Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Hier gehören allgemeine Diskussionen rund um Baltrum und Baltrum-Online rein.
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mame
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Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon mame » 18.05.2015, 17:29

Moin zusammen
nachdem Moorgeist meinte ich soll "Deswegen" ruhig weiter hier was verzählen nutze ich den Schwung gleich mit einem neuen Thread und frage mal die Meinung der Leser hier ab, was sie von den von Hr. Bengen vorgestellten Plänen zur finanziellen und sonstigen Sanierung des Sindbades halten. Selber habe ich mal überschlagen - hm - also von 30 Wohneinheiten war ja mal die Rede, die ja irgendwie auch im Zusammenhang mit dem Thema " Bezahlbaren Wohnraum schaffen für Insulaner" standen (vielleicht erinnert sich ja noch der eine oder andere, ich glaub, der Bürgermeister war deswegen extra zu einem großen Treffen in Hannover). Nun ist von einem Vermarktungspotenzial von 20 bis 25 Mill. die Rede. Also, (mal abzüglich der sehr fragwürdigen Vermietung von Gewerbeflächen) pro Wohnheit so um die 600 bis 800 Riesen, na, wenn das kein günstiger Wohnraum ist für junge Familien, die hier arbeiten und bleiben wollen, dann weiß ich´s auch nicht.
Die Pläne sehen schon schick aus, gar nicht so überdimensional wie man vermuten konnte. Ob das in Echt dann hinterher auch so freundlich ausschaut, - da halten wir es dann mit Beckenbauer ... mer mal.
bin gespannt auf Resonanz
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DC
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon DC » 18.05.2015, 22:09

Also ich bin kein Insulaner und daher könnte es mir egal sein was sich die Insel da hinsetzt.
Auf jeden Fall hatte ich heute Mittag beim ersten Blick auf das Foto sicherlich das blanke Entsetzen in den Augen. Man möge sich einmal vorstellen wie so ein Klotz von Gebäude dann auf der Insel aussieht. So etwas passt doch überhaupt nicht zum Charakter der Insel. Ich möchte behaupten das selbst auf Norderney niemand auf die Idee kommen würde so einen "Konstrukt" zu erschaffen (oder etwa doch ....?)

Und wie war das mit dem bezahlbaren Wohnraum für Insulanern? Wenns ums Geld geht vergessen wohl manche sehr schnell was einmal gesagt wurde.

Und auch die Idee das dies alles Investoren durchziehen sollen .... mit diesem Denken sind schon manche Städte auf die Nase gefallen und hatten dann hinterher eine hübsche Bauruine.

Vor allem eins: man sollte erst einmal einen sehr guten Statiker hinzuziehen der sich erst einmal dieses alte Gemäuer des Schwimmbades sehr genau anschaut. Vielleicht lösen sich dann diese ganzen Träume von alleine in Luft auf.

Aber das ist nur meine höchst persönliche Meinung .......
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon DerBlumige » 19.05.2015, 06:59

In seiner Grundidee besagt das Konzept nur, dass es unten einen öffentlichen Bereich gibt und auf dem Dach Wohnungen mit Meerblick. Der Architekt Thater z. B. geht in seinem Entwurf davon aus, dass das alte Sindbad abgerissen wird und alles von Grund auf neu gebaut wird. Dann schleppt man auch keine Altlasten mit sich rum und muss sich um die Statik des alten Gebäudes keine Sorgen machen...
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DC
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon DC » 19.05.2015, 08:58

Das widerspricht sich jetzt aber. Einmal wird von einer Aufstockung des Sindbads gesprochen wie im Artikel hier in den News.
Zitate:

Ein Investor erhält das Bau- und Vermarktungsrecht für Wohnungen auf dem Dach des Sindbades.

Das Sindbad hat eine Dachfläche von ca. 1.800 qm. Bei einer eineinhalbgeschossigen Bauweise stehen somit ca. 3000 qm Baufläche mit Meerblick zur Verfügung.
Ende des Zitats.

Jetzt wird aber bei diesem hier vorgestellten Konzept von einem Totalabriss gesprochen.
Was stimmt denn jetzt???
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon DerBlumige » 19.05.2015, 09:33

Was schlußendlich passiert ist Sache des Investors.

Wenn ein Investor meint, er könne den unteren Teil, also das alte Sindbad, modern gestalten und sanieren, um dann oben auf dem Dach Wohnungen zu bauen, so ist das ein Denkansatz.

Architekt Thater hingegen meint, dass es sinnvoller ist, das Sindbad abzureißen und neu zu erstellen, um dann Wohnungen auf dem Dach zu errichten.

Das Ergebnis ist immer dasselbe: Unten ein öffentlicher Bereich und oben auf dem Dach Wohnungen.
Zuletzt geändert von DerBlumige am 19.05.2015, 13:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon Austernfischerin » 19.05.2015, 12:15

"Abzureisen" ist ausgesprochen freudsch, hm? ;-)
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon mame » 19.05.2015, 16:45

Hi Fischerin
Abzureisen ist hoffentlich kein freudscher Verschreiber :P
Gruß
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon Karsten Paulsen » 19.05.2015, 20:02

Moin!

Das Projekt ist gerade noch in der Entwicklung und wird, falls es überhaupt jemals realisiert werden kann, noch viele Änderungen nach sich ziehen. Deshalb halte ich es verfrüht, jetzt schon in eine allgemeine kritische Stimmung zu verfallen. Ich finde es gut, daß sich Herr Bengen dazu Gedanken gemacht hat und der Gemeinderrat diese Projektmöglichkeit ernsthaft in Angriff nehmen will.

Leider bin ich selber der Überzeugung, daß das Sindbad nicht zu retten ist, Schwimm-und Spaßbäder brauchen andere Umsätze um wirtschaftlich betrieben werden zu können. Beim letzen großen Umbau konnte ich mich auf der Baustelle anhand der Bauausführungen überzeugen, daß es keine wirksame Bauaufsicht gab. Der damals zufällig anwesende Bürgermeister hat meine (zugegebenermaßen ungefragten) Bemerkungen zu den Baudetails jedenfall nicht verstanden und dementsprechend einordnen, geschweige denn umsetzen können.
Gruß aus Aurich
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon mame » 21.05.2015, 08:43

Moin zusammen
schade, dass der damalige Bürgermeister die Bemerkungen von Karsten Paulsen weder verstehen noch einordnen konnte. Und umsetzen konnte er sie schon gar nicht. Ja, wirklich schade, denn hätte er sie verstehen, einordnen und umsetzen können, wäre das ganze Bad heute sicher in einem komplett anderen, besseren Zustand. Ich hoffe doch sehr, der neue Bürgermeister wird dann bei einer Baustellenbesichtigung durch Karsten Paulsen seine Bemerkungen verstehen, einordnen und umsetzen können, dann brauchen wir alle nicht bange sein, dass da was Vernünftiges bei heraus kommt.
Ich finde ja den Entwurf von Hr. Thater richtig mutig muss ich sagen. Diese Unregelmäßigkeit bei der Gestaltung der Wohneihheiten, was Form, Farbe Oberflächentextur angeht, altobelli !!! Mal ´was ganz anderes als ewig roter Klinker und rot-braune Dachpfannnen! Würde mir wünschen, dass dann auch in Zukunft andere Bauherren nicht mehr an diese Fassaden- und Dachkonformitäten gebunden sind!
Schönen Tag allerseits
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon DC » 21.05.2015, 12:08

Die Frage die sich mir stellt ist: wer hat eigentlich den Architekten bezahlt?
Die Gemeinde kann es ja nicht gewesen sein da sie ja offiziell kein Geld mehr ausgeben darf. .... und eine "Gefälligkeits-Arbeit" des Architekten wird es ja wohl auch nicht gewesen. Dafür dürfte diese Arbeit doch einige Arbeitstage verschlungen haben.
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon Austernfischerin » 21.05.2015, 12:47

Ach Mame, du kamst zu spät. Der Blumige hat seinen Eintrag nach meiner Bemerkung (die nicht böse gemeint war!!) leider geändert und den so lustigen Verschreiber "abzureisen" in "abzureißen" korrigiert
. Schade, Blumiger, es passte so schön. ;-)
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon Moorgeist » 21.05.2015, 17:28

@ mame:
Die Farben und Formen ... eindeutig Helgoländer Barock.
Der Architekt hat einfach die Pläne für die dortigen bunten Buden genommen, ein wenig Glas dazu und das ganze aufs "Oberland" gesetzt :lol:
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon Uwe » 21.05.2015, 18:14

Dieser Vorschlag ist ja wirklich so unglaublich schlecht, dass man es kaum fassen kann.
Vielleicht sollte man den Architekten mal nach Baltrum einladen?
Hoffentlich wird dieser Albtraum niemals realisiert!
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon 66er » 21.05.2015, 21:11

Uwe, keine Angst. Welcher Investor ist so schlecht im Rechnen?
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon Karsten Paulsen » 22.05.2015, 21:01

So kann es gehen, wenn Investoren auf eine Insel lockt:
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=51521
Gruß aus Aurich
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon klünder » 27.05.2015, 11:46

Moin!

