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08.02.2018

Ratssitzung am Dienstag auf Baltrum V.


Es soll vorangehen mit der Hafenplanung in Neßmersiel. Dies beschloss der Baltrumer Gemeinderat einstimmig auf seiner Sitzung am Dienstagabend. Die Abgesandten für die Hafenzweckverbandsversammlung wurden so mit dem Votum ausgestattet, bei der kommenden Sitzung die Planungen für den vom Hafenzweckverband Baltrum-Neßmersiel betriebenen Hafen anzustoßen. Nachdem sich das Ausschreibungsverfahren um die Neuvergabe der Fährlinie Neßmersiel - Baltrum lange hingezögert hatte, herrschte Planungsunsicherheit. Die Baltrum-Linie hatte bereits vor einigen Jahren Pläne zur Modinisierung ihrer Flotte vorgelegt, die eine Hafenumgestaltung notwendig gemacht hätte. Die Baltrumer Ratsdamen und -herren waren sich einig, dass der jetzt freie Hafen Neßmersiel zu einem modernen Hafen mit entsprechender Personen- und Frachtverkehrsabwicklung ausgebaut werden sollte, um keine Unternehmen zu behinden. Dies beinhaltet auch die Anbindung für Roll-On-Roll-Off-Schiffe. Zunächst gelte es, die Richtung festzulegen. Dazu werden die Fraktionen aufgefordert, in ihren Gremien Entscheidungen zu treffen, um mit den Planungen anzufangen, "wohin die Reise hingehen soll".

Bei der anschließenden Bürgerfragestunde wurde der Rat unter anderem gefragt, was die Gemeinde gegen die "Vergreisung der Insel" zu tun gedenke. Um Fachpersonal auf die Insel zu locken und zu halten bedürfe es geeigneten Wohnraums und einer ganztägigen Kinderbetreuung. Man müsse in die Zukunft investieren, wurde gefordert. Bürgermeister Berthold Tuitjer führte aus, dass es keinen Anspruch auf ganztägige Kinderbetreung gebe, und die Insel mit ihrem Kindergarten sehr gut und mit einem hervorragenden Betreuungskonzept ausgestattet sei. Eine erweiterte Betreuung sei nicht zu finanzieren, "es sei denn, der Bund würde sein Säckel aufmachen“. Es wurde darauf verwiesen, dass die Kommune sehr wohl und viel investiert habe, zuletzt wäre die Inselschule zu einer modernen Oberschule ausgebaut worden. Tuitjer brachte sein Wohnraumprojekt zwecks Gründung einer Wohnungsgenossensschaft zur Sprache - doch, man würde sich durchaus Gedanken machen in der Gemeinde und sei konzeptionell gut aufgestellt.

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs