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10.10.2018

Betriebsausschusssitzung I.


Die Zahlen seien vergleichsweise enttäuschend, befand die stellvertretende Vorsitzende des Betriebsausschusses, Petra de Vries, bei dessen Sitzung am Dienstagnachmittag im Rathaus auf Baltrum. Betriebsleiter und Kurdirektor Berthold Tuitjer und Kämmerin Heike Klaassen hatten die Zahlen vorgelegt für den Vergleichszeitraum 1.1. bis 30.9. 2017 und 2018. Demnach hatten 2017 knapp 65.000 Gäste die Insel besucht, 2018 waren es bis dato etwas mehr als 68.000. An Übernachtungen waren es im Vorjahr knapp 411.000, heuer über 408.000. Dafür ist ein deutliches Plus bei den Kurbeitragseinnahmen zu verzeichnen: etwas über 1 Million 39.000 Euro gegenüber 1 Million 23.000 im Vorjahr - die Tagesgäste eingerechnet. Diese verzeichneten für sich beziffert einen Zuwachs von über zehn Prozent: knapp 89.000 Euro in 2017 und jetzt über 98.000 Euro.
Bei den Strandkörben hingegen sind "trotz des Supersommers" die Einnahmen zurück gegangen. Es wurde sehr kritisiert, dass für diese Saison im Vorfeld keine neuen Strandkörbe angeschafft worden waren. Es hatte in der Vergangenheit viele Aussortierungen geben müssen, sodass der Bestand seit 2012 kontinuierlich gesunken sei. Für nächstes Jahr hätte der Gemeinderat 60 neue Körbe bewilligt. Die Auslastung sei nur an der Spitze im Kern der Niedersachsen- und Nordrhein-Westfahlen- Ferien garantiert, ansonsten falle sie extrem ab. Es wurde darauf hingewiesen, dass das Angebot der Vorbestellung unbedingt genutzt werden sollte.
Das "Gemeinsame Ticketing" ist durch den Förderbescheid in die Gänge gekommen - der Betriebsausschuss stellte indes eine Auftragsvergabe zurück. Die Programmierung sei so speziell und auf die Bedürfnisse der Insel und der Reederei zugeschnitten, dass mit dem Rechnungsprüfungsamt untersucht werden soll, ob auf eine Ausschreibung verzichtet werden darf. Man hoffe, das System zur kommenden Saison starten zu können. Mit dem gemeinsamen Verkauf von Schiffsfahrkarte und Kurbeitrag erhofft sich die Kurverwaltung weitere Mehreinnahmen und eine enorme Erleichterung für die Vermieter.
Für die Sanierung der Lüftungsanlage in Schwimmhalle und Sauna beschloss der Betriebsausschuss die Auftragsvergabe nach erfolgter Ausschreibung in Höhe von rund 220.000 Euro zur Bewilligung an den Verwaltungsausschuss und Gemeinderat.
Ebenso einstimmig empfahl der die Auftragsvergabe für das Spielrondell im Wert von rund 4000 Euro. "Wenn man sieht, wie das drehbare Klettergestell bespielt wird, hat es die ganzen Jahre gut gehalten", erzählte Bauhofleiter Dieter Helmers die Geschichte eines der beliebtesten Spielgeräte am Strand. Es war 2007 neu angeschafft und 2011 komplett überholt worden.
Der Betriebsausschuss beschloss einstimmig den Beitritt zum Kooperationsvertrag mit der OFI - der Werbegemeinschaft der Ostfriesischen Inseln GmbH. Es ist ein Modell ausgearbeitet worden, wonach der Sockelbeitrag für Baltrum um die Hälfte reduziert werden konnte. Dafür wird Baltrum zunächst kein wirklicher Gesellschafter - nämlich ohne Stimmrecht, so lautet der Kompromiss. Der zu zahlende Jahresbeitrag beläuft sich auf rund 19.000 Euro für den halben Sockelbetrag und 34.000 Euro für den aus den Übernachtungszahlen resultierenden Beitrag. Für Baltrum bedeute dies eine Ersparnis von 45.000 Euro für die drei laufenden Jahre. Kurdirektor Tuitjer zeigte sich zuversichtlich, dass durch die Teilnahme Baltrums alle sieben Ostfriesischen Inseln wieder zusammen an einem Strang ziehen könnten. In 2020 würde dann neu verhandelt. Doch: "Wir können das locker stemmen!" meinte er angesichts der positiven Haushaltszahlen, die vor allem durch die guten Kurbeitragseinnahmen zustande kommen.
Haushaltsbericht folgt.

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Foto: s-press!