen neu mit der Nationalpark-Verwaltung verhandeln muss!

"Jetzt reicht´s" - so die GfB Gemeinderäte Eva Bach, Dr. Uwe Friedrich und Edzard Meyer. "Wir sind doch nicht im Kindergarten." Die Ratssitzung am Montag war schon ein starkes Stück: Den GfB-Gemeinderäten, dem Bürgermeister und dem zahlreich erschienen Publikum wurde eröffnet, es wäre jetzt doch anders. Von der CDU/Baltrum21 Fraktion wurde ein neuer Antrag in Form eines vollgeschriebenen DIN A 4 Blattes verteilt. Die GfB-Räte sollten sich diesen durchlesen und danach sollte in der selben Sitzung darüber entschieden werden (an sich schon ein unzulässiges Ansinnen, das Jann Bengen beantragte).
So ein Vorgehen ist bereits eine Respektlosigkeit sondergleichen, findet die GfB. Wir hätten selbstredend vorab informiert werden müssen. Die Rücknahme des Antrags und der neue Antrag waren offensichtlich schon einige Tage abgemacht gewesen. Doch dass die CDU/Baltrum 21 Fraktion nun sogar nie ernsthaft für einen Austritt aus dem Nationalpark gewesen sein soll, setzt dem Ganzen die Krone auf.

Die GfBler schütteln den Kopf: Ein Ratsvorsitzender, der mit seiner Fraktion einen weitreichenden Antrag stellt, der die Insel und die Gefühle vieler Insulaner und Gäste verletzt und der in letzter Minute den Antrag zurückzieht, später behauptet, der Antrag sei nie ernsthaft gewesen, macht sich völlig unglaubwürdig. Da Jann Bengen die Gemeinderatsarbeit und die Verantwortung für das Wohl der Gemeinde offensichtlich mehr als Spiel, denn als verantwortungsvolle Aufgabe zu sehen scheint, muss er sich die Frage gefallen lassen, ob er als Ratsvorsitzender geeignet ist."

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Die GfB-Fraktion (Gemeinsam für Baltrum) war bei der vergangenen Ratssitzung am Montag mit der überraschenden Änderung der Tagesordnung und dem Antrag zur Nationalpark-Evaluierung konfrontiert worden. Die Mehrheits-Fraktion behauptete, sie sei nie ernsthaft für einen Austritt gewesen. Stattdessen habe es sich um einen Hilferuf gehandelt, um das Interesse der Medien zu wecken, war am Dienstag u.a. in der OZ (Ostfriesen Zeitung) zu lesen.

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: s-press!
Quelle: Gemeinsam für Baltrum