"Immobilienfinanzierte Infrastruktursanierung" klingt wie ein ein gängiges Geschäftsmodel, das bereits in Dubai, New York und Schanghai erfolgreich zur Anwendung gebracht wurde und jetzt auf Baltrum übertragen werden soll. Wer das mal googelt wird schnell feststellen, das dieses Worthülsenungeheuer extra für Baltrum erfunden worden und nichts als eine Nebelkerze ist.

Über den Plan muss auch gar nicht weiter diskutiert werden, weil die Schaffung von Baurecht für eine wirtschaftliche Gegenleistung auch dann als Korruption bezeichnet werden muss, wenn nicht Einzelpersonen, sondern eine Kommune davon profitiert. Beschlüsse in der Bauleitplanung haben sich ausschließlich nach städtebaulichen Aspekten zu richten. Die Verknüpfung verschiedener Interessen wird sich mit Sicherheit nicht in ein rechtssicheres Vertragswerk gießen lassen. Das ist so klar, dass der Bürgermeister das gar nicht in Erwägung ziehen wird und dass es wirklich erstaunlich ist, dass ein erfahrenes Architekturbüro sich dafür hergibt.

In der Sache sollte man/frau darüber nachdenken, ob es wirklich klug ist, zum dritten Mal nach dem "großen Wurf" zu suchen, nachdem die ersten Beiden dauerhafte und inzwischen nicht mehr leistbare Probleme bereitet haben. Das Bad hat die Gemeinde an den Abgrund gebracht! Wünschenswert wäre eine Sanierung, die eine deutliche Verkleinerung mit sich bringt. Dann werden hoffentlich auch die Probleme kleiner.

Klar sollte auch sein, dass die Kosten jeder Lösung von denen bezahlt werden müssen, die davon profitieren. Die Infrastruktur, die von der KV zur Verfügung gestellt wird ist Teil des Angebotes und damit des Geschäftsmodells der Vermietungsbetriebe. Die Kosten des Angebotes müssen also über die Gewerbesteuer an die Betriebe und von dort über die Preise an die Gäste weiter gegeben werden. Das hört keine/r gerne, jede/r Kaufmann/frau wird aber bestätigen, dass nur so eine stabile Preiskalkulation funktioniert. Und schließlich hat Baltrum ja auch den Vorteil, dass alle Betroffenen in eine Turnhalle passen und gemeinsam diskutieren und beschließen können, welches Angebot sie für das "Geschäftsmodell Baltrum" für wichtig halten und auch finanzieren wollen.
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon mame » 28.05.2015, 10:47

Moin zusammen
@ Klünder - hab` das Wort mal gegoogelt und tatsächlich, ist eine neue Wortschöpfung. Sozusagen eine Rekombination, was ja in der Evolution durchaus erfolgreich war. Ok, dann google du mal Public-private-Partnership (PPP), da wirst du lesen, dass es durchaus Möglichkeiten der Kooperation von Öffentlich und Privat geben kann. Jedenfalls finde ich den Ausdruck Korruption in diesem Zusammenhang fehl am Platze. Korruption beinhaltet doch Attribute wie Bestechlichkeit, Vorteilsnahme und eine gewisse Heimlichkeit, alles Dinge, die hier nicht zutreffen.
Zitat: Das Bad hat die Gemeinde an den Abgrund gebracht! Zitatende – da hast du wohl recht. Ich stimme dir zu, dass man zu oft den großen Lösungen den Vorrang vor den kleinen gibt. Die Kosten für eine Sanierung, egal ob Verkleinerung oder nicht, werden nun mit ca. 8 Mill. geschätzt, die, wie du meinst über die Gewerbesteuer an die Betriebe weiter gegeben werden soll. Das kann einer, der hier Null Gewerbesteuer zahlt natürlich leicht sagen. Alle Gewerbetreibenden haben noch die letzte Steuererhöhung im Gedächtnis und nun sollen 8 Mill. mal eben umverteilt werden, soll also heißen, wir sollen die Fehlplanungen der Vergangenheit ausbaden. Das ist sicher schwer vermittelbar!
Einerseits sage ich mir, warum nicht einen potenten Investor an Land – äh – auf die Insel ziehen, andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass sich ein Investor auf ein solches windiges, juristisch tatsächlich fragwürdiges Unterfangen einlässt. (Jedenfalls nur, wenn dabei die Gemeinde über den Tisch gezogen wird :D ) Ganz schlimm fände ich allerdings, wenn es, wie beim alten Kurzentrum, dann viele Jahre braucht, bis sich ein Investor fände und das Gebäude so lange vor sich hin verrottet.
Schaun mer mal
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon Karsten Paulsen » 28.05.2015, 16:50

