Kein Tennisturnier?

Hier gehören allgemeine Diskussionen rund um Baltrum und Baltrum-Online rein.
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Nomen mihi est ?
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Kein Tennisturnier?

Beitragvon Nomen mihi est ? » 17.05.2010, 09:32

Wie man hört war das 53. Baltrumer Tennisturnier im vergangenen Jahr wohl das letzte seiner Art. Nicht das ich vorgehabt hätte mich dieses Jahr als Teilnehmer anzumelden, wiewohl wäre es für Baltrum ein großer Verlust.
Die Umstände, die zu den Verwerfungen zwischen dem Tennisförderkreis und den neuen Betreibern der sogenannten „Baltrum-Arena“ geführt haben sollen, würden ein unrühmliches Licht auf die neuen Betreiber werfen.
Man munkelt bisweilen dieser Coup sei von langer Hand vorbereitet worden.
Am 20.07.2008 hatte sich eine Gruppe formiert, die in der Pressemitteilung zur ihrer Gründung „weniger Staat – mehr Privat“ skandierte.
Zugeben der Spruch ist nicht auf Baltrum erfunden worden, das war wohl eher die Dachorganisation dieser Splittergruppe, doch lasst mich noch weiter aus der Pressemitteilung zitieren.
„Konkret bedeutet dies, dass die Einnahmesituation der Kommune verbessert werden muss und Voraussetzungen zu schaffen sind, die engagierten Bürgern Investitionen lohnend erscheinen lassen. Bisheriges Anspruchsdenken an die Kommune muss abgelöst werden in Eigenverantwortlichkeit und die Kommune hat dabei zu unterstützen.“

Welch vollmundige versprechen, doch in der Realität sieht es dann so aus das nur die Profite privatisiert werden sollen, etwaige Verluste sollen sozialisiert werden!

So ist es jetzt wohl auch eingetreten, die Gemeinde hat den finanziellen Schaden, da sich der Tennisförderkreis wohl kaum noch mit so großzügigen Spenden am Erhalt der Tennisanlage beteiligen wird wie bisher. Die Einnahmeverluste der Vermieter und Gastronomen durch wegbleibende Teilnehmer und deren Familien und Freunde des Baltrumer Tennisturniers nicht zu vergessen.

Bravo, liebe Arena Betreiber!
Der schweitzer Gastarbeiter in Frankfurt hätte es kaum besser machen können.
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Spacecowboy0211
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Beitragvon Spacecowboy0211 » 17.05.2010, 11:48

Baltrum ohne Niveaball, ok., ohne Strandzelte, ok., aber ohne Tennisturnier ?

Nicht dass ich mich zum Tennisturnier oder dessen Protagonisten hingezogen fühle, ich richte meine Urlaubsplanung, so wie es viele ja machen, nicht einmal nach dem Datum des Turnieres ein, aber so garkein Tennisturnier ?

Da bin ich ja einmal gespannt ob alles so schlimm eintrifft wie Nomen es vorausdünkelt.

Ich hoffe doch, dass die Verbundenheit von vielen der Tennisleute zu Baltrum doch groß genug ist der Insel weiterhin die treue zu halten.

Oder sollten doch viele darunter sein die nur da waren um sich selbst zu feiern und feiern zu lassen ?

Eventuell kann es ja aber auch den positiven Effekt haben, dass sich alles wieder etwas verteilt über die Ferien und nicht nur 10 Tage Ausnahmezustand herrschen ?

Tztztz und ich hatte mich schon gewundert wie es wohl ankommt, dass Tütes Bierpilz genau dort steht wo sonst die Tennisleute ihre Würstchen grillen?


Da bin ich ja mal gespannt was diesen Sommer so los ist

IdS
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Re: Kein Tennisturnier?

Beitragvon Mr.Meadow » 17.05.2010, 15:59

Nomen mihi est ? hat geschrieben:Bravo, liebe Arena Betreiber!
Der schweitzer Gastarbeiter in Frankfurt hätte es kaum besser machen können.


