der Dorfplatz

Ideen, wie Baltrum-Online oder das Forum weiter verbessert werden könnte? Hier ist die richtige Plattform dafür!
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Spacecowboy0211
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Beitragvon Spacecowboy0211 » 23.05.2009, 16:44

@ Inselflieger

Flieger, nein, beleidigt bin ich sicher nicht, eher sowas wie verwirrt.
Nicht mir,als Gast, dem ja die Insel, solange sie sich auch in den nächsten Jahren so präsentiert wie in den letzten, was ja sicher gegeben ist, im Großen und Ganzen egal sein könnte sollte an der Zukunft der Insel etwas liegen, sondern den Insulanern. Und da verwundert mich die "lass ma laufen" Einstellung von Mame ziemlich.
Ich dachte dass dieser Treat gut sein könnte Ideen zu finden. Gerade von Leuten wie uns, die wir keinen eigenen Gartenzaun auf der Insel haben an dem unsere Ideen hängen bleiben, weil uns alles was dahinterliegt eh nicht interessiert. Das was DAS geschrieben hat ging ziemlich in die Richtung von dem was ich erhofft hatte.

@ Mame

klar, die Wirtschaftskrise wird Baltrum auch in ganz anderem Ausmaß treffen als andere Bereiche. Ich denke sogar, dass Urlaubsgebiete in Deutschland zu den Gewinnern dieser Situation gehören könnten.
Und lieber alles optimistisch als pessimistisch zu sehen halte ich persönlich in diesen Zeiten für Überlebenswichtig.

Aber dieses " uns geht es doch gut genug" Gerede ist doch irgendwie ein Pfeiffen im Walde. Klar, mag es Dir gut genug gehen. Klar magst Du genug Gäste in Deinem Haus haben.

Aber wie sieht es allgemein mit der Gemeinde aus ? DU bist ja nicht verantwortlich für die Instandhaltung der Insel, oder etwa doch ( ich meinen nun den Teil vor Deinem Zaun). Wenn also alles prima ist und genug Gäste da sind müssten die Kassen ja voll sein. Da verstehe ich den Verkauf des KZ ja schon gleich überhaupt nicht mehr.

Das ist hier evtl das Problem, ich rede von der Insel an sich, Du von Deinem Teil des Ganzen.

so kommt es mir jedenfalls vor

gut, aber wie gesagt ich bin hier nicht um anzuprangern, zu bewerten oder
sonst irgendetwas, sonder eigentlich um Spass zu haben.

In diesem Sinne

Aber sorry, ich rede hier nicht von der allgemeinen Situation seit Herbst letzten Jahres.
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Der "treat" ist gut...

Beitragvon inselflieger » 24.05.2009, 11:34

Hallo spacecowboy,

der "treat" ist gut, ein Blick auf die Beitragszahl im Verhältnis zur Klickrate zeigt doch das große Interesse.

Aber "gut Ding braucht Weile"... Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander.

Andererseits ist es normalerweise so, dass derjenige, der die Musik bestellt, auch zahlt... und das ist der Insulaner, der möglicherweise trotzdem ohne mehr Gäste dasteht.

Schönen Sonntag

inselflieger
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DAS
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Beitragvon DAS » 24.05.2009, 22:37

Hallo zusammen, zunächst mal möchte ich sagen, dass mich die "persönlichen" Antworten etwas irritieren, ich fühle mich dann gleich ausgeschlossen, obwohl es mir sicher nicht am Mitteilungsbedürfnis mangelt :lol:
Wie denn nun, sind es nur ein paar Gäste weniger, die die Insel verschmerzen kann oder schwebt der Pleitegeier über der Insel??????
Letzteres kann ich mir, auch aufgrund der letztjährigen Bautätigkeiten, nicht wirklich vorstellen. Vielmehr gehe ich von vielen Stammgästen aus, die, so es die persönliche Kasse zulässt, gerne wiederkommen.
Außerdem würde mich mal interessiern, ob sich auch Baltrum intern mit diesem Thema befasst, oder ob es nur unter uns Teilzeitinsulanern so regen Zuspruch findet.
Weiterhin frage ich mich, in welcher Touriregion gibt es noch Zuwachs, sind die Baltrumer Belegungszahlen vielleicht gar nicht so schlecht im Vergleich mit anderen Urlaubsgebieten?
Neue Ideen für neue und alte Gäste begrüße ich außerordentlich, aber sind sie tatsächlich gewünscht bzw, erforderlich und wenn ja, für wen?
Daniela
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Spacecowboy0211
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Beitragvon Spacecowboy0211 » 25.05.2009, 11:18

@ DAS

Hallo Daniela, hier also Deine persönliche Antwort :P :P

Also, Antworten egal an wen Sie geschrieben werden sind in Foren eigentlich immer für die Allgemeinheit, stellen nur einen Bezug dar zu Aussagen die jemand anderes getroffen hat.


Und Du hast recht, wenn man im Sommer über Baltrum schlendert kommt einem das vor wie ein Deja vu, weil einem die selben Gesichter entgegenkommen wie vor einem, zwei oder fünf Jahren. Das spricht sehr für die Gästeverbundenheit zur Insel und ist super.

Auch dem Rückgang der Gästezahlen in den letzten Jahrzehnten der ja nicht Baltrum alleine betrifft, sondern eigentlich die ganze Tourismusbranche in Deutschland, wurde aufgefangen. Viele stellten von Zimmern auf Ferienwohnungen um. Andere machten aus Ferienwohnungen Eigentumswohnungen.
Alles ja schön und gut, aber eine Insel wird nicht zur Urlaubszeit aufgeblasen um anschließend wieder im Schrank zu verschwinden. Sie wirft halt an 365 Tagen im Jahr Kosten auf ( in einigen Jahren sogar an 366 ). Für diese Kosten muss die gemeinde aufkommen welche als innahmequellen die Kureinrichtungen, Kurtaxe und Steuern hat. Weniger Gäste = weniger Kurtaxe und das bei gleichen Fixkosten, die Insel wird ja nicht kleiner, wenn weniger Gäste kommen ( ok, ich weiss, durch Wind und gezeiten wird die Insel kleiner, was aber ja keine Auswirkungen auf Kosten oder Einnahmen hat ).

Das ist, mal ganz oberflächlich und unprofessionell betrachtet, die Sachlage, so wie sie sich mir darstellt.

Was die insulaner in ihrem Internen bereich besprechen weiss ich nicht. Mir ist nur mal zu Ohren gekommen, dass sie, seitdem sie seperat und nicht mehr vor großem Publikum streiten, ruhiger geworden sind, dass weniger von ihnen dabei sind und die Themen sich geändert haben sollen.

Da dies aber auf Berichten beruht, welche mir von dritten zugetragen worden sind kann ich über den Wahrheitsgehalt nur vermuten dass es so ist und stelle das hier ausdrücklich als VERMUTUNG ein.

Ich weiss aber ziemlich sicher, dass der Gemeinderat über Dinge berät welche meinen Aussagen zur Inselsituation sehr nahe kommen.




so, nun aber genug der Klärung oder Vermutung des Ist - zustandes und weiter mit Ideen zur Neu - Gästeaquise.


Ach ja, Flieger, schöner Versuch mit dem Beiträge verglichen zur Klickrate. betrachtet man die Schreiber der Beiträge bleiben nicht viel namen !

Aber evtl hast Du recht und ich sollte mich mehr in Geduld üben.


in diesem Sinne
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Beitragvon Königsblau MS » 25.05.2009, 21:07

Baltrums Exklusivität ist ihre erfrischende Ursprünglichkeit, ihr zurückhaltender Charme und ihr freundliches Ambiente. Die Insel jenseits der Wichter Ee zeigt den Baltrum-Fans auf, was diese Attribute ausmachen.

Gleichwohl ist Stillstand immer Rückschritt und Innovation ist, wenn man weiter denkt. Daher darf auch Dornröschen im Halbschlaf ruhig mit dem Zeitgeist flirten. Die Gemeindeverwaltung von Baltrum ist hier immer wieder neu gefordert, um touristische Konzepte zu entwickeln und ihren Bürgern Perspektiven aufzuzeigen.

Wenn es zu verrückt wird, wie bei dem dubiosen Bauvorhaben "Wohnleuchtturm", wird sich die treue Gästeschaft, als wirtschaftliches Fundament der Insel, schon zu Wort melden. ^^
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Fragebogen / Bewertungsbogen

Beitragvon inselflieger » 26.05.2009, 15:04

Hallo Baltrum-Fans,

mag ja sein, das mein Vorschlag bürokratisch, altbacken oder "bereits dagewesen" daherkommt....

Warum ermittelt man nicht zunächst einmal mit einem Frage- oder Bewertungsbogen, den man mit der Kurkarte überreichen könnte was der Gast vermisst, was ihm besondern gefällt, wo er Handlungsbedarf sieht, warum er wiederkommen wird, was geschehen muss, damit er wiederkommt etc. ? So könnten möglicherweise kleine Maßnahmen Gäste binden oder wiedergewinnen...

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Beitragvon Spacecowboy0211 » 26.05.2009, 15:42

jau,
übeereicht werden die Bögen direkt bei der Anreise , an der Fähre, von jungen lächelnden Damen mit goldenem Teint und Baströckchen, welche einem eine Blumenkette um den Hals legen und zur Begrüßung ein freundliches "Aloha" ins Ohr hauchen.....................................

.............................neee, sorry, falsche Insel, falscher Traum...........................Aloha muss nicht sein, Moin Moin reicht völlig.


Nein, Flieger, eigentlich ist das eine gute Idee, obwohl sicher einige dann sagen " altbacken" oder fragen " wofür gibt es das Internet?".

Natürlich könnte man die Bögen auch nach dem Urlaub per eMail zusenden und den gast, dann im Nachhinein noch einmal für ein paar Minuten auf die Insel zurückholen.
Aber wie kommt man an möglichst viele eMail Adressen ?

Das wäre dann die Idee zum Thema "Kundenbindung" aber was ist mit der Aquise ?

In diesem Sinne
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Keine Frage des Mediums....

Beitragvon inselflieger » 26.05.2009, 16:39

spacecowboy, soweit (Internet) habe ich ehrlich gesagt gar nicht gedacht, aber in unserer Zeit kann und darf man das www natürlich nicht außenvor lassen.
Ist aber doch unproblematisch, ein kurzer Hinweis auf dem Bogen ...oder nutzen Sie unsere Website unter www.baltrum.de, Link "Gästebefragung" und Papier und "Netz" sind gleichermaßen bedient.
Die angesprochene Aquise ist sicher nicht so einfach. Vielleicht sind "Schnuppertage...im Frühling oder Herbst" eine Möglichkeit. Jüngere und aktive Gäste erreicht man, denke ich, immer mit einem "Event" egal, ob sportlicher Natur "Insellauf", Beachvolleyball-Turnier (vielleicht als "Workshop" mit "Profis") - einfach Mails an Sportvereine schicken und einladen - oder auch mit Musikworkshops (z.B. Gitarre - ist halt leiser als Schlagzeug). Denkbar wäre auch ein Kursus Digital-Fotografie und -Bildbearbeitung mit Vorstellung der Ergebnisse auf den Baltrum- bzw. Baltrum-Online-Seiten. Grundschulen könnte man zu naturkundlichen Klassenfahrten annimieren, z.B. incl. Wattführung).

Und ist der Gast erst auf der Insel... könnte man z.B. eine Gourmet-Inselkarte präsentieren, in der jeder Gastronom sein ganz persönliches Highlight (egal ob Tee, Kaffee, Kuchen, Abend-Menue etc.) anbietet / vorstellt und zu einem Besuch einlädt.

