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01.07.2017

Inselwitz-Ausstellung 2017 eröffnet


Als großartiges Ereignis für die kleine Insel Baltrum würdigte der Stellvertreter des Bürgermeisters, Dr. Uwe Friedrich, am Freitagabend in seiner Eröffnungsansprache das Inselwitz-Spektakel. Einem vor allen sei dies zu verdanken, dem Denis Metz, Cartoonist auf Baltrum und Erfinder dieses nun zum achten Mal stattfindenden Treffens. Die Hautevolee der Spezialisten des gezeichneten Witzes trifft sich hier alljährlich, um eine Woche lang unter einem immer neuem Motto satirische Geschichten auf Papier zu bannen. Die Baltrumer und ihre Gäste haben Glück, denn sie können das Ergebnis stets in einer anschließenden und lange aushängenden Ausstellung betrachten. Die Vernissage am Freitagabend schloss die "Arbeiten" ab und eröffnete dem Publikum Einblick in diese Welt, die Welt zu betrachten.
Denis Metz war dankbar, dass trotz der Konkurrenz auf der Insel Föhr - die zeitgleich ein ähnliches Witzetreffen veranstaltete - so viele namhafte Illustratoren vor Ort waren: Stephan Baumgarten, Marco Finkenstein, Dagmar Gosejacob, Steffen Gumpert, Olga Hopfauf, Michael Holtschulte, Marlis Kahlsdorf, Ralf Marcinczik, Alexx Marone, Beatrix von Velsen und Frank Zimmermann. Mit dabei waren wieder Ole und Målin, die bewiesen, dass auch Kinder und Jugendliche schon mit Humor Politik und Umwelt erleben und sie im Bilde festzuhalten vermögen.
Denn dies war das Thema des Events: "Die sieben postfaktischen Inseln". Das von Metz zum Unwort des Jahres gekürte Adjektiv bot jede Menge Spielraum für die Satiriker, die die aktuelle politische Situation mit kritischem und scharfem Witz beurteilten. Und auch die Insel Baltrum bekam ihr Fett weg (Föhr natürlich auch) - und viele der Cartoons beschäftigen sich klug und nachhaltig mit Umweltverschmutzung und Klimawandel. Der Clou ist wieder die Bestückung der alten Inselkammer-Vitrine, die zeigt, dass die Damen und Herren Karikaturisten nicht nur zweidimensional unterwegs sind...
Die Inselbühne Baltrum hatte zu Beginn des Abends ein kleines Schattenspiel aus der Feder von Beate Metz mit geschnitzten Figuren von Denis Metz zur Aufführung gebracht: "Titanic"... Der absurde Untergang dieses Riesenschiffes mit Riesentamtam stand ja wohl Pate für die Namensgebung des Satiremagazins, für das Metz ebenfalls Beiträge beisteuert.
Trotz des Dauerregens hatten sich viele Inselwitz-Freunde im Obergeschoss des Nationalpark-Hauses eingefunden. Der Leiterin Karen Kammer wurde neben einem obligatorischen (aber postfaktischen) Blumenstrauß ein von allen Teilnehmern zusammen gestaltetes Nationalparktiereplakat zum Dankeschön für Unterschlupf und Betreuung geschenkt.
Dann ging ein Jeder los, die Bilder zu sehen, ein Getränk zu sich zu nehmen und der Gitarrenmusik von Alexx Morrone zu lauschen - kurz, die Vernissage war wieder auch ein sehr lustiger und geselliger Abend.
Die Ausstellung kann zu den normalen Öffnungszeiten des Nationalpark-Hauses angesehen werden. Der Eintritt ist frei. Die Werke und Bücher der Künstler sind käuflich zu erwerben.

 

 

 


Autor: Sabine Hinrichs
Fotos: Hinrichs/Kammer/Kirchner