Boah... auf derlei reagiere ich mit gesundem Menschenverstand und daher allergisch und mit Kopfschütteln.

Mal ganz davon abgesehen, dass hier wohl jemand die wirtschaftliche Strahlkraft der Tennisturniere von Wimbledon und Baltrum verwechselt...:

Kaum ist es wieder einmal so, dass sich Privatpersonen auf eigenes unternehmerisches Risiko einen Projektes annehmen, dass einerseits hoffentlich prosperieren wird, andererseits in jedem Falle Handlungsbedarf aufgreift, was damit nicht nur die öffentliche Hand entlastet sondern einen Dienst am Urlauber darstellt, da wird schon wieder gemeckert und gemosert was das Zeug hält.

Die gesamte Anlage befand sich in einem üblen Zustand, die Strahlkraft für den Urlauber, in den 60´ern bis 80´ern vielleicht noch relativ hoch sank immer mehr und zuletzt drohte es eher ein Schandfleck zu werden als eine Alternative bei mittelmäßigem Wetter.

Ich gehöre zwar nicht zu denen die unken, dass sich der üble Zustand der Tennisanlage analog zu jenem der durchschnittlichen Turnierteilnehmer entwickelte, aber zweifelsohne trägt sich die Tennisanlage nicht durch die Spieler. Wenn in so einer Situation jemand mit frischen Ideen kommt, Geld, Zeit und Energie in die Hand nimmt und Baltrum attraktiver macht (und das ganz ohne Wohn-Hochhaus oder anderen krassen Eingriffen), so sollte sich der geneigte Baltrum-Freund jeglicher Coleur eigentlich mit Lob nicht zurückhalten - wenigstens aber mal den Motz-Reflex beherrschen..!

So nun beruhig ich mich wieder...
Grüße an alle
92borderboy

Genauuuuu...

Beitragvon 92borderboy » 17.05.2010, 16:56

Hey^^

Mr. Meadow hat mir meinen Text geklaut, oder anders: Zufälle gibs...

Deinem Beitrag bleibt nix hinzuzufügen. 1:1 Echtzeitübereinstimmung XD


winkies^^
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Andrea
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Beitragvon Andrea » 18.05.2010, 07:32

Stimme auch Mr. Meadow hundertprozentig zu!!! :D
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Nomen mihi est ?
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Beitragvon Nomen mihi est ? » 18.05.2010, 09:45

Guten Morgen Mr. Meadow,

Es ist mir offensichtlich nicht gelungen jedem die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit darzulegen.
Aus dem Anspruch die Einnahmesituation der Kommune zu verbessern, oder wie Du schreibst die öffentliche Hand zu entlasten, wurde in der Realität ein finanzieller Schaden für die Gemeinde.
Eigenes unternehmerisches Risiko stellt für mich kein Freibrief dar, denn auch Veranstalter von „Butterfahrten“ tragen eigenes unternehmerisches Risiko wenn sie ihre Rheumadecken für 800 Euro an die Teilnehmer verticken.
Und natürlich ist es legal sich die Verträge dahingehend zu verändern das gar kein Risiko mehr anfällt. Doch ist es legitim?
Für mich ist die Art und Weise, wie jemand zu dem kommt was er hat, durchaus noch ein Aspekt für meine Beurteilung.
Und nachdem was ich bisher gehört habe, wirft die Art und Weise, wie es zur Absage des Tennisturniers kam, kein rühmliches Licht auf die neuen Betreiber der Arena.
Für Menschen deren einziger Gott Mammon ist und Josef Ackermann sein Prophet mag das anders sein.
Nomen meum vobis notum est.
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Beitragvon Mr.Meadow » 18.05.2010, 12:37

Für mich erscheint hier der alte Satz passend, das eine Aussage nicht dadurch wahrer wird, dass man sie wiederholt.

Es gibt da ein paar Sätze in deinem Text, die ich als ziemlich "scharf geschossen" empfinde:

Nomen mihi est ? hat geschrieben:Eigenes unternehmerisches Risiko stellt für mich kein Freibrief dar, denn auch Veranstalter von „Butterfahrten“ tragen eigenes unternehmerisches Risiko wenn sie ihre Rheumadecken für 800 Euro an die Teilnehmer verticken.


Vergleichst du hier die Betreiber des renovierten Areals mit Leuten, die die Not kranker (und manchmal auch am Rande der eigenen Geschäftsfähigkeit stehender) älterer Menschen ausnützen oder nimmst du es nur billigend in Kauf, dass eine solche Botschaft an die Leser dieses Forums kommuniziert wird?

Nomen mihi est ? hat geschrieben:Und natürlich ist es legal sich die Verträge dahingehend zu verändern das gar kein Risiko mehr anfällt.

Auch hier stellt sich mir die Frage ob du nur allgemein über deine Befindlichkeiten zum Wirtschaftssystem schreibst oder ob du die Aussage treffen möchtest dass die "Dornröschen Event GbR" ohne jedes unternehnmerische Risiko handelt. Die Aussage würde ich für gewagt halten, und auch buchalterisch und damit fiskalisch für spannend.

Nomen mihi est ? hat geschrieben:Für mich ist die Art und Weise, wie jemand zu dem kommt was er hat, durchaus noch ein Aspekt für meine Beurteilung.

Obacht: Kurzer Moment der Gemeinsamkeit, das sehe ich auch so. Aber während du in deinem Text andeutest, dass die Baltrumer Betreiber der Arena das Erreichte im Leben wenn nicht durch illegale so doch durch illegitime und damit amoralische Mittel erlangten, so ist mein Eindruck eher, dass sich hier viel Arbeit mit Engagement und einer pfiffigen Idee gepaart haben.

Ich würde vorschlagen, du verordnest dir selber mal 2 Tage Pause, ich bin sicher, danach wirst du nicht mehr so scharf schiessen, das empfinde ich im Sinne des oben Gesagten als nicht unproblematisch und bislang war doch hier alles ganz freundlich und nett mit dir hier im Forum.

Und inhaltlich: Frei nach "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Gebüsch": Ich bin überzeugt, wenn es den tief verwurzelten Willen einer großen Gruppe an Gästen gibt, ein Tennisturnier auf Baltrum zu haben, dann wird sich das Sehnen und Streben schon einen erfolgreichen Weg bahnen.
92borderboy

hmm...

Beitragvon 92borderboy » 18.05.2010, 14:45

@ Jupp Ackermann

Stelle dir vor Jupp, du hast bei einem Wettbewerb folgenden Preis gewonnen:

Jeden Morgen, stellt dir die Bank 86400 Euro auf deinem Bankkonto zur Verfügung. Doch dieses Spiel hat auch Regeln, so wie jedes Spiel bestimmte Regeln hat.


Die erste Regel ist:
Alles was du im Laufe des Tages nicht ausgegeben hast, wird dir wieder weggenommen, du kannst das Geld nicht einfach auf ein anderes Konto überweisen, du kannst es nur ausgeben. Aber jeden Morgen, wenn du erwachst, eröffnet dir die Bank eine neues Konto mit neuen 86400 Euro für den kommenden Tag.


Zweite Regel:
Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden, zu jeder Zeit kann sie sagen:
Es ist vorbei. Das Spiel ist aus. Sie kann das Konto schließen und du bekommst kein neues mehr.

Was würdest du tun?

Du würdest dir alles kaufen was du möchtest? Nicht nur für dich selbst, auch für alle Menschen die du liebst... ...vielleicht sogar für Menschen die du nicht kennst, da du das nie alles nur für dich alleine ausgeben könntest...
Du würdest versuchen, jeden Cent auszugeben um ihn zu nutzen oder?

Aber eigentlich ist dieses Spiel die Realität: Jeder von uns hat so eine "magische Bank"
Wir sehen das nur nicht... Die magische Bank ist die Zeit!

Jeden Morgen, wenn wir aufwachen, bekommen wir 86400 Sekunden Leben für den Tag geschenkt und wenn wir am abend einschlafen, wird uns die übrige Zeit nicht gutgeschrieben...
Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren, für immer verloren, Gestern ist vergangen.
Jeden Morgen beginnt sich das Konto neu zu füllen, aber die Bank kann das Konto jederzeit auflösen, ohne Vorwarnung... Was machst du also mit deinen täglichen 86400 Sekunden?