Alles nicht wirklich neu, aber vielleicht in Vergessenheit geraten

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Beitragvon mame » 27.05.2009, 06:17

Guten Morgen zusammen
Da sprudeln wirklich gute Ideen!!!
Das große Thema „Evaluation“ . Jede größere Firma beschäftigt sich mit Qualitätsmanagement. Ein probates Mittel ist sicher die Befragung der Gäste. Sei es nun Online, oder per Fragebogen, den ich, statt mit der Kurkarte zu übergeben, eher gut sichtbar in die Wohnung legen würde, schon um die Freiwilligkeit des Ausfüllens zu unterstreichen. Man könnte bei der Gelegenheit u.U. gleich eine privaten Teil, die eigene Unterkunft betreffend hinzufügen. Gäste von Vermietern, die an der Aktion nicht teilnehmen wollen, denn natürlich muss auch von der Seite alles auf freiwilliger Basis laufen, könnten sich den Fragebogen in der Verwaltung abholen. Oder wie wäre es einen solchen Fragebogen zusätzlich in den Prospekt einzubinden? So erreicht man jeden der Kurtaxe entrichtet hat.

Deine anderen Vorschläge lieber Inselflieger sind allesamt zwar nicht neu, deswegen aber überhaupt nicht schlecht, im Gegenteil. Schon oft habe ich selber fantasiert irgendwelche events zu veranstalten, die mit Sport / Spiel/ Spannung einhergehen. Mir schwebte so etwas vor wie Spiel ohne Grenzen (die älteren kennen das sicher noch aus dem Fernsehen).
Aber solche events verlangen tatsächlich ein Management und die Personen, die hier für public-Relations- zuständig sind, haben so schon reichlich zu tun (was ihr jetzt sicher in Frage stellen werdet;-). Das heißt, wenn so eine Aufgabe von der Kurverwaltung gestemmt werden soll, braucht man Personal, was wiederum ein großes Problem ist, da es eher darum geht, dass die Verwaltung sich anstrengen muss, eben auf Grund der problematischen finanziellen Lage (woraus sich diese entwickelt, kann jeder aus den veröffentlichen Zahlen in den Baltrum- News ersehen) die Zahl der Mitarbeiter zu halten. Groß ist der Druck vom Landkreis, jeden nur möglichen Euro zu sparen.
Nun kann man fragen, warum nicht von privater Hand so etwas organisieren. Warum dies schwer umzusetzen ist schreib` ich vielleicht ein andermal, jetzt muss ich mich erstmal um den Müll kümmern, heute sind die Wertstoffsäcke dran. `
Bis denne
mame
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Prima Idee

Beitragvon Spacecowboy0211 » 27.05.2009, 08:06

Woow, die Ideen reifen.

Verteilung in den Unterkünften finde ich sehr gut.
Auch ein Privater Bogen ist sicher eine vernünftige Geschichte allerdings sollten die in ähnliche Richtungen gehen um vergleichbar zu sein. Dass heißt ein vergleichbarer Teil und ein Individueller Anhang.

Auslage in den Prospekten ist auch prima. Wie Du schon schriebst, Mame, werden so alle Kurtaxzahler erreicht, welche ja schon mal einen Teil der Gäste ausmachen. ( ich hoffe den Größeren :evil: :lol: ).

Spiel ohne Grenzen ? gab es ja in gewissem Umfang schon einmal auf Baltrum. Hiess damals eben "Tante Anneliese". Ob das Besingen von Randdühnen, das Verrenken am Strand, vor den Frühstück oder eben Strandwettkämpfe ( hauptsächlich für Kinder) aber es war damals halt Spass "ohne Grenzen".

Ich weiss nicht, ob es wirklich so ein großes Problem ist, etwas in der Art von Privat auf die Beine zu stellen.

Das größte Problem wird das Thema " Haftung" darstellen. Ein Thema welches heutzutage eine viel größere Rolle spielt als noch vor 30 Jahren. Wenn sich damals jemand nen Fuss aufgeschlagen hat gings zum Doc, es gab nen Pflaster oder Verband und dann gings zurück an den Strand.
Heute ist doch oft die Frage ob erst zum Arzt, oder direkt zum Anwalt.

Aber abgesehen davon gibt es doch sicher einige, welche so etwas gerne auf die Beine stellen würden. Oder zumindest dabei mithelfen.

