Suche:
News

09.10.2018

B-L weist Vorwürfe zurück


Jede eMail und jedweder Schriftverkehr würden ausführlich beantwortet, wehrt sich Geschäftsführerin Christina Ulrichs gegen die Vorwürfe, die bei der vergangenen Hafenzweckverbandssitzung auf Baltrum gegen die Reederei Baltrum-Linie hinsichtlich der vermeintlichen Überfüllung der Fähre und des Winterfahrplans laut geworden waren. Viele Beschwerden hätte es zudem nicht gegeben.
Die mit Schwerbehinderten mehrmals zur Insel reisende Gruppe wäre nur ein Mal mit dem kleineren Schiff, der Baltrum III, gefahren. An diesem Tag wären viele Menschen da gewesen, die meisten hätten aber Rücksicht genommen und die Gruppe hätte geschlossen als erstes auf das Schiff gekonnt. "Da ein sonniger Tag war, wollten unsere Rollstuhlfahrer auch draußen bleiben und haben dort freiwillig ausgeharrt. Es hat alles immer toll geklappt, dafür vielen Dank."
Dass die Baltrum III an einigen Tagen im September entgegen der Kritik nicht überfüllt gewesen sei, kann die Reederei mit konkreten Zahlen belegen. "Wir halten uns aus Sicherheits- und versicherungstechnischen Gründen an die zugelassene Personenzahl". An Bord könne es mintunter eng werden, wenn zusätzlich auch Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren befördert werden müssten. Dies sei aber alles im Rahmen der maximalen Auslastung. Die erforderlichen Sicherheitsbestimmungen würden niemals außer Acht gelassen. "Man kann es nicht immer allen Recht machen, bei schönem Wetter wollen alle draußen in der Sonne sitzen, bei schlechtem Wetter natürlich unter Deck. Das funktioniert leider nicht immer." Die Besatzung sei immer hilfsbereit und freundlich gegenüber den Fahrgästen. Sie habe es nicht verdient, so dargestellt zu werden, als ob an Bord Menschen mit Mobilitätseinschränkung ausharren müssten und Familien auseinandergerissen werden, wehrt sich die Reederei gegen Verunglimpfung und Rufschädigung.
Als Reederei wolle man versuchen, auch im Interesse der Fahrgäste die Preise stabil zu halten und keine jährliche Preiserhöhung vorzunehmen. Dazu gehöre auch, dass aus ökonomischer Sicht die MS Baltrum III im Frühjahr und Herbst innerhalb der Woche auch im Linienverkehr zeitweise eingesetzt wird: "Beim Einsatz der größeren Fähre, der MS Baltrum I, entstehen mehr Kosten aufgrund von höheren Hafengebühren sowie erhöhten Personal- und Energiekosten," wird um Verständnis geworben.
Dass die Schnellfähre Baltrum IV nicht eingesetzt würde, läge an der mangelnden Auslastung bzw. Nachfrage. Es gäbe beispielsweise in diesen Tagen sowohl von Baltrum als auch von Neßmersiel jeweils vier Abfahrten (ab 10:00 bis 22:00 Uhr). "Ein Einsatz der Baltrum IV wäre somit völlig überdimensioniert und würde ins Leere laufen. Es nehmen keine zusätzlichen Fahrgäste dieses Angebot der MS Baltrum IV (Zuschlagsgebühr 7,- €) wahr, zumal diese Fahrgäste beim Parkplatzservice Assing eine zusätzliche Gebühr (mindestens 10,- €) bei Fahrten mit der MS Baltrum IV zahlen müssten. Bei uns gibt es keine Kundenanfragen nach einer Zusatzfähre wie der MS Baltrum IV. Wir als Reederei können nur dann wirtschaftlich überleben, wenn wir Fahrten einstellen, für die es leider keine Nachfrage mehr gibt."
Die seitens der Baltrumer als zu eng bemessen befundene Taktung der Tagesfahrten in den Wintermonaten will die Reederei ebenfalls entkräften. Der neue Fahrplan sehe ausreichend geeignete Tagesfahrten vor, unterstreicht die Reederei Baltrum-Linie.

Etwaige Beschwerden oder Forderungen sollten stets schriftlich formuliert werden, hatte die Verbandsversammlung bei der letzten Sitzung festgestellt. Just die konkreten Fakten und Belege vermisst die Reederei derzeit in der laufenden Kritik.

Link -> Die Baltrum-Linie ist jetzt auch bei facebook!

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: s-press!