Sind sie nicht viel mehr wert als die gleiche Menge in Euro?



Und hier: Deine Bibel

http://boersen.manager-magazin.de/mmo/k ... =0&p=0&k=0

-----

So ihr Lieben, ich hab hier nix zu melden, bin weder Baltrum PPL, noch leide ich unter einem Ackermannsyndrom. Aber eines nun doch:

Mich wundert echt, dass sich ausgerechnet jemand aus der Tennislobby, die ja wohl eher zum Ackermanngroove tanzt als ein H4 Empfänger, aufregt über ein System, ohne dem er seine Bällchen gar nicht von einem Vollpfosten zum anderen matchen könnte - und auch nicht würde!

Da gibt es jemanden auf der Insel, dessen Nickname Programm ist. Der die Dinge anpackt und umsetzt die andere nicht einmal denken wagen - und solchen Leuten gehört nun mal die Welt!

Das ist in JEDEM System so und wird immer so sein - Im Kleinen wie im Großen, es fängt schon morgens beim Brötchenholen an!

Ende Gelände
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Niclas, mach lieber Fotos!

Beitragvon mame » 18.05.2010, 15:55

Hey hey
tja lieber Niclas, das `s mal wieder so ein Text von dir, wo ich bei dem Schlusswort "Ende Gelände" denke - Gott sei Dank!
Soviel Weisheit ist ja kaum auszuhalten. Willst du jetzt bei "Jugend forscht" auch noch den ersten Preis im Philosophieren abstauben?
Ja, ja, die Zeit - die Zeit - carpe diem und so - dann mach man was. (ich empfehle zu diesem Thema "Reden und Gleichnisse des Tschuang Tse - besonders die Stellen über das "Nichttun")
So, noch ein paar Worte verloren zum Thema. Lieber Nomi usw., da hast du wohl recht, wenn du zugibst, dass es dir nicht gelungen ist hier jedem die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit darzulegen. Genau genommen ist es dir offensichtlich nicht mal bei irgendjemandem gelungen. So verstehe ich jedenfalls die Kommentare. Und ich kann Mr.Meadow nur beipflichten, nicht nur die Aussage wird nicht wahrer durch ihre Wiederholung, sondern auch die Erklärung der Diskrepanz wird nicht nachvollziehbarer.
Ist ja richtig, dass der Gemeinde die 15 bis 20Tausend an jährlicher Spende verloren gehen, wenn sich der Tennisförderkreis beleidigt zurückzieht. Und ja, natürlich dürfen sich die Herren in Weiß auf den Schlips getreten fühlen. Aber, times are changing, nun haben mutige Investoren ein Schnäppchen gemacht, was die Pacht für das Gelände angeht. Dafür haben Sie, wie ich hörte, auch 80tausend oder mehr investiert in die Neugestaltung. Dass nun ein Hotdog 3,90 euro kostet, finde ich zwar für ne Heißwurst nicht gerade geschenkt, kann mir aber auch egal sein.
Im Übrigen hat das Fortbestehen eines Tennisturniers nicht zwingend mit dem Fortbestehen des Förderkreises zu tun.
- wirft kein rühmliches Licht - meinst du mehrmals. Ja mei, das erinnert mich an den Sprachgebrauch: früher wurde man "entlassen" aus einer Firma - das klang vielen dann doch zu unrühmlich, heute sagt man - jemand "wird freigestellt" - das klingt doch schon viel positiver - - ist aber im Ergebnis das gleiche. Ich denke, gerade die Altvorderen des Förderkreises sind in dieser Hinsicht sehr empfindlich. Schließlich laufen sie ja auch gerne mit diesem Nimbus - die besonderen Gäste zu sein - über die Insel.
Also, try it again sam - äh - nomi ...
mfG
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Beitragvon Spacecowboy0211 » 18.05.2010, 16:00

Schade, eigentlich habe ich hier etwas mehr erwartet zum Thema Tennisturnier pro und contra als bisher geschrieben wurde.
Natürlich hat Mr. Meadow recht mit der Verurteilung über die Härte und Form der Ausdrucksweise Nomens, nur finde ich profanes Abklatschen auch nicht schlimmer als zuviel Lobhudelei.