Das Strandmauerfest, Dornröschen rockt. Soweit ich weiss, beides Events welche von Privat auf die Beine gestellt wurden. Ob karitativ, kostendeckend oder vielleicht doch gewinnbringend lassen wir mal dahingestellt.

Aber Baltrumfreunde, egal ob organisiert oder einzeln werden sich bestimmt finden um da was beizutragen.

Ach ja, ich habe übrigends sogar noch meine Mundorgel, welche ja früher in keinem Gepäck des Baltrumfans fehlen durfte.

In diesem Sinne
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Nachhilfe und Surfen

Beitragvon inselflieger » 27.05.2009, 18:18

Moin, moin,

Nachhilfeunterricht in der Ferienzeit (u.a. zur Vorbereitung auf eine mögliche Nachprüfung) war früher und ist wahrscheinlich auch heute noch ein Thema.
Gibt es so etwas auf der Insel, wenn nicht, könnte man doch Oberstufen-Schüler bzw. Studenten als Lehrer gewinnen, die ihrerseits z.B. Surfunterricht auf der Insel nehmen - vormittags Unterricht - nachmittags Freizeit für Schüler und Studenten, Geschwisterkinder und Eltern geniesen ganztägig Urlaub.

Ist so etwas realisierbar (zur Neugewinnung von Gästen)

fragt

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Falsches Forum....

Beitragvon inselflieger » 28.05.2009, 16:19

Moin, moin ihr Lieben,

kann vielleicht mal jemand das Thema "der Dorfplatz" aus dem Forum Verbesserungsvorschläge (die sich ja bislang ausschließlich auf Baltrum-Online bezogen) in das Forum "Allgemein" überführen....
und eventuell dabei auch den Titel aktualisieren? Es geht ja inzwischen vielmehr darum "Wie kann Baltrum noch schöner werden und wie sag ich's meinen (neuen) Gästen"

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Marketing

Beitragvon Mr.Meadow » 28.05.2009, 22:37

Hallo zusammen,
dann, ein wenig vom Fach, hier mal meine 2 Cent.

Baltrum hat solange keine immensen Umwälzungen geschehen, seit Jahrzehnten eine ziemlich konstant gebliebene Zielgruppe und wird sie auch weiter haben: Familien aus der Mittelschicht / gehobenen Mittelschicht.

Nicht falsch verstehen, natürlich gibt es reichlich Senioren, Individualisten, einige Jugendliche, Sportler, Kirchen- Gerwerkschafts- oder sonstige Gruppen. Und natürlich gibt es (zum Glück) auch Angebote für den schmaleren Geldbeutel und natürlich auch Menschen die dieses wahrnehmen. Aber es sind doch die Randgebiete des großen Kuchens.

Andere typische Baltrum-Aspekte sind (relative) Ruhe, Natur, Sicherheit (speziell für kleinere Kinder auf den "Straßen")

Es kann also immer nur darum gehen, das eine zu tun ohne das andere zu lassen. Anders formuliert: Erweiterungen der Zielgruppen ja - aber ohne das Kerngeschäft zu gefährden. Eine solche Gefährdung wäre beispielsweise die Zulassung von KFZ auf Baltrum aber zumindest potenziell auch realistischere Dinge wie verstärkte Bautätigkeit oder ein Schielen auf die vielzitierten Kegelclubs.

Oder noch anders formuliert: Auf die wandelnden Ansprüche der Zielgruppe muss man immer schauen, nicht aber sollte man leichtfertig die Zielgruppen wandeln (wollen).

Ein paar Beispiele für sich wandelnde Bedürfnisse:
Das hier schon zitierte Dünensingen ist ein gutes Beispiel, das war mal eine echte Institution. Zeitgleich gab es zum überwältigenden Großteil Pensionszimmer auf der Insel. Ferienwohnungen gab es in den 60ern und 70ern nahezu nicht. Vielen heute als Ferienwohnungen genutzten Häusern sieht man das ja an den eingeschossigen, von Fenstern dominierten Vorbauten, welche die Aufenthalt- und zugleich gemeinschaftlichen Speiseräume waren, ja heute noch an.
Die Abendgestaltung spielte sich häufig in eben diesen Räumen ab, nicht selten bei Getränke aus dem Pensionskühlschrank oder selbsgekauftem von Statdlander.

