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20.04.2018

Cash-Back-Service statt Geldautomat


Wohin mit dem Bargeld?
... lautet immer noch eines der Probleme, das die Baltrumer seit der Schließung ihrer Sparkasse auf der Insel umtreibt. Dem Vernehmen nach klappt es nicht so ganz mit der regelmäßigen Entsorgung - viel zu teuer, viel zu kompliziert... Manch einer hat sowieso Termine an Land, und erledigt das auf diesem Wege, wenn er nicht zuvor eh die Bank gewechselt hatte.

Woher mit dem Bargeld?
Auch die Versorgung der Gäste mit Bargeld ist nicht garantiert. Wie befürchtet gab es die ersten Schwierigkeiten über Ostern, als ein Geldautomat ausfiel. Da gibt es jetzt eine Lösung, die der "Baltrum Bargeldlos-Initiative" des Bürgermeisters im Kleinen trotzt und der Findigkeit des Handels zu verdanken ist:
Die Baltrumer Geschäfte und Supermärkte Stadtlander, Frischemarkt und Inselmarkt bieten den so genannten Cash-Back-Service an. Den hat der Handelskonzern Rewe schon 2003 "erfunden", nach und nach ist er auf Baltrum ebenfalls angekommen. Da dieser Service nicht überall explizit beworben wird, wissen viele Kunden nicht davon, obwohl er - im Gegensatz zu fremden Bankautomaten - kostenlos ist.
Es funktioniert so: Voraussetzung ist ein Mindesteinkauf von 20 Euro. Dann kann sich der Kunde mit seiner Girokarte bis zu 200 Euro in bar auszahlen lassen – theoretisch auch mehrmals täglich, je nach Kreditinstitut. Der Kunde muss dabei die PIN seiner Girokarte kennen. Nur die Unterschrift auf dem Kassenzettel reicht für das Abheben im Supermarkt nicht aus - an einem Geldautomaten aber ja auch nicht. Der gewünschte Geldbetrag wird später zusammen mit dem Einkaufswert vom Bankkonto des Kunden abgebucht.

Die Baltrumer Vermieter indes zählen zumeist auf Vorabüberweisung, wenn sie nicht Kartensysteme bereit halten. Es sei den Gästen ans Herz gelegt, auch den Kurbeitrag im Voraus online zu buchen - eine Bareinzahlung der Kurtaxe seitens des Vermieters beim noch bestehenden Geldinstitut auf der Insel auf das Kurverwaltungskonto sei fortan nicht mehr möglich, heißt es.

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Foto: Archiv s-press!