Die Macher der Arena haben bereits mit dem "projekt" Dornröschen rockt bewiesen, dass Sie es schaffen die Insel um ein entscheidendes Event zu bereichern. Warum sollte dies nicht auch mit der Arena gelingen. Das ein Unternehmer am Ende eines langen Tages einen Ertrag auf dem Tisch erwartet ist normal. Auch Risiken nach möglichkeit so gering wie möglich zu halten ist alles andere als unüblich.

Was am Ende für die Insel rausspringt, was letzlich mit dem Tennisturnier passiert wird sowieso erst die Zukunft zeigen.

Ich jedenfalls wünsche den Arena - Machern viel Erfolg, welcher sich hoffentlich auf die gesamte Insel überträgt.

Bleibt nur eine Frage:

Wer um Himmels Willen der/die bisher hier in Thread gepostet hat gehört zur Tennislobby ??

Doch, ich muss sagen, mir Nomen in Tennisshorts, mit Björn Borg Stirnband und Tennisschüchen vorzustellen ist wirklich großartig.

Danke Kopfkino !!


IdS
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Beitragvon 92borderboy » 18.05.2010, 16:06

Tja mame das ist nu voll mist.

Den hatte ich schon 2008 in Salem in ner anderen Kategorie ;)




Aber sag ja immer, euer Laden ist nix für mich :)



Murphys law


jag är tyvärr inte inne just nu lol
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Beitragvon Meersenf » 18.05.2010, 16:28

Moin,

könnte vielleicht jemand für alle Nicht-Eingeweihten erklären, warum es zum Zerwürfnis gekommen ist. Aus all den Andeutungen kann ich mir kein Bild machen.

Es war schon lange überfällig, dass Cobigolf-Anlage, Schachbrett und auch Tennisplätze ein Generalüberholung erfahren. Auch der reetgedeckte Pavillon (m.E. auch als Spende des Förderkreises) ist zum Abstell- und Lagerraum verkommen.


Grüße aus Hamburg vom Meersenf
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Beitragvon Nomen mihi est ? » 18.05.2010, 17:44

Hallo Mr. Meadow,

warum sollte es hier im Forum nicht mehr „nett“ sein mit mir?
Nur weil ich eine andere Meinung vertrete doch hoffentlich nicht.

Ich danke Dir das Du meinen Text so ausführlich kommentierst.
Meines Erachtens hättest Du aber ruhig etwas mehr zum Thema über die Umstände der Absage des Tennisturniers sagen können.
Da auch ich ja auch gerne abschweife will ich gerne auf die von Dir aufgeworfenen Fragen antworten.

1.) Ich habe Eigentlich hatte ich von Dir als intelligenten Menschen erwartet erkennen zu können, dass ich lediglich den von Dir eingebrachten Begriff des „unternehmerischen Risikos“ ad absurdum geführt habe, denn nur weil sich jemand auf eigenes unternehmerisches Risiko eines Projektes annimmt wie Du in Deinem ersten Beitrag ausführst, heißt das ja noch lange nicht das hinten etwas positives rauskommt.

2.) Selbstverständlich habe ich, wie Du es ausdrückst, über die „Befindlichkeiten im Wirtschaftssystem“ geschrieben, woher sollte ich den Wortlaut des Vertrages kennen? Andererseits, wenn der Vertrag nicht zu Lasten der Gemeinde/des Tennisförderkreises verändert worden ist, gebe es wohl kaum einen Streit um das Tennisturnier oder?

3.) Da bist Du nun meilenweit übers Ziel hinausgeschossen, ich war noch ganz nah bei der Arena/dem Tennisturnier während Du mich zum Kreuzritter gegen die Betreiber stilisierst.