Seit einigen Jahren sieht das natürlich ganz anders aus. Die Ferienwohnung ist die dominierende Wohnform, Hoteliers und Pensionswirte haben Gaststuben eingebaut. es gibt Kneipen und die kollektiven Erlebnisse sind eher weniger geworden. Der Trend zur Individualisierung macht halt auch vor Baltrums Gästen nicht halt. Es hat sicher etwas gedauert aber auf diesen Wandel hat sich Baltrum eingestellt-

Was ich aber eigentlich angesichts der doch recht speziellen Kundschaft sagen will: Der Schlüssel zu anhaltendem und vielleicht größerem Erfolg liegt meiner festen Überzeugung nach nicht in speziellen Angeboten, Bauten, Features oder was auch immer, sondern in den Baltrumern selber.
Dafür braucht es aber m.E. nicht eimal eines Marketing oder PR -Hintergrundes, da reicht es wenn man hinhört was Gäste (gerade Neukunden) häufig so sagen wenn sie ankommen oder abreisen. Wenn ich das als Mitgast in der Unterkunft oder zufällig beim Restaurantbesuch oder auf der "Straße" mitbekomme wird mir eines immer wieder deutlich. Baltrum-Gäste sind ganz anders als der Tui-Kunde auf Malle, viel devoter. Er möchte gar nicht meckern, er möchte gemocht werden, er möchte erzählen, dass er schon mal als Kind da war, dass er nun weit weg von der Küste wohnt, und gerne öfter käme, dass seine Kollegen ihm das empfohlen haben, dass er sicher bald mal wiederkommt und Frau, Enkel oder Hund mitbringen könnte, etc. pp.
Für mich haben viele der Ersturlauber fast schon ein Schild auf der Stirn: "Bitte bitte, ich möchte Stammgast werden". Da braucht es nur ein paar nette, möglichst ernstgemeinte Worte, etwas Interesse, vielleicht noch ein wenig old school Kundenbindungsmaßnahmen wie nen Kärtchen oder einen Newsletter, ne Mail zum Geburtstag und dann sind die Chancen nicht schlecht einen signifikanten Teil bald mal als Gast wieder begrüßen zu können.
Ungefragt (vermeintlich) gute Ratschläge geben wollen, ich weiß, das ist so eine Sache …
Ich geh dann jetzt mal lieber in Deckung :-)


Herzliche Grüße an alle, die bis hierhin durchgehalten haben, danke fürs lesen.
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Lesenswerter Artikel...

Beitragvon inselflieger » 29.05.2009, 07:15

Moin, moin Baltrum-Onliner,
hallo Mr. M.

du musst gar nicht in Deckung gehen,
habe deinen Beitrag mit Interesse gelesen und ganz oft dabei gedacht
"genau so ist es, prima formuliert, überzeugend".

Werde den Artikel später noch einmal ganz in Ruhe lesen.

Schönes Pfingsten

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Beitragvon mame » 30.05.2009, 05:49

Moin Mr. Meadow
Ich kann dir nur zustimmen! Es sind oft die kleinen, zwischenmenschlichen Kontakte, die ein Gefühl der Verbindlichkeit schaffen. Auch aus dem von dir wieder nach vorne gerückten thread – Das erste Mal – kann man herauslesen, dass vielen Gäste einfach das „auf der Insel sein“ als event schon reicht.
Dennoch, und das sagst du ja auch, wandeln sich Gästegewohnheiten, - wünsche und – ansprüche und da ist es auf jeden Fall richtig (wie vor Jahren, beim allg. Trend zu Ferienwohnungen) die Zeit nicht zu verschlafen. Von daher wollen wir den Eifer einiger Baltrum-onliner mal nicht bremsen, es kann `was Gutes dabei herauskommen.
Das auch andere sich zum Thema Tourismus auf den Inseln Gedanken machen, zeigt ILEK Tourismusdreieck. Über den nachfolgenden link lassen sich Protokolle der vergangenen Sitzungen auf Baltrum einsehen - www.tourismusdreieck.de/ilek/index.php? ... &Itemid=55
Dann man schöne Pfingsttage allerseits
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Beitragvon Zoofan » 31.05.2009, 19:44