Ich bin dafür am Gebäude sämtliche Leitungen zu kappen, umweltfreundlich zu entrümpeln um es dann mittels Druckwasserunterspülung in den sandigen Untergrund zu versenken. Jede andere Lösung belastet auch in Zukunft den Steuerzahler. Wenn die Vermieter gerne ein Schwimmbad haben wollen sollen sie eins bauen, aber bitte mit ihrem eigenen Geld.
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon 66er » 28.05.2015, 22:56

Da kann sich das Dünenschlösschen in Zukunft auf wohl traumhafte Buchungszahlen freuen :mrgreen:
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Re: Pläne zur Neugestaltung Schwimmbad

Beitragvon klünder » 29.05.2015, 17:48

Moinsen!

@mame: Für das Projekt müsste der Bebauungsplan (B-Plan) geändert werden, wobei die Festlegungen dann für den gesamten B-Plan gelten müssten, weil eine sog. „Handtuchplanung“ für ein einziges Objekt vermutlich nicht erlaubt ist. Egal-
Ich weiß nicht, wie die Besitzverhältnisse geregelt werden sollen. Wenn aber das Bad im Besitz der Gemeinde bleiben soll und der Investor dieses als Gegenleistung für das Baurecht saniert, dann ist das Korruption. Ein hoheitlicher Akt gegen einen wirtschaftlichen Vorteil. Das Stichwort hast Du genannt: Vorteilsnahme! Der Umfang der Sanierung müsste vertraglich geregelt werden. Der Vertrag würde vor Gericht reichen, um den B-Plan zu kippen.
Bei PPP baut ein Investor Infrastruktur, Schule, Straße, Rathaus, vielleicht auch Schwimmbad, und vermietet das dann an die Gemeinde. Die muss das dann nicht finanzieren, ist nicht für die Unterhaltung zuständig und hat den Mietpreis als feste Größe im Haushalt. Dass wäre nich ganz so krass, aber auch da stellt sich die Frage, ob die Gemeinde eine „Gefälligkeitsplanung“ gemacht hat, um dem Investor einen zusätzlichen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen. Auch die Konstruktion ist in diesem Fall vermutlich nicht rechtssicher.
Deine acht Mio. habe ich, auch auf b-online, als Aussage eines Herrn Schubert gefunden, um das Bad „wettbewerbsfähig“ zu machen. Wettbewerbsfähig gegen was?? Erstmal geht es um eine Reparatur, um den Betrieb sicher zu stellen. Die Frage ist, ob das Bad gebraucht wird und, falls ja, wo das Geld herkommen soll. Die Gewerbesteuer kann bis zu einem Hebesatz von 380 voll von der Einkommenssteuer abgezogen werden. Gleichwohl ist die Anhebung auf diesen Satz vom Rat abgelehnt worde. In der Berichterstattung konnte ich kein stichhaltiges Argument gegen diese Anpassung finden. Das würde aber für den Betrieb des Bades nicht ausreichen. Dazu müsste weiter an der Gewerbesteuer gedreht werden oder, vielleicht besser, über eine Fremdenverkehrsabgabe, weil die eine Betriebsausgabe ist. Ein Euro pro Übernachtung, der auf den Übernachtungspreis aufgeschlagen werden müsste, bringt 350.000 Euro. Das reicht fürs Bad. Aber wie gesagt: Die Entscheidung würde ich den VermieterInnen überlassen, die allein wissen, wie wichtig das Bad für ihre Gäste ist.
Das Kurzentrum wurde weit unter dem kalkulierten Preis ind das schwarze Loch geschmissen und fehlt jetzt als „kleine Alternative“ zum SindBad.

Grüße

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