Es sei noch angemerkt, das ich es ziemlich befremdlich finde mir einerseits Fragen zu stellen und andererseits mir eine zweitägige Pause anzuraten.

Nun bin ich aber weit genug vom Thema der Umstände für die Absage des Tennisturniers abgewichen und ermuntere alle sich über dieses Thema Gedanken zu machen.

Viele Grüße
Nomen meum vobis notum est.
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Beitragvon DAS » 18.05.2010, 22:09

Mir geht es ähnlich wie Meersenf, als nicht Tennis spielender Gast kann ich kaum nachvollziehen, was hier gerade abgeht. Muss ich vielleicht auch nicht, weckt aber meine Neugier. Kann es denn sein, dass ein nicht stattfindendes Tennisturnier für solchen Wirbel sorgt? :roll:
Mir dünkt, es stecken verschiedene verletzte Empfindlichkeiten dahinter, die nicht offen ausgesprochen werden. Wenn nun viele Gäste ein Turnier spielen wollen, warum machen sie das nicht einfach? Geht es ums Spiel oder um Betreiber und deren Intention? Wenn ich diesen Thread verfolge, trifft mich die Realität hart, Dornröschen ist im 21. Jahrhundert angekommen.
Daniela, ach wie gut das jeder weiß, wie ich mit meinem Namen heiß :wink:
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Beitragvon Nomen mihi est ? » 19.05.2010, 09:32

Hallo DAS,

Es geht wohl darum, dass die Tennisplätze für das Tennisturnier kostenfrei zu Verfügung gestellt wurden, im Gegenzug gingen Spenden an die Gemeinde.
Somit beteiligte sich der Tennisförderkreis am Erhalt der Tennisanlage und aber auch an anderen Projekten für das der Gemeinde die Mittel fehlten.
Auch ist den Teilnehmern/Organisatoren durch die Selbstorganisation des Tennisturniers ein Verbundenheitsgefühl mit „Ihrem“ Tennisturnier und damit auch zu Baltrum erwachsen.
Ein Verbundenheitsgefühl das mittlerweile in die dritte Generation trägt.
Eine solch zum Wohle Baltrums gewachsene Struktur dem Profitstreben zum opfern scheint modern zu sein, „time is changing“ wie mame schrieb, oder um Deine Formulierung zu verwenden Baltrum ist im 21. Jahrhundert angekommen.
Ob sich aber das vergrätzen von jahrzehntelangen Stammgästen letztlich auszahlt, wird die Zukunft erweisen.
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Schön, dass endlich über das Tennisturnier dikutiert wird

Beitragvon tomathe » 19.05.2010, 14:03

War länger nicht auf dieser Seite und freue mich, endlich mitmischen zu können.
Hier also meine Meinung zum Tennisturnier.
1. Ich finde es super klasse, das Tüte die Beach-Arena errichtet hat und das auch noch so gelungen. Das war dringend notwendig. Danke dafür. Wir werden dort sicher das eine oder andere Pils zu uns nehmen.
2. Die Sache mit dem Tennisturnier jedoch schockt mich auch. Ich habe zwar noch nie teilgenommen, bin aber regelmäßiger Bier-Trinker und Würstchen-Vertilger auf dem Platz und für mich gehört das Turnier inzwischen zu Baltrum dazu. Man brauch sich nicht groß absprechen, alle wissen, wann wer auf der Insel ist: zum Tennisturnier.
Das Turnier hat eine endlos lange Tradition und die ganzen Leute vom Förderkreis haben über Jahrzehnte ihr ganzes Herzblut dort hinein gesteckt. Bei einigen (ältere Semester) hat man sogar das Gefühl, die Leben nur noch für das Tennisturnier und freuen sich das ganze Jahr darauf. Muss man denen allen dies denn nehmen?
In der Woche Tennisturnier würden die Betreiber der Baltrum-Arena einen riesen Umsatz machen. Das ist mit Platzmiete nicht annähernd zu erwirtschaften. Es wäre daher meiner Meinung nach taktisch total falsch, dem Förderkreis die Plätze nicht einfach so zur Verfügung zu stellen. Man würde sich sicher etliche Feinde machen, die dann aus Protest die Arena boykottieren. Anderenfalls hat der Betreiber bei einer Einigung mit dem Förderkreis eine riesige neue Fangemeinde. Und die geht meilenweit über die Mitglieder des Förderkreises hinaus.
Für alle die das Tennisturnier nicht interessiert: Was würdet ihr denn sagen, wenn es auf einmal kein "Dornröschen rockt" mehr geben würde oder kein Sindbad mehr, oder kein Promenadenfest oder Strandsingen, oder, oder, oder.
Jeder hat doch etwas, was er auf der Insel besonder schön findet. Und die Tennisgemeide ist riesig.
Also: Bitte, bitte einigt euch für den Erhalt des Tennisturnieres.
Danke
So, nun habe ich fertig
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Beitragvon Bangvörnix » 19.05.2010, 21:06