Hut ab, Mr. Meadow: du kennst den Baltrumbesucher sehr genau - und sprichst mir persönlich total aus der Seele! "Dazugehören", das ist es, was man als (zahlender) Gast irgendwie anstrebt. Und zu versuchen, den Begriff "zahlender" etwas nach hinten zu verdrängen - auch wenn das der eine oder andere Insulaner gerne mal zu verhindern weiß...
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Beitragvon Flipper » 01.06.2009, 13:21

Spacecowboy0211 hat geschrieben:...Und Du, Flipper, warum warst Du seit 20 Jahren nicht mehr auf Baltrum, wenn doch alles gereicht hat ?( die Frage ist rethorisch und die Antwort geht mich eigentlich nichts an)...
Geht dich wirklich nix an, ich beantworte es dir aber gerne trotzdem, damit nicht in der Forengemeinde ein falsches Bild entsteht... ;)

Damals war ich klein, also von meinen Eltern abhängig. Die hatten aber irgendwann kein Geld mehr für den Jahresurlaub. Und dann kam ich in die Pubertät, wo man vielleicht auch hier und da ein paar andere Dinge ausprobiert. Danach konnte auch ich mir lange keinen einzigen Urlaub mehr leisten. Jetzt, wo ich es wieder kann, möchte ich soviel Zeit, wie ich eben investieren kann, auf "meiner" Insel verbringen, und zwar genau so wie ich sie kennen- und lieben gelernt habe...

Und hier noch einmal etwas unabhängig von irgendwelchen Beiträgen:

Ich habe den Eindruck, dass viele den Ballermann nach Baltrum bringen wollen. Dabei übersehen sie eins: Den Ballermann gibt es schon und Baltrum ist aufgrund seiner Ursprünglichkeit einzigartig. Genau das wäre der Preis für die bedingungslose Öffnung zum "Massentourismus", die Aufgabe der Einzigartigkeit. Und der wäre mir eindeutig zu hoch...

Gruß aus Hessen,

Ralf
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Beitragvon Spacecowboy0211 » 01.06.2009, 15:58

So, nun ist es mal Wieder Zeit für ein wenig (löwen) - Senf.

Mr. M. : Deine Beschreibung von der Zielgruppe des Baltrumurlaubers und deren Bedürfniss nach Zugehörigkeit ist sehr gut.
Es geht zwar, meiner Meinung nach, 95% aller Urlauber, egal wo auf der Welt, die ein Urlaubsgebiet/quartier ein zweites Mal ansteuern weil es toll war und "mein Urlaubsort" werden soll, um diese Dazugehörigkeit.
So aber eben auch dem Baltrumurlauber.

Und natürlich geht es nicht darum, die Insel neu zu gestalten um völlig andere Zielgruppen zu gewinnen, denn wer den Ballermann braucht, oder will, der mag bitte nach wie vor nach Malle düsen.

Übrigens, die Zeiten, zu denen ich von der Art meiner Urlaubsbestaltung sicher gut an den Ballermann gepasst hätte habe ich sehr gut mit Café Dach, Kiek und der Kajüte ausgefüllt ( Danke hier an Tjark U. in Mem., Jerry, Ricklef, Anette und Theo ).

Also, Urlaub ist ja eigentlich, was man daraus macht.

Baltrum ist schon für mich recht perfekt, und trotzdem sollte hie und da das Angebt erweitert und verfeinert werden um der Zielgruppe, deren Anforderungen sich auch in Zukunft im Detail verändern werden, gerecht zu bleiben.

Aber wie gesagt, neue ( mehr) Gäste sind das, was die Insel dringend benötigt, natürlich sollte diese auch zu Baltrum passen.

Und, Flipper, welcome Back !

In diesem Sinne
Bitte Jammer Nicht, Baltrumurlaub Lauert Schon Wieder

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