Also liebe Leute, locker bleiben.

Das 54. Tennisturnier wir auf jeden Fall stattfinden. In welcher Form und welchem Rahmen bleibt noch abzuwarten.

Auf jeden Fall hat uns der Baltrumer Shantychor schon seine Zusage gegeben, bei der Eröffnung des 54. Tennisturnieres für die Baltrumer Gäste zu singen.

Mit sportlichem Gruß - Gerd und Tüte

... und wenn es Fragen gibt, sind wir beide jederzeit zu einem offenem Gespräch gerne bereit.
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Beitragvon Spacecowboy0211 » 20.05.2010, 10:48

Nachdem ich mich nun ein paar Tage mit dem Thema Tennisturnier auseinandergesetzt habe hier mein (persönliches) Fazit.

Die Hochzeit des Turniers liegt doch bereits Jahre zurück genauso wie die des gesamten Tennissports an sich.

Auch die Zeiten in denen die meisten Teilnehmer eine Woche vor und eine Woche nach dem Turnier auf der Insel verweilten sind doch Geschichte. Natürlich gibt es da Ausnahmen, wie halt überall.

Ich bin ein Inselfan mit , sagen wir mal, starker persönlicher Bindung nach Baltrum. Wenn ich zur Insel fahre dann unabhängig von Turnierzeiten etc. Klar trifft man ums Tennisturnier die meisten Leute auf der Insel, was sicher recht gut ist. Aber muss dieses Turnier zwingend ein "Tennisturnier" sein, weil es immer schon so war ?

Ich weiss, weiter oben in einem anderen Text von mir hört sich die Sache etwas anders an.

Aber was, wenn es demnächst den "Baltrum - Soccer Cup" geben wird evtl in verschiedenen Altersklassen und, dank Käfig auch one on one.

Schon gäbe es wieder ein Turnier welches mit sicherheit mehr Leute ansprechen würde als das Tennisturnier.

Denn einen großen Ball zu treten trauen sich weit mehr Menschen zu, als einen kleinen mit einem Schläger zu treffen.

Und ehrlich gesagt ist doch auf den Tennisplätzen die letzen Jahre kaum noch etwas los, ausgenommen natürlich von, sagen wir mal "inner Circle"

Vorbei doch die Zeiten als die Zuschauer rundherum in den Dünen saßen weil die Tribühnen rappelvoll waren um zu sehen ob der diesjährige Gewinner bei den Herren nun Köhle, Benter oder Harms heisst ( sorry an all die anderen Sieger im Herreneinzel, aber alle Namen kenne ich nun auch nicht).

Also, dem Turnier , was immer daraus werden wird, hinterher zu weinen bringt eigentlich nichts. Es heisst einfach Alternativen schaffen.



@ Tomathe:

Du fragst was Baltrum wäre ohne Tennisturnier, Dornröschen rockt, Sindbad etc.

In erster Linie würde ich sagen es wäre das Baltrum aus meiner Erinnerung an meine Jugendzeit. Aber vor allem wäre es immer noch Baltrum und zwar pur.


IdS
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nochmal Tennisturnier

Beitragvon tomathe » 20.05.2010, 18:54

Moin auch,
also erstmal Spacecowboy: Baltrum ist ohne Tennisturnier natürlich immernoch das Paradies auf Erden und ich würde es gegen nichts auf der Welt eintauschen. Keine Frage. Ich habe auch nicht gesagt, was wäre Baltrum ohne Tennisturnier sondern wollte nur darauf aufmerksam machen, dass diejenigen denen das Turnier egal ist sich mal in die Lage der Tennisfans versetzen sollten.
Was die Alternative Soccer-Cup angeht kann ich nur sagen: Gerne, aber nicht stattdessen. mit Fußball werden wir schon das ganze Jahr von den Medien zugeballert.
Was ich an dem Tennisturnier inzwischen wirklich toll finde, dass teilweise 3 Generationen einer Familie am gleichen Turnier teilnehmen. Was meinst du, was es für ein Kind für ein Gefühl ist, mit Papa im Doppel auf dem Platz zu stehen. Mein Sohn ist jetzt 6 und träumt schon davon, mit Papa mal auf dem Baltrumer Turnier Tennis zu spielen.
Dieses 3-Generationen-Turnier ist einmalig und für diejenigen, die es betrifft, wäre es einfach ein Riesenverlust. Ich weiss auch gar nicht, was so schwierig daran ist, das Turnier weiter laufen zu lassen. Wie schon gesagt, wird der Umsatz riesig sein und die neue Arena vielleicht auch wieder mehr Zuschauer an die Tennisplätze locken.
Also, ich hoffe weiter auf ein Fortbestehen.
tomathe
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Beitragvon Nomen mihi est ? » 21.05.2010, 13:49

Moin Miteinander und Hallo Spacecowboy0211,

Du hast sicherlich recht, die Tennisgemeinde und auch die Verweildauer im Sommer schrumpft.
Wiewohl wir hier immer noch über einen Personenkreis bestimmt 200-300 (inkl. Familien und Freunde) reden. Gäste die gerade auch durch „Ihr“ Tennisturnier eine enge Verbindung zu Baltrum haben und von denen viele nicht nur zum Turnier im Sommer, sondern zusätzlich auch im Winter, zu Ostern und Pfingsten anreisen.
Sicherlich werden nicht alle sofort Baltrum den Rücken kehren, aber Du weißt ja selbst gut genug wie wichtig die Zufriedenheit der Kunden ist und letztlich verbessert die Zufriedenheit der Kunden rückwirkend auch das Betriebsklima, der Koch ist glücklicher und produktiver wenn er gelobt wird.
Diese „Win-Win“ Situation gibt’s es für den kleinen Preis, das die Tennisleute Ihr Turnier in althergebrachter Weise selbst organisieren können/dürfen.
O.K. der Profit der Betreiber würde in dieser einen Woche des Turniers geschmälert,
aber man kann wohl kaum behaupten das Tennisturnier mit seinen Eigenarten wäre wie ein Blitz aus heiterem Himmel gekommen.
Durch die pfiffige Umwandlung, der eigentlich als Freizeitbereich deklarierten Tennis-/ und Cobigolfanlage in die neue Form der Arena, sollte dieser geschmälerte Gewinn verkraftbar sein.
Alternativ wäre im Angebot:
Eine frustrierte Tennisgemeinde zieht sich zurück.
Ein zerstörtes Vertrauensverhältnis zwischen der Gemeinde als Verpächter und den Betreibern führt zu anhaltenden Streitigkeiten über die Nutzung des Geländes.
Kann das jemand wollen???
Ich nicht, ich wünsche:
Der Tennisgemeinde, dass sie sich auch im 21. Jahrhundert auf Baltrum willkommen fühlen.
Den Betreibern der Arena, gute Geschäfte.
Und natürlich der Gemeinde, auf dass sich die Einnahmenseite tatsächlich verbessert.
Allen Beteiligten die notwendigen Einsichten um einen Kompromiss finden, mit dem alle zufrieden sein können.

Auf das Baltrum prosperieren möge.
Nomen meum vobis